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Orientierungslos ins Studium: Zwei Drittel der Schüler fühlen sich unvorbereitet

13. März 2026 um 14:11
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Ein beunruhigendes Bild zeichnet sich an Österreichs Schulen ab: Zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler fühlen sich nicht ausreichend auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Diese alarmierenden...

Ein beunruhigendes Bild zeichnet sich an Österreichs Schulen ab: Zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler fühlen sich nicht ausreichend auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Diese alarmierenden Zahlen aus einer aktuellen Umfrage unter mehreren tausend Jugendlichen verdeutlichen ein systemisches Problem im österreichischen Bildungswesen. Während sich Maturantinnen und Maturanten dem Ende ihrer Schulzeit nähern, herrscht oft Ratlosigkeit statt Klarheit über den weiteren Lebensweg.

Die AktionsGemeinschaft, die bei der ÖH-Wahl 2025 mit über 20 Prozent der Stimmen den zweiten Platz erreichte, schlägt nun Alarm und unterstützt die Forderungen der Schülerunion nach einer grundlegenden Reform der Bildungs- und Berufsorientierung an österreichischen Schulen.

Das Problem der planlosen Bildungswahl in Österreich

"Viele Jugendliche wissen beim Schulabschluss noch nicht, welchen Weg sie einschlagen wollen. Mehr Orientierung über Lehre, Studium und andere Ausbildungswege ist daher dringend notwendig", erklärt Laurin Weninger, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft. Diese Aussage trifft den Kern eines Problems, das weit über individuelle Unsicherheit hinausgeht und strukturelle Schwächen im österreichischen Bildungssystem offenlegt.

Die Bildungs- und Berufsorientierung, kurz BBO genannt, ist in Österreich bereits seit 1997 als verbindliche Übung in der 7. und 8. Schulstufe verankert. Doch offensichtlich reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus, um Jugendliche ausreichend auf die komplexe Entscheidungsfindung bezüglich ihrer beruflichen Zukunft vorzubereiten. Die Studien- und Berufswahl stellt für viele 18-Jährige eine der schwierigsten Lebensentscheidungen dar, für die sie sich oft unzureichend gerüstet fühlen.

Historische Entwicklung der Berufsorientierung

Die systematische Berufsorientierung in Österreich hat eine relativ kurze Geschichte. Erst in den 1990er Jahren wurde erkannt, dass die zunehmende Komplexität des Arbeitsmarktes und die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten eine strukturierte Orientierungshilfe für Jugendliche erfordern. Mit der Einführung der verbindlichen Übung "Berufsorientierung" sollten Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse Hauptschule sowie der Unterstufe der AHS systematisch an die Berufs- und Bildungswelt herangeführt werden.

Das österreichische Bildungsministerium definiert Bildungs- und Berufsorientierung als einen Prozess, der Jugendliche dabei unterstützt, ihre Interessen, Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen und diese mit den Anforderungen der Bildungs- und Berufswelt abzugleichen. Dieser Prozess soll idealerweise bereits in der Volksschule beginnen und sich bis zum Berufseinstieg fortsetzen.

Trotz dieser theoretischen Verankerung zeigen aktuelle Erhebungen, dass die praktische Umsetzung erhebliche Defizite aufweist. Viele Lehrkräfte fühlen sich unzureichend ausgebildet, um fundierte Berufsorientierung zu leisten, und oft fehlen die zeitlichen Ressourcen für eine intensive Auseinandersetzung mit den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler.

Die Kostenexplosion durch Studienwechsel und Studienabbrüche

Die unzureichende Vorbereitung auf die Studien- und Berufswahl hat weitreichende Konsequenzen, die weit über persönliche Enttäuschungen hinausgehen. In Österreich wechseln oder brechen jährlich tausende Studierende ihr Studium ab, was nicht nur individuelle Frustrationen, sondern auch erhebliche volkswirtschaftliche Kosten verursacht.

Nach Angaben der Statistik Austria verlassen etwa 40 Prozent der Studienanfänger ihr ursprünglich gewähltes Studium ohne Abschluss. Diese Quote variiert stark zwischen den Studienrichtungen: Während in der Medizin die Abbruchquote bei etwa 10 Prozent liegt, erreicht sie in manchen technischen und naturwissenschaftlichen Fächern über 60 Prozent. Jeder Studienabbruch kostet den Staat durchschnittlich 15.000 bis 20.000 Euro an direkten Bildungsausgaben, ganz abgesehen von den indirekten Kosten durch verzögerten Berufseinstieg und entgangene Steuereinnahmen.

