Österreich startet mit einem beeindruckenden Schwung ins Jahr 2026: Der gemeinnützige Stiftungssektor verzeichnete 2025 einen Rekord bei Neugründungen. Mit 20 neu gegründeten Stiftungen in einem Jahr zeigt sich eine bemerkenswerte Dynamik, die vor allem in der ersten Jahreshälfte zu beobachten war.
Österreich startet mit einem beeindruckenden Schwung ins Jahr 2026: Der gemeinnützige Stiftungssektor verzeichnete 2025 einen Rekord bei Neugründungen. Mit 20 neu gegründeten Stiftungen in einem Jahr zeigt sich eine bemerkenswerte Dynamik, die vor allem in der ersten Jahreshälfte zu beobachten war. Ein starkes Signal für ein wachsendes Interesse an gesellschaftlichem Engagement, das auch 2026 mit der ersten neuen Stiftungseintragung am 3. Januar vielversprechend beginnt.
Mit einem Zuwachs von 2,1 % liegt Österreich im DACHLI-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein) bei der Anzahl gemeinnütziger Stiftungen zwar noch am unteren Ende, doch die Entwicklung zeigt klar nach oben. Ein modernes Stiftungsrecht, das vor zehn Jahren eingeführt wurde, bildet die Grundlage für diesen Aufschwung und stellt den Stiftungssektor vor neue Herausforderungen und Chancen.
Dr. Günther Lutschinger, geschäftsführender Vorstand des Verbandes für gemeinnütziges Stiften (VgS), sieht in der vergleichsweise geringen Stiftungsdichte einen Ansporn, den Sektor weiter zu begleiten und zu fördern. Derzeit sind von rund 3.600 Stiftungen und Fonds in Österreich etwa 950 gemeinnützig tätig. Diese Zahl verdeutlicht das Potenzial, das in der Förderung gemeinnütziger Anliegen steckt.
Eine Umfrage des Instituts Public Opinion zeigt, dass 49 % der Österreicherinnen und Österreicher ab 16 Jahren gemeinnützige Stiftungen positiv wahrnehmen. Nur 11 % verbinden ein negatives Image damit. Besonders Personen mit höherem Bildungsabschluss bewerten die Rolle der Stiftungen zu 55 % positiv. Diese Zahlen spiegeln ein breites Vertrauen in die Stiftungen wider und unterstreichen deren Bedeutung für das Gemeinwohl.
Die Erwartungen an die Stiftungen sind klar: 59 % der Befragten sehen den größten Bedarf im Bereich Soziales, Armutsbekämpfung und Lebenshilfe. Weitere wichtige Bereiche sind die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen (35 %) sowie Umwelt- und Tierschutz (33 %). Diese Erwartungen zeigen, dass Stiftungen als wichtige Akteure im sozialen und ökologischen Bereich wahrgenommen werden.
Der finanzielle Beitrag der gemeinnützigen Stiftungen ist beachtlich: Für 2026 erwartet der VgS Ausschüttungen von rund 130 Millionen Euro. Diese Mittel fließen in Bildungsgerechtigkeit, Grundlagenforschung, innovative Sozialprojekte sowie Kunst und Kultur. Sie machen etwa 12 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich aus. Im Gegensatz zu gemeinnützigen Vereinen, die nur begrenzte Rücklagen bilden dürfen, können Stiftungen durch die Verwaltung ihres Vermögens langfristige Projektfinanzierungen sichern.
Im europäischen Kontext sind Stiftungen eine tragende Säule des Gemeinwohls. Laut der Studie „The Fabric of Giving“ des europäischen Dachverbands PHILEA werden europaweit jährlich rund 76 Milliarden Euro ausgeschüttet. Diese Zahlen verdeutlichen die immense Bedeutung der Stiftungen für die Gesellschaft.
Der österreichische Stiftungssektor steht vor spannenden Zeiten. Die positive Entwicklung ist ein klarer Auftrag, das Wachstum weiter voranzutreiben und den Sektor zu stärken. Mehr Transparenz, Sichtbarkeit und Austausch mit der Öffentlichkeit sind entscheidend, um das Wissen über gemeinnütziges Stiften zu erweitern. Die Herausforderungen liegen darin, die Stiftungsdichte zu erhöhen und die gesellschaftliche Wirkung zu maximieren.
Österreich hat das Potenzial, sich im internationalen Vergleich weiter zu verbessern. Der Anstieg der Neugründungen und das wachsende Vertrauen in die Stiftungen sind vielversprechende Zeichen für die Zukunft. Der Weg zu einem noch stärkeren gemeinnützigen Sektor ist geebnet, und die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die positiven Entwicklungen zu festigen und auszubauen.
Durch die Förderung von Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur leisten Stiftungen einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Sie sind Motoren des Fortschritts und tragen dazu bei, soziale Ungleichheiten abzubauen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Der österreichische Stiftungssektor ist bereit, diese Herausforderungen anzunehmen und weiter zu wachsen.
Der Start ins Jahr 2026 zeigt: Der gemeinnützige Stiftungssektor in Österreich ist auf einem guten Weg. Mit wachsendem Vertrauen und steigenden Neugründungen wird der Sektor zu einem wichtigen Akteur im gesellschaftlichen Engagement. Die kommenden Jahre bieten die Chance, die Stiftungslandschaft weiter zu stärken und ihre Wirkung zu maximieren. Für alle, die sich für gemeinnütziges Engagement interessieren, bleibt die Entwicklung spannend und vielversprechend.
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