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Parkinson in Österreich: 30.000 Betroffene und steigende Zahlen

7. April 2026 um 07:55
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Die Zahlen sind alarmierend: Bis zu 30.000 Menschen leben derzeit in Österreich mit der Parkinson-Krankheit – Tendenz steigend.

Die Zahlen: In Österreich leben aktuell rund 25.000 bis 30.000 Menschen mit Parkinson – mit steigender Tendenz, auch bedingt durch die höhere Lebenserwartung. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April rückt die Österreichische Parkinson-Gesellschaft (ÖPG) die Bedeutung der Erkrankung in den Fokus. Heuer findet am 10. April in Linz eine Informationsveranstaltung für Betroffene und Angehörige statt; Expert:innen geben praxisnahe Einblicke in moderne Therapien und aktuelle Entwicklungen, im Anschluss steht der persönliche Austausch im Mittelpunkt.

Parkinson: Ursachen und Symptome

Parkinson entsteht durch den fortschreitenden Verlust dopaminproduzierender Nervenzellen im Gehirn, insbesondere in der Substantia nigra. Typische Symptome sind Zittern, verlangsamte Bewegungen, Muskelsteifheit sowie Gleichgewichts- und Gangstörungen. Die Ursachen werden durch Forschungsfortschritte klarer: Neben genetischer Veranlagung spielen auch Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und Pestizide eine Rolle.

Behandlung und Versorgung

Die Behandlung kombiniert verschiedene Therapieformen. Neben der sehr individuell angepassten medikamentösen Therapie kommen nicht medikamentöse Maßnahmen wie Physio-, Ergo- und Logopädie, psychologische Unterstützung und die Angebote von Selbsthilfegruppen zum Einsatz. Für regelmäßige, anstrengende Bewegung gibt es wissenschaftliche Hinweise auf einen Einfluss auf den Erkrankungsfortschritt. Bei Schwankungen der Medikamentenwirkdauer oder Überbewegungen als Nebenwirkung gibt es – immer auf individuellen Faktoren beruhend – eine Auswahl zwischen mehreren gerätegestützten Verfahren, etwa außerhalb des Körpers getragenen Pumpensystemen oder der tiefen Hirnstimulation.

Zugang zu neuen Therapien bleibt entscheidend

Parkinson ist nach wie vor nicht heilbar, doch die Forschung macht Fortschritte. Weltweit werden zahlreiche Studien durchgeführt, die zum Ziel haben, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen oder aufzuhalten. Gleichzeitig werden neue symptomatische Therapien entwickelt, die Beschwerden lindern und die Lebensqualität verbessern. „Entscheidend ist, dass diese Fortschritte auch in Österreich rasch und für alle Patientinnen und Patienten zugänglich sind – dafür braucht es einerseits verstärkte Forschungsförderung, andererseits die Erstattung zugelassener, nachgewiesen wirksamer Therapien“, betont Priv.-Doz.in Dr.in Regina Katzenschlager, Präsidentin der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft (ÖPG).

Informationsveranstaltung in Linz

Die große Informationsveranstaltung für Betroffene, Angehörige und Interessierte wird gemeinsam mit der regionalen Selbsthilfegruppe organisiert und bietet neben Fachvorträgen auch gezielt Raum für Gespräche sowie den persönlichen Austausch zwischen Betroffenen und Referent:innen.

Datum: 10.04.2026, 11:00 Uhr - 10.04.2026, 15:00 Uhr

Art: Vorträge und Diskussionen

Ort: Festsaal Neues Rathaus
Hauptstraße 1-5
4041 Linz
Österreich

URL: https://www.parkinson.at

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