"Wer früh Einblicke in Studienrichtungen und Ausbildungswege bekommt, trifft bessere Entscheidungen und muss später seltener das Studium wechseln", betont Weninger und verweist damit auf den direkten Zusammenhang zwischen unzureichender Orientierung und späteren Korrekturen im Bildungsweg.

Internationale Vergleiche zeigen Verbesserungspotential

Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass andere Länder teilweise erfolgreicher bei der Studien- und Berufsorientierung sind. In Deutschland beispielsweise ist die Berufsorientierung bereits ab der 5. Klasse verpflichtend und umfasst neben theoretischen Elementen auch praktische Erfahrungen wie Betriebspraktika und Berufsfelderkundungen. Die deutsche Initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" in Nordrhein-Westfalen gilt international als Vorbild für systematische Berufsorientierung.

In der Schweiz wird das duale Ausbildungssystem bereits in der Schule intensiv beworben und erklärt. Schweizer Jugendliche haben durch systematische Schnupperlehren und Berufsmessen deutlich bessere Einblicke in die Arbeitswelt. Entsprechend liegt die Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz mit 3,0 Prozent deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 14,1 Prozent.

Auch die skandinavischen Länder setzen stark auf individuelle Beratung und frühe praktische Erfahrungen. In Finnland beispielsweise absolvieren alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse ein zweiwöchiges Betriebspraktikum, das von intensiver Vor- und Nachbereitung begleitet wird.

STEOP als Orientierungshilfe statt als Hürde

Ein zentraler Punkt in der Diskussion um die Studienorientierung ist die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP), die seit 2011 an österreichischen Universitäten verpflichtend ist. Die AktionsGemeinschaft spricht sich für eine "sinnvoll gestaltete STEOP" aus, die Studierenden helfen soll zu erkennen, ob ein Studium wirklich zu ihnen passt, anstatt nur eine zusätzliche Hürde darzustellen.

Die STEOP umfasst in der Regel die ersten ein bis zwei Semester eines Studiums und soll Studienanfängern einen Überblick über ihr gewähltes Fach geben. In der Praxis wird sie jedoch oft als Selektionsinstrument eingesetzt, das primär darauf abzielt, die Studierendenzahlen zu reduzieren. Diese Funktionsverschiebung führt dazu, dass die ursprünglich als Orientierungshilfe gedachte Phase zu einem zusätzlichen Stressfaktor wird.

Die Studieneingangsphase sollte nach Ansicht der AktionsGemeinschaft wieder ihrer ursprünglichen Funktion als Orientierungshilfe gerecht werden. Statt primär auszusortieren, sollte sie Studierenden dabei helfen, ihre Studienentscheidung zu reflektieren und gegebenenfalls frühzeitig Korrekturen vorzunehmen, bevor sich falsche Studienwahl zu tief einprägt.

Praxisbeispiele erfolgreicher Orientierungsprogramme

Einige österreichische Hochschulen haben bereits innovative Ansätze entwickelt, um die Studienorientierung zu verbessern. Die Technische Universität Wien beispielsweise bietet "Studienwahlhilfen" an, die Studieninteressierte durch praktische Aufgaben und Gespräche mit Studierenden und Lehrenden einen realistischen Einblick in verschiedene Studienrichtungen geben.

Die Universität Salzburg hat mit ihrem Programm "UniTEST" ein Online-Self-Assessment entwickelt, das Studieninteressierte bei der Wahl des passenden Studiums unterstützt. Solche Programme könnten als Vorbild für eine österreichweite Systematisierung der Studienorientierung dienen.

Besonders erfolgreich sind auch die sogenannten "Studienchecker"-Programme, bei denen Studierende höherer Semester als Mentoren für Studienanfänger fungieren. Diese Peer-to-Peer-Beratung wird von vielen Studierenden als besonders hilfreich empfunden, da sie authentische Einblicke in den Studienalltag bietet.

Konkrete Auswirkungen auf Österreichs Jugend

Die Folgen unzureichender Berufsorientierung zeigen sich nicht nur in Statistiken, sondern im Alltag tausender junger Österreicherinnen und Österreicher. Maria K., eine 20-jährige Studentin aus Linz, erzählt: "Ich habe nach der Matura völlig planlos Psychologie zu studieren begonnen, weil es interessant klang. Erst nach zwei Semestern habe ich gemerkt, dass mir die mathematischen Anteile überhaupt nicht liegen und bin zur Soziologie gewechselt."

