Ein Meilenstein für die europäische Filmlandschaft: Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) hat auf der Diagonale – Festival des österreichischen Films den europaweit ersten Green Filming Report einer Filmförderstelle präsentiert.
Ein Meilenstein für die europäische Filmlandschaft: Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) hat auf der Diagonale – Festival des österreichischen Films den europaweit ersten Green Filming Report einer Filmförderstelle vorgestellt. Die umfassende Analyse von Förderdaten zwischen 2021 und 2025 belegt, dass nachhaltiges Produzieren in Österreich weit verbreitet ist. Der barrierefreie und zweisprachige Report ist ab 18.03.2026 auf der Website des ÖFI abrufbar.
Bereits 82,4 Prozent der zwischen 2021 und 2025 vom ÖFI geförderten Kinofilmproduktionen – insgesamt 169 Filme – wurden nach verbindlichen Nachhaltigkeitskriterien und -regelungen umgesetzt. Seit 2026 sind Green Filming Standards Voraussetzung für alle Förderungen des ÖFI.
Der Bericht stellt fest, dass grünes Produzieren nur geringe Mehrkosten verursacht. Bei Spielfilmproduktionen liegen diese durchschnittlich bei rund 0,5 Prozent der Gesamtherstellungskosten und entstehen überwiegend im Personalbereich.
Die Analyse