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Wirtschaft

Österreichs Insolvenzen stabilisieren sich - Spanien als EU-Motor

A.C.I.C. Analyse zeigt abgeflachten Anstieg bei heimischen Firmenpleiten

24. März 2026
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Neue Daten zeigen: Österreichs Insolvenzwachstum beruhigt sich 2025 deutlich. Spanien überzeugt als EU-Wirtschaftsmotor, Metallbranche erholt sich.

Die österreichische Insolvenzlandschaft zeigt Zeichen der Stabilisierung. Nach Jahren rasanten Anstiegs haben sich die Firmenpleiten in Österreich 2025 deutlich beruhigt. Das zeigt die aktuelle Analyse des Austrian Credit Insurance Counsel (A.C.I.C.), das viermal jährlich die heimischen Insolvenzzahlen sowie Risikobewertungen für 18 Branchen in 27 Ländern untersucht.

Moderate Entwicklung bei österreichischen Insolvenzen

Im vierten Quartal 2025 stiegen die österreichischen Insolvenzen moderat an, nachdem sie in den beiden Vorquartalen rückläufig waren. Der Jahresvergleich zeigt: Das Wachstum der Insolvenzen hat sich 2025 gegenüber den Vorjahren 2023 und 2024 deutlich abgeflacht.

Der rasante Anstieg in den Jahren 2023 und 2024 wird im Bericht als Reaktion auf den pandemiebedingten historischen Tiefstand beschrieben (Aufholeffekt). Gemäß A.C.I.C.-Prognosen wird sich der pandemiebedingte Rückstau bis Mitte 2026 weitgehend bereinigen.

Gemischte Signale aus Europa

Die aktuelle Sector Grade-Analyse zeigt ein differenziertes Bild der europäischen Wirtschaftsentwicklung. Insgesamt verzeichnet die Studie 60 positive und 69 negative Trendentwicklungen. Besonders positiv stechen Mexiko und Spanien hervor, während Italien und Deutschland die meisten negativen Trends aufweisen.

Spanien als europäischer Wirtschaftsmotor

Im zweiten Halbjahr 2025 zeigt Spanien starke wirtschaftliche Dynamik. Im OTS werden als maßgebliche Faktoren Tourismus, internationale Vernetzung sowie staatliche Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit genannt.

Metallbranche zeigt erste Erholungszeichen

Im Bericht wird eine wesentliche Erholung der Metallbranche im Vergleich zu den Vorquartalen erwähnt; erstmals seit beinahe eineinhalb Jahren verbessert sich die Branchenbewertung wieder. Gleichzeitig nennt der OTS Belastungsfaktoren wie sinkende Nachfrage aus China und eine Abkühlung der Bauindustrie sowie eingeführte US-Zölle 2025.

Der OTS thematisiert außerdem die Rolle der grünen Transformation für die Metallindustrie, etwa durch steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien, sowie die Bedeutung der Reduktion des CO₂-Fußabdrucks und einer strombasierten Produktion.

Dienstleistungsbranche

Der OTS berichtet, dass sich die Branchenbewertung der Dienstleistungsbranche verschlechtert.

Methodik und Datengrundlage

Die A.C.I.C. Insolvenzstatistik basiert auf Daten der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und des KSV 1870, die zusammengetragen, analysiert und visualisiert wurden. Erfasst werden die Insolvenzentwicklungen aller aktiven Unternehmen sowie jener Unternehmen, die nicht zu den protokollierten Einzelunternehmen zählen. Drei wesentliche Werte wurden ermittelt: der Index der Unternehmensanzahlen, der Index der Insolvenzzahlen sowie die Insolvenzquote.

Der A.C.I.C. Sector Grade fasst die Risikobewertungen für 18 Branchen/-gruppen in 27 Ländern dreier Kreditversicherer zusammen und bereitet diese auf. Quartalsvergleiche und Trendentwicklungen einzelner Branchen in verschiedenen Ländern werden im OTS dargestellt.

Über das Austrian Credit Insurance Counsel

Das Austrian Credit Insurance Counsel (A.C.I.C.) ist eine Spezialmaklergesellschaft für Kreditversicherungen. Im OTS heißt es, das Unternehmen wurde 2009 von Peter Androsch gegründet. Der Gesamtmarkt gemessen an Prämieneinnahmen der Kreditversicherer bewegt sich in Österreich bei rund 140 Millionen Ꞓ pro Jahr; rund 6000 Unternehmen sind einer Schätzung zufolge versichert. A.C.I.C. ist unter anderem Repräsentant der AU Group in Österreich. Quellen und vollständige Statistiken werden im OTS als Downloadlinks bereitgestellt.

Schlagworte

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