Ähnlich erging es Thomas M. aus Graz: "In der Schule wurde uns zwar gesagt, dass es verschiedene Berufe gibt, aber wie diese wirklich aussehen und was man dafür können muss, das haben wir nie erfahren. Ich dachte, Informatik bedeutet hauptsächlich programmieren, aber die theoretischen Grundlagen in Mathematik waren für mich zu schwierig."

Diese Einzelfälle spiegeln ein strukturelles Problem wider. Junge Menschen treffen Entscheidungen über ihre Zukunft, ohne ausreichend über die Realitäten verschiedener Berufs- und Studienwege informiert zu sein. Die Konsequenzen sind nicht nur verlorene Zeit und Geld, sondern auch psychische Belastungen durch das Gefühl des Versagens und der Orientierungslosigkeit.

Besonders betroffen sind Jugendliche aus bildungsfernen Schichten, die oft nicht auf familiäre Erfahrungen und Netzwerke zurückgreifen können. Für sie ist die schulische Berufsorientierung oft die einzige Informationsquelle über weiterführende Bildungs- und Berufswege.

Die Rolle der dualen Ausbildung

Ein wichtiger Aspekt der Berufsorientierung ist die angemessene Darstellung der dualen Ausbildung, also der Lehrlingsausbildung. In Österreich gibt es über 200 anerkannte Lehrberufe, die ausgezeichnete Karrierechancen bieten. Dennoch entscheiden sich viele Jugendliche automatisch für ein Studium, ohne die Möglichkeiten einer Lehre zu kennen.

Dabei zeigen Untersuchungen, dass Lehrabsolventen oft bessere Berufsaussichten haben als Universitätsabsolventen bestimmter Studienrichtungen. Ein Elektriker oder eine Mechatronikerin haben in der Regel sichere Arbeitsplätze und gute Verdienstmöglichkeiten. Die gesellschaftliche Wertschätzung für handwerkliche Berufe ist in Österreich traditionell hoch, wird aber in der Berufsorientierung an Schulen oft nicht ausreichend kommuniziert.

Politische Initiativen und ihre Grenzen

Die österreichische Bildungspolitik hat das Problem der unzureichenden Berufsorientierung durchaus erkannt. Das Bildungsministerium hat in den letzten Jahren verschiedene Programme und Initiativen gestartet, um die Situation zu verbessern. Dazu gehören die Plattform "18plus" für Berufs- und Studienorientierung, das Programm "Schule und Arbeitswelt" sowie verschiedene Kooperationen mit der Wirtschaftskammer und dem AMS.

Dennoch bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Ein Grund dafür ist die föderalistische Struktur des österreichischen Bildungswesens, die dazu führt, dass Programme unterschiedlich umgesetzt werden. Was in einem Bundesland funktioniert, wird in einem anderen möglicherweise nicht oder unzureichend implementiert.

Die AktionsGemeinschaft, die an 11 Fachhochschulen und Universitäten den Vorsitz der Studierendenvertretung stellt, ist durch ihre Nähe zu den Studierenden besonders gut positioniert, um die Defizite des aktuellen Systems zu identifizieren. Ihre Forderungen basieren auf direkten Rückmeldungen von Studierenden, die die Folgen unzureichender Orientierung am eigenen Leib erfahren haben.

Finanzielle Herausforderungen

Ein wesentliches Hindernis für eine umfassende Reform der Berufsorientierung sind die Kosten. Qualitative Berufsorientierung erfordert kleinere Klassen, speziell ausgebildete Lehrkräfte und finanzielle Mittel für externe Programme und Exkursionen. In Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte ist die Finanzierung solcher Maßnahmen eine Herausforderung.

Dennoch zeigen internationale Beispiele, dass sich Investitionen in die Berufsorientierung langfristig auszahlen. Die reduzierten Kosten durch weniger Studienabbrüche und die volkswirtschaftlichen Vorteile durch besser qualifizierte Arbeitskräfte überwiegen die anfänglichen Investitionen deutlich.

