Am 22. Dezember 2025 verkündete die Österreichische Staatsdruckerei (OeSD) einen bedeutenden Erfolg: Ihre Digitaltochter youniqx Identity hat gemeinsam mit Partnerunternehmen die europaweite Ausschreibung für den Aufbau der Infrastruktur der deutschen EU Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) gewonne
Am 22. Dezember 2025 verkündete die Österreichische Staatsdruckerei (OeSD) einen bedeutenden Erfolg: Ihre Digitaltochter youniqx Identity hat gemeinsam mit Partnerunternehmen die europaweite Ausschreibung für den Aufbau der Infrastruktur der deutschen EU Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) gewonnen. Diese Entwicklung markiert einen weiteren Meilenstein in der digitalen Transformation Europas, wobei Österreich eine zentrale Rolle spielt.
Die EUDI-Wallet ist ein digitales Tool, das es Bürgerinnen und Bürgern der EU ermöglicht, ihre persönliche Identität sicher und datenschutzkonform nachzuweisen. Dies umfasst auch die Anerkennung digitaler Dokumente wie Führerscheine im gesamten EU-Raum. Bis Ende 2026 sollen alle EU-Mitgliedsstaaten eine nationale Version dieser Wallet bereitstellen, wie es die EU-Vorgaben vorsehen.
Die Idee der digitalen Identität ist nicht neu. Bereits 2015 präsentierte die OeSD einen ersten Prototypen einer digitalen Identitäts-App. Seit 2017 bündelt die OeSD-Gruppe ihr Know-how in der youniqx Identity AG, um die Entwicklung sicherer digitaler Identitätslösungen voranzutreiben. Diese langjährige Erfahrung hat youniqx nun geholfen, als führendes Unternehmen die Ausschreibung in Deutschland zu gewinnen.
Während Österreich mit der OeSD und youniqx eine Vorreiterrolle einnimmt, verfolgen auch andere Länder ähnliche Ansätze. In Deutschland wird die EUDI-Wallet von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) gefördert. In der Schweiz wird ebenfalls an digitalen Identitätslösungen gearbeitet, jedoch unabhängig von der EU-Initiative. Diese unterschiedlichen Ansätze zeigen, wie variabel die Umsetzung digitaler Identitätslösungen in Europa gestaltet wird.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet die Einführung der EUDI-Wallet mehr Sicherheit und Bequemlichkeit. Beispielsweise können digitale Dokumente wie der Führerschein oder der Personalausweis über die Wallet-App aufgerufen und vorgezeigt werden. Dies erleichtert nicht nur den Alltag, sondern reduziert auch das Risiko von Dokumentenverlusten. Zudem wird der grenzüberschreitende Verkehr innerhalb der EU vereinfacht, da die digitalen Identitätsnachweise überall anerkannt werden.
Statistiken zeigen, dass die Nachfrage nach sicheren digitalen Identitätslösungen stetig steigt. Laut einer Studie der Europäischen Kommission wird erwartet, dass bis 2030 mehr als 80% der EU-Bürgerinnen und Bürger regelmäßig digitale Identitätsdienste nutzen werden. Diese Prognose unterstreicht die Relevanz und das Potenzial der EUDI-Wallet.
Die Zukunft der digitalen Identität in Europa sieht vielversprechend aus. Mit der Einführung der EUDI-Wallet wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer vernetzten und digitalisierten Gesellschaft gemacht. Experten prognostizieren, dass in den kommenden Jahren weitere digitale Dokumente in die Wallet integriert werden könnten, was die Nutzungsmöglichkeiten erheblich erweitern würde. Zudem könnten neue Sicherheitsstandards entwickelt werden, um den Schutz der persönlichen Daten weiter zu erhöhen.
Die erfolgreiche Ausschreibung der OeSD und youniqx Identity für die EUDI-Wallet in Deutschland ist ein Beweis für die Innovationskraft und das Know-how Österreichs im Bereich der digitalen Identität. Diese Entwicklung hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir unsere Identität nachweisen, grundlegend zu verändern. Bürgerinnen und Bürger können gespannt sein, welche weiteren Fortschritte die Digitalisierung in den kommenden Jahren bringen wird. Für weiterführende Informationen zur EUDI-Wallet und digitalen Identität besuchen Sie bitte die offizielle Pressemitteilung.