Der Österreichische Rundfunk (ORF) beendet das Angestellten-Dienstverhältnis mit dem ehemaligen Generaldirektor Roland Weißmann.
Der Österreichische Rundfunk (ORF) beendet das Angestellten-Dienstverhältnis mit Roland Weißmann unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und kollektivvertraglichen Kündigungsfristen.
Die interimistische ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher veranlasste nach ihrem Amtsantritt die Prüfung der gegen Weißmann erhobenen Vorwürfe durch die Compliance-Stelle sowie durch externe Compliance-Expertinnen und -Experten. Auf Basis der Befragungen und der Unterlagen hat die Compliance-Stelle festgestellt, dass eine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn im konkreten Fall nicht vorliegt. Gleichzeitig stellte die Compliance-Stelle fest, dass Compliance- und ethische Standards verletzt wurden.
Der ORF verlangt von seinen Führungskräften nicht bloß die Einhaltung zwingenden Rechts, sondern ein sehr hohes Maß an Integrität und Unterlassung jeglichen Verhaltens, das geeignet ist, dem Unternehmen zu schaden. Daher wird das Angestellten-Dienstverhältnis mit Roland Weißmann unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und kollektivvertraglichen Kündigungsfrist aufgelöst.
Der ORF wird aus Gründen des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte keine weiteren Details der Untersuchung veröffentlichen und ersucht, Spekulationen zu den Abläufen und den beteiligten Personen zu unterlassen.
Sowohl Roland Weißmann als auch die betroffene Mitarbeiterin haben sich der Befragung durch die Compliance-Stelle freiwillig gestellt und Unterlagen vorgelegt.
ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher: „Unmittelbar nach meinem Amtsantritt habe ich eine schnelle Überprüfung der erhobenen Vorwürfe angekündigt. Ich bedanke mich bei Roland Weißmann für seinen Einsatz und seine langjährigen Leistungen für den ORF. Aber um das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in die Programme des ORF abzusichern, ist eine rasche und konsequente Aufarbeitung der offenen Compliance- und Governance-Themen von großer Bedeutung. Die ORF-Geschäftsführung wird dies gemeinsam mit den Expertinnen und Experten des Hauses sowie des ORF-Transparenz-Beirats zügig umsetzen!“