Lösungsansätze und Zukunftsperspektiven

Um das Problem der unzureichenden Berufsorientierung zu lösen, sind mehrdimensionale Ansätze erforderlich. Die AktionsGemeinschaft und andere Bildungsexperten schlagen verschiedene Maßnahmen vor, die in ihrer Gesamtheit zu einer deutlichen Verbesserung der Situation führen könnten.

Erstens sollte die Berufsorientierung bereits früher beginnen. Statt erst in der 7. und 8. Schulstufe sollten bereits Volksschulkinder spielerisch an verschiedene Berufsfelder herangeführt werden. Dies könnte durch Besuche von Handwerkern in der Schule, Exkursionen zu Betrieben oder altersgerechte Berufsinformationsveranstaltungen geschehen.

Zweitens muss die Qualität der Berufsorientierung verbessert werden. Lehrkräfte benötigen bessere Ausbildung und regelmäßige Fortbildungen, um aktuelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt vermitteln zu können. Externe Experten aus verschiedenen Berufsfeldern sollten regelmäßig in den Unterricht eingebunden werden, um authentische Einblicke zu geben.

Drittens sollten praktische Erfahrungen einen größeren Stellenwert erhalten. Verpflichtende Praktika oder Schnuppertage in verschiedenen Berufsfeldern könnten Jugendlichen helfen, realistische Vorstellungen von verschiedenen Tätigkeiten zu entwickeln. Dabei sollten sowohl handwerkliche Berufe als auch akademische Laufbahnen gleichberechtigt dargestellt werden.

Digitale Innovationen in der Berufsorientierung

Moderne Technologien bieten neue Möglichkeiten für die Berufsorientierung. Virtual-Reality-Anwendungen können beispielsweise realistische Einblicke in verschiedene Arbeitsplätze geben, ohne dass physische Besuche notwendig sind. Online-Plattformen können personalisierte Empfehlungen basierend auf Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen geben.

Österreichische Unternehmen und Bildungseinrichtungen experimentieren bereits mit solchen Technologien. Die Wirtschaftskammer Österreich hat beispielsweise eine Virtual-Reality-Plattform entwickelt, die Einblicke in verschiedene Lehrberufe bietet. Solche Innovationen könnten flächendeckend eingesetzt werden, um die Berufsorientierung zu modernisieren und für Jugendliche attraktiver zu gestalten.

Auch künstliche Intelligenz könnte in Zukunft eine Rolle spielen. Intelligente Systeme könnten die Interessen, Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale von Jugendlichen analysieren und passende Berufs- und Studienvorschläge unterbreiten. Solche Systeme könnten die menschliche Beratung ergänzen, aber niemals ersetzen.

Die gesellschaftliche Dimension der Berufswahl

Die Berufswahl ist nicht nur eine individuelle Entscheidung, sondern hat auch gesellschaftliche Dimensionen. Österreich steht vor demografischen Herausforderungen: Eine alternde Gesellschaft benötigt mehr Fachkräfte in bestimmten Bereichen, während andere Berufsfelder möglicherweise weniger Nachfrage haben werden.

Gleichzeitig verändern Digitalisierung und Automatisierung die Arbeitswelt fundamental. Viele traditionelle Berufe werden verschwinden, während neue entstehen. Die Berufsorientierung muss diese Entwicklungen berücksichtigen und Jugendliche auf eine sich wandelnde Arbeitswelt vorbereiten.

Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Die Berufsorientierung sollte daher nicht nur bei der ersten Berufswahl helfen, sondern auch die Fähigkeit zur kontinuierlichen Weiterentwicklung und beruflichen Neuorientierung fördern. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit werden zu Schlüsselqualifikationen für den Erfolg in der Arbeitswelt der Zukunft.

Die Initiative der AktionsGemeinschaft zeigt, dass das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Reform der Berufsorientierung in der österreichischen Bildungslandschaft wächst. Mit ihrer starken Position in der Studierendenvertretung kann die Organisation wichtige Impulse für Veränderungen geben. Ob diese Impulse in konkrete politische Maßnahmen umgesetzt werden, wird entscheidend dafür sein, ob zukünftige Generationen von Schülerinnen und Schülern besser auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden.

Die Zeit für halbherzige Lösungen ist vorbei. Österreich braucht eine umfassende Reform der Bildungs- und Berufsorientierung, die alle Beteiligten – Schulen, Unternehmen, Politik und Gesellschaft – einbezieht. Nur so können die alarmierenden Zahlen der aktuellen Umfrage in Zukunft der Vergangenheit angehören.

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