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Bildung

Junior Company Bundesfinale 2026: Kippe’s siegt in Wien

Unter mehr als 600 Schüler-Unternehmen setzte sich Kippe’s (HTL Mössingerstraße, Klagenfurt) durch. PoleMotion wurde Zweiter, Lunara Dritter.

8. Juni 2026
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Beim Bundesfinale der Junior Company 2026 gewann Kippe’s aus Kärnten. Rund 5.700 Schüler:innen gründeten 603 Junior Companies im Schuljahr 2025/26.

Beim Bundesfinale der Junior Company 2026 in Wien wurde Kippe’s von der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt als beste Junior Company Österreichs ausgezeichnet. Die Entscheidung fiel nach Präsentationen vor einer Fachjury: Am Wettbewerb nahmen die neun Landessieger teil, die beim Finale am 2. Juni in der Wirtschaftskammer Österreich ihre Produkte und Pitches vorstellten.

Das Schuljahr 2025/26 war nach Angaben der Veranstalter ein Rekordjahr: Rund 5.700 Schüler:innen im Alter von 15 bis 19 Jahren gründeten im Rahmen des Junior-Programms 603 Unternehmen für die Dauer des Schuljahres. Die Teams präsentierten eigenständig erfundene und erzeugte Produkte, selbst gestaltete Designs und Brandings sowie Verkaufsstände und Marketingkonzepte.

Bundesfinale der Junior Company 2026 in der Wirtschaftskammer Österreich

Die neun Landessiegerinnen und Landessieger stellten sich am 2. Juni in der Wirtschaftskammer Österreich dem Urteil einer Fachjury. Bei der Preisverleihung waren Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner anwesend.

Nach Angaben der Veranstalter lagen nur wenige Punkte zwischen den besten Teams. Als Siegerin des Bundesfinales 2026 wurde Kippe’s gekürt; die Junior Company der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt entwickelte nach Angaben der Schülerinnen und Schüler einen Taschen-Aschenbecher, der Umweltverschmutzung durch Zigarettenstummel komplett unterbindet. Kippe’s wird Österreich demnach Anfang Juli beim europäischen Wettbewerb GEN-E in Riga (Lettland) vertreten.

Die Sieger: Kippe’s, PoleMotion und Lunara

Platz 1: Kippe’s (HTL Mössingerstraße, Klagenfurt, Kärnten). Die Junior Company entwickelte einen Taschen-Aschenbecher, der laut Veranstalter Umweltverschmutzung durch Zigarettenstummel komplett unterbindet. Kippe’s erhielt den ersten Platz und die Möglichkeit, Österreich beim GEN-E-Wettbewerb in Riga zu vertreten.

Platz 2: PoleMotion (HAK Liezen, Steiermark). Die zweitplatzierte Junior Company überzeugte laut Aussendung mit einem „clever designten Skistockhalter“.

Platz 3: Lunara (HTL Dornbirn, Vorarlberg). Das Team der Drittplatzierten präsentierte demnach Spitzenunterwäsche, in die eine Wärmefunktion zur Schmerzlinderung integriert ist.

Weitere Auszeichnungen und Sonderawards

  • Der Sonderaward „Essen & Trinken“ (powered by Coca Cola) ging an UrKraft (HBLA Ursprung, Salzburg) für ein Pulver aus dem Kräuterpresskuchen von Sonnenmoor.
  • Der Sonderaward „Nachhaltigkeit“ (powered by Oecolution) wurde an FruitBag (HTL Mödling, Niederösterreich) für gedörrte Obstsnacks verliehen.
  • Den Sonderaward „EIT Manufacturing Award“ (powered by EIT Manufacturing East) sicherte sich Reco (HTL Mödling, Niederösterreich) für die Verarbeitung von ausgedienten 3D-Druckteilen zu hochwertigem Filament.
  • Zur Lehrkraft des Jahres wurde Mag. Alexander Übl (HTL Mödling) gewählt.

Statements von Bildungsministerium, Staatssekretariat und Wirtschaftskammer

Im Rahmen des Bundeswettbewerbs 2026 hoben die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter die Bedeutung von wirtschaftlicher Bildung hervor. Bildungsminister Christoph Wiederkehr sagte: „Programme wie Junior Company vermitteln jungen Menschen weit mehr als wirtschaftliches Fachwissen. Durch das Gründen und Führen eines eigenen Unternehmens entwickeln Schülerinnen und Schüler zentrale Kompetenzen wie Eigenverantwortung, Kreativität, Teamarbeit und Problemlösungsfähigkeit, diese Erfahrungen bereiten junge Menschen nachhaltig auf ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg optimal vor. Es ist mir ein großes Anliegen, unternehmerisches Denken noch stärker an Österreichs Schulen zu etablieren und möglichst vielen Jugendlichen den Zugang zu Initiativen wie Junior Company zu ermöglichen.“

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner erklärte: „Junior Companies leisten einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Österreich. Jugendliche lernen früh, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Genau diese Fähigkeiten sind entscheidend, um Österreich langfristig als wettbewerbsfähigen Wirtschafts- und Innovationsstandort zu stärken.“ Sie fügte hinzu: „Österreich muss sich international nicht verstecken. Wir haben enormes Potenzial. Wenn andere Länder wie die USA erfolgreiche innovative Unternehmen hervorbringen können, dann können wir das in Österreich genauso schaffen.“

WKÖ-Vizepräsidentin Carmen Goby sagte: „Unternehmerisches Denken beginnt idealerweise schon früh: Möglichst viele junge Menschen sollen schon in der Schule die Chance haben, Verantwortung zu übernehmen, kreativ zu denken und eigene Ideen mutig umzusetzen. Mit den Junior Companies können sie zeigen, wie viel Potenzial in ihnen steckt. Die Rekordbeteiligung freut mich ganz besonders. Danke allen Lehrkräften, die ihren Schülerinnen und Schüler diese wertvollen Erfahrungen ermöglichen.“

Herwig Draxler, Vorsitzender von Junior Achievement Austria, kommentierte: „Wir freuen uns über das schier unendliche kreative Talent und unternehmerische Potenzial von Österreichs jüngsten Gründer:innen. Der Professionalitätsgrad der Produkte und Pitches, der Enthusiasmus und das Engagement der Lehrkräfte machen deutlich, wie wirkungsvoll Entrepreneurship Education ist. Ich wünsche dem Team von Kippe’s viel Erfolg für den europäischen Wettbewerb in Riga: Die Latte liegt hoch, denn Österreichs Junior Companies konnten in den vergangenen fünf Jahren vier sensationelle Stockerlplätze holen.“

Über Junior Achievement und das Junior-Programm

Junior Company ist laut Aussendung ein Schulprogramm des gemeinnützigen Vereines Junior Achievement (JA) Austria. In den Bundesländern wird es demnach von den Volkswirtschaftlichen Gesellschaften umgesetzt. Die Programme für Sekundarstufe I, Sekundarstufe II sowie die Primarstufe haben nach Angaben der Organisation die Förderung von wirtschaftlichen und sozialen Kompetenzen, Unternehmergeist und selbstständigem Arbeiten zum Ziel.

Die Mitteilung nennt jährliche Teilnehmerzahlen: Jedes Jahr nehmen demnach zwischen 5.000 und 6.000 Schülerinnen und Schüler an den Programmen von JA Austria an über 180 Schulstandorten teil. Seit 1995 seien mehr als 73.500 Schülerinnen und Schüler mit über 6.600 Gründungen in Österreich erreicht worden.

Landessieger:innen 2026

  • Burgenland: Bladl&Bliaml (Ecole Güssing)
  • Niederösterreich: CordBuddys (LFS Hollabrunn)
  • Salzburg: STAMPEDUP (Modeschule Hallein)
  • Tirol: Hangout (Ferrarischule Innsbruck)
  • Wien: ORODEMIA (HBLVA Rosensteingasse)
  • Kärnten: Kippe’s (HTL Mössingerstraße Klagenfurt)
  • Oberösterreich: Book Warrior (Business & Design School Lentia)
  • Steiermark: PoleMotion (HAK Liezen)
  • Vorarlberg: Lunara (HTL Dornbirn)

Begriffserklärungen

Junior Company: Ein Schulprogramm, bei dem Schülerinnen und Schüler ein Unternehmen für die Dauer eines Schuljahres gründen. Laut Aussendung entwickeln die Teams eigene Produkte, Designs, Brandings und Marketingkonzepte.

Junior Achievement (JA) Austria: Der gemeinnützige Verein, der das Junior-Programm in Österreich anbietet; in den Bundesländern wird das Programm von den Volkswirtschaftlichen Gesellschaften umgesetzt.

Landessieger: Teams, die in den Bundesländern als Siegerinnen und Sieger aus regionalen Auswahlverfahren hervorgegangen sind und beim Bundesfinale vertreten waren. Die neun Landessieger traten am 2. Juni beim Bundesfinale an.

Sonderaward: Ein themenspezifischer Preis, der beim Bundesfinale vergeben wurde; in diesem Jahr wurden Sonderawards u. a. in den Kategorien „Essen & Trinken“, „Nachhaltigkeit“ und „EIT Manufacturing Award“ verliehen.

GEN-E Wettbewerb: Der in der Meldung genannte europäische Wettbewerb, zu dem die Siegerin Kippe’s Anfang Juli nach Riga (Lettland) fahren wird, um Österreich zu vertreten.

FAQ zur Junior Company 2026

Wie viele Junior Companies gab es im Schuljahr 2025/26?
Nach Angaben der Veranstalter wurden im Schuljahr 2025/26 insgesamt 603 Junior Companies gegründet. Diese Gründungen erfolgten im Rahmen des Junior-Programms an Schulen in ganz Österreich.

Wie viele Schülerinnen und Schüler nahmen teil?
Die Aussendung nennt rund 5.700 teilnehmende Schüler:innen im Alter von 15 bis 19 Jahren für das Schuljahr 2025/26. Außerdem wird angegeben, dass jährlich zwischen 5.000 und 6.000 Schülerinnen und Schüler an den Programmen von JA Austria teilnehmen.

Wer hat das Bundesfinale 2026 gewonnen?
Als beste Junior Company 2026 wurde Kippe’s von der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt ausgezeichnet. Kippe’s entwickelte laut Mitteilung einen Taschen-Aschenbecher, der Umweltverschmutzung durch Zigarettenstummel komplett unterbindet.

Welche Teams erhielten Sonderawards?
UrKraft (HBLA Ursprung, Salzburg) erhielt den Sonderaward „Essen & Trinken“; FruitBag (HTL Mödling, NÖ) erhielt den Sonderaward „Nachhaltigkeit“; Reco (HTL Mödling, NÖ) erhielt den „EIT Manufacturing Award“. Zudem wurde Mag. Alexander Übl (HTL Mödling) zur Lehrkraft des Jahres gewählt.

Wer organisiert das Junior-Programm in Österreich?
Laut Aussendung ist Junior Company ein Programm des gemeinnützigen Vereins Junior Achievement Austria. In den Bundesländern wird das Programm von den Volkswirtschaftlichen Gesellschaften umgesetzt.

Quellen und Kontakt

Weitere Informationen zum Programm sind laut Mitteilung auf www.junior.cc verfügbar. Für Anfragen zur Pressemitteilung wurde die Pressestelle der Wirtschaftskammer Österreich angegeben: Digital Media & Communication, Pressestelle, Wirtschaftskammer Österreich, Telefon 0590 900 – 4462, E-Mail dmc_pr[at]wko.at. Weiterführende Informationen der Wirtschaftskammer sind unter https://www.wko.at/oe/news/start abrufbar.

Schlagworte

#Junior Company#Junior Achievement#Bundesfinale 2026#Wirtschaftskammer Österreich#Entrepreneurship Education#WKÖ#Bundesfinale#Auszeichnung

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