Am 17. Dezember 2025 verkündete der ORF bedeutende Neubesetzungen in seinen Auslandsbüros. Die Ernennung von Cornelia Primosch zur Leiterin des ORF-Büros in Belgrad und Carola Schneider zur Leiterin des Büros in Moskau markiert einen strategischen Schritt des ORF, um seine internationale Berichterst
Am 17. Dezember 2025 verkündete der ORF bedeutende Neubesetzungen in seinen Auslandsbüros. Die Ernennung von Cornelia Primosch zur Leiterin des ORF-Büros in Belgrad und Carola Schneider zur Leiterin des Büros in Moskau markiert einen strategischen Schritt des ORF, um seine internationale Berichterstattung zu intensivieren. Diese Entscheidungen sind nicht nur ein Zeichen für die Bedeutung der Regionen, sondern auch ein Beweis für das Vertrauen in die journalistische Kompetenz der beiden erfahrenen Korrespondentinnen.
Mit der Übernahme der Leitung des ORF-Büros in Belgrad durch Cornelia Primosch ab Juli 2026 wird die Balkanberichterstattung neu strukturiert. Primosch, eine der erfahrensten Auslandskorrespondentinnen des ORF, bringt ihre umfangreichen Erfahrungen aus früheren Stationen in Paris, Brüssel und London ein. Die Balkanregion, die geopolitisch und historisch von großer Bedeutung ist, wird durch ihre Führung eine verstärkte Präsenz im ORF erhalten.
Carola Schneider kehrt ab Januar 2026 in das ORF-Büro in Moskau zurück, das sie bereits von 2011 bis 2021 und erneut von 2023 bis 2024 leitete. Ihre Rückkehr kommt in einer Zeit erhöhter Spannungen und Herausforderungen in der Region, was die Bedeutung einer fundierten Vor-Ort-Berichterstattung unterstreicht. Schneider wird nicht nur über Russland, sondern auch über Belarus und andere postsowjetische Staaten berichten, was den Informationsfluss aus diesen oft schwer zugänglichen Gebieten sicherstellt.
Die Auslandsberichterstattung des ORF hat eine lange Tradition. Seit den 1960er Jahren unterhält der ORF Korrespondentenbüros weltweit, um seinen Zuschauern fundierte und verlässliche Informationen aus erster Hand zu liefern. Diese Büros haben sich im Laufe der Jahrzehnte zu wichtigen Informationsquellen entwickelt, insbesondere in Zeiten politischer Umbrüche und Krisen.
Die Bedeutung der Berichterstattung aus dem Ausland wurde während des Kalten Krieges und der darauf folgenden geopolitischen Veränderungen besonders deutlich. Die ORF-Korrespondenten waren oft die ersten, die über bedeutende Ereignisse berichteten, sei es der Fall der Berliner Mauer oder die Konflikte auf dem Balkan in den 1990er Jahren.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz verfolgt der ORF eine ähnliche Strategie der internationalen Berichterstattung, jedoch mit einem stärkeren Fokus auf die spezifischen Interessen und Bedürfnisse der österreichischen Öffentlichkeit. Während ARD und ZDF in Deutschland über ein umfassendes Netz von Auslandsbüros verfügen, zeichnet sich der ORF durch eine gezielte Auswahl von Standorten aus, die für Österreich von besonderem Interesse sind.
In der Schweiz ist die SRG SSR, der öffentlich-rechtliche Rundfunk, ebenfalls international gut vernetzt, jedoch mit einem stärkeren Fokus auf die französisch- und italienischsprachigen Regionen. Der ORF hingegen nutzt seine geografische Lage und die historische Verbindung zu den Ländern des ehemaligen Ostblocks, um eine einzigartige Perspektive zu bieten.
Die verstärkte Berichterstattung aus Belgrad und Moskau wird den österreichischen Bürgern helfen, ein besseres Verständnis für die komplexen politischen und sozialen Entwicklungen in diesen Regionen zu entwickeln. Durch die fundierte Berichterstattung können die Österreicher die Auswirkungen internationaler Ereignisse auf ihr eigenes Land besser nachvollziehen.
Ein konkretes Beispiel ist die Berichterstattung über die EU-Erweiterung und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen für Österreich. Die Informationen, die aus dem Balkan und Russland kommen, können die öffentliche Debatte in Österreich bereichern und zu einer informierten Meinungsbildung beitragen.
Der ORF betreibt derzeit 16 Auslandsbüros weltweit, die zusammen über 50 Länder abdecken. Diese Büros sind strategisch in Regionen positioniert, die für Österreich von besonderem Interesse sind. Mit über 100 Korrespondenten und Mitarbeitern im Ausland ist der ORF einer der führenden Anbieter von internationalen Nachrichten in Österreich.
Die Zukunft der ORF-Auslandsberichterstattung sieht vielversprechend aus. Mit der strategischen Neuausrichtung und den neuen Leitungen in Belgrad und Moskau wird der ORF seine Position als führender Anbieter von internationalen Nachrichten in Österreich weiter stärken. Die verstärkte Präsenz in diesen Regionen wird es dem ORF ermöglichen, schneller auf Entwicklungen zu reagieren und den österreichischen Zuschauern fundierte und aktuelle Informationen zu liefern.
Der Fokus wird weiterhin darauf liegen, die Berichterstattung aus Regionen zu intensivieren, die für die geopolitische Stabilität Europas von entscheidender Bedeutung sind. Die Integration neuer Technologien und Plattformen wird ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, um die Reichweite und den Einfluss der ORF-Berichterstattung zu erhöhen.
Die Ernennungen von Cornelia Primosch und Carola Schneider zu Leiterinnen der ORF-Büros in Belgrad und Moskau sind ein bedeutender Schritt zur Stärkung der internationalen Berichterstattung des ORF. Diese Entscheidungen unterstreichen die strategische Ausrichtung des ORF, seine Präsenz in geopolitisch wichtigen Regionen zu verstärken und den österreichischen Bürgern fundierte Informationen zu bieten.
Mit dieser Neuausrichtung wird der ORF weiterhin eine zentrale Rolle in der internationalen Berichterstattung spielen und seinen Zuschauern wertvolle Einblicke in die Entwicklungen in Europa und darüber hinaus bieten. Die Herausforderungen und Chancen, die sich aus dieser neuen Struktur ergeben, werden den ORF in den kommenden Jahren prägen und seine Position als führender Anbieter von Nachrichten in Österreich weiter festigen.