„Drunter & Drüber – Chaos auf dem Friedhof
Nicholas Ofczarek und Julia Jentsch liefern sich in der neuen ORF-Komödie einen Machtkampf auf dem Friedhof – mit kommentierenden Toten inklusive.
Der ORF startet das neue Jahr mit einer ungewöhnlichen Programmfarbe: Am Montag, dem 5. Jänner 2026, feiert die achtteilige Miniserie „Drunter & Drüber – Chaos auf dem Friedhof" ab 20.15 Uhr ihre Premiere in ORF 1 und auf ORF ON. Die schwarzhumorige Komödie vereint mit Nicholas Ofczarek und Julia Jentsch zwei Publikumslieblinge in einem skurrilen Setting – dort, wo eigentlich ewige Ruhe herrschen sollte.
Die Ausgangslage der Serie könnte dramatischer kaum sein: Der bisherige Leiter des Friedhofs Donnersbach kommt durch eine herabfallende Grabstatue ums Leben. Für den langjährigen Stellvertreter Heli Wondratschek, verkörpert von Burgtheater-Star Nicholas Ofczarek, scheint der Moment endlich gekommen, die Führung zu übernehmen. Der pflichtbewusste Bestatter hat jahrelang loyal im Schatten seines Vorgesetzten gearbeitet und sieht nun seine Chance auf den verdienten Aufstieg.
Doch die Behörden haben andere Pläne. Statt der erhofften Beförderung präsentieren sie dem verdatterten Heli eine völlig unerwartete Überraschung: Ursula Fink übernimmt die Leitung des Friedhofs. Die von Julia Jentsch gespielte Figur ist fachfremd, unkonventionell und bringt ganz eigene Vorstellungen mit, wie ein Friedhofsbetrieb geführt werden sollte. Zwischen Grabstein und Bürokratie beginnt damit ein Machtkampf, der das gesamte Team in Atem hält.
Der Konflikt zwischen den beiden Hauptfiguren bildet das Herzstück der Serie. Heli Wondratschek steht für Tradition, Vorschriften und penible Kontrolle. Er kennt jeden Handgriff, jede Regelung und jeden Dienstweg auf seinem Friedhof. Dass ausgerechnet eine Außenseiterin ohne einschlägige Erfahrung nun das Sagen haben soll, bringt sein geordnetes Weltbild gehörig ins Wanken.
Ursula Fink hingegen verkörpert den frischen Wind, den niemand bestellt hat. Sie agiert mit neuen Ideen, zeigt wenig Geduld für bürokratische Umwege und scheut sich nicht, etablierte Abläufe über den Haufen zu werfen. Ihre erste Entscheidung – die Genehmigung einer Bestattung im Tierkostüm – lässt Heli endgültig die Fassung verlieren und gibt den Ton für die kommenden Episoden vor.
Die Mitarbeitenden des Friedhofs geraten unweigerlich zwischen die Fronten dieses Konflikts. Absurde Zwischenfälle häufen sich, und bald steht sogar die Zukunft des gesamten Betriebs zur Debatte. Das Ensemble wird dabei von namhaften Darstellerinnen und Darstellern wie Ulrike C. Tscharre, Harald Windisch, Nikolai Baar-Baarenfels, Ella Lee, Johanna Orsini und Sarah Viktoria Frick verstärkt.
Ein besonders originelles Element hebt die Serie von gewöhnlichen Arbeitsplatz-Komödien ab: Die Verstorbenen kommentieren das Geschehen von unten. Mit trockenem Schmäh beobachten jene, die längst unter der Erde liegen, das zunehmende Chaos an der Oberfläche. Diese ungewöhnliche Erzählebene verleiht der Serie eine zusätzliche satirische Dimension und ermöglicht einen Perspektivwechsel, der das Treiben der Lebenden aus einer ganz besonderen Warte beleuchtet.
Diese narrative Entscheidung von Regisseur Christopher Schier und Drehbuchautorin Judith Westermann unterstreicht den schwarzhumorigen Grundton der Produktion. Der Friedhof wird damit nicht nur zum Schauplatz menschlicher Eitelkeiten und Machtkämpfe, sondern auch zum Ort philosophischer Betrachtungen über das Leben, den Tod und die Absurdität des Alltags.
Die acht Episoden der ersten Staffel führen das Publikum durch eine Achterbahn der Ereignisse. In der Auftaktepisode „Jetzt isser tot" wird die Ausgangssituation etabliert und der Grundkonflikt zwischen Heli und Ursula angelegt. Bereits in der zweiten Folge „Viecherl" eskaliert die Situation durch Ursulas unorthodoxe Entscheidungen.
Die dritte Episode „Und Tschüss" stellt Ursulas Führungsqualitäten auf die Probe, als eine Serie unglücklicher Ereignisse den Friedhof heimsucht. Ein defekter Kühlraum und diverse technische Pannen lassen Zweifel an der neuen Leitung aufkommen, während Heli die Entwicklung mit kaum verhohlener Genugtuung beobachtet.
In „Schleicht's eich