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Österreichs Heizbranche fordert 500 Millionen Euro Förderung

23. März 2026
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Die österreichische Wärmebranche fordert in einem offenen Brief, die Fördermittel für den Kesseltausch dauerhaft auf mindestens 500 Millionen Euro jährlich abzusichern, um den Ersatz fossiler Heizsysteme zu beschleunigen.

Die Branche erneuerbarer Heizungstechnologien appelliert in einem offenen Brief an die Bundesregierung, die langfristig zugesagten Fördermittel für den Heizkesseltausch verbindlich im Doppelbudget 2027/2028 zu fixieren und dauerhaft abzusichern. Gefordert wird ein Budget für den Kesseltausch in Höhe von zumindest 500 Millionen Euro jährlich.

Marktentwicklung und Zielvorgabe für Heizungstausch

Die Branche berichtet von massiven Absatzrückgängen bei erneuerbaren Heizsystemen im Jahr 2025 zwischen 20 und 35 Prozent; gleichzeitig sei der Absatz fossiler Heizkessel 2025 um etwa zehn Prozent auf rund 33.000 Stück gestiegen. Um den Erdgas- und Erdölausstieg möglichst effektiv und kosteneffizient zu erreichen, müssten laut Branche jährlich zumindest 60.000 fossile Heizsysteme durch Wärmepumpen und Biomassekessel ersetzt werden. Eine vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus beauftragte Studie (Prognose Juli 2025) nennt den Kesseltausch als eine effiziente und kostengünstige Möglichkeit, um Klimaschutzverpflichtungen zu erfüllen.

Importabhängigkeit und Budgeteffekte

Die Branche verweist darauf, dass noch viele Haushalte mit Erdgas und Heizöl heizen und dass dadurch Zahlungen an Erdöl- und Erdgas-Förderstaaten anfallen. Gefordert wird eine klare budgetäre Trennung zwischen thermischer Sanierung und Heizungstausch, um Planungssicherheit in beiden Bereichen zu gewährleisten. Zudem argumentieren die Branchenvertreter, dass Förderungen positive Effekte auf das Budget haben können, weil durch Produktion und Installation von Anlagen Steuern und Lohnabgaben erzeugt werden.

Appell an die Politik

Die Branchenvertreter warnen vor einem weiteren "Stop-and-Go" in der Förderpolitik, das Investitionen und Vertrauen gefährdet, und fordern verbindliche Budgetzusagen über mehrere Jahre sowie Maßnahmen, die Planungssicherheit für Betriebe und Haushalte schaffen. Als Branchenvertreter bieten sie einen konstruktiven Austausch an.

In ihrem Schreiben heißt es abschließend: "Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Installateur, investieren Sie in eine Wärmepumpe und sichern Sie sich damit Unabhängigkeit und langfristige Leistbarkeit" (Zitat aus dem offenen Brief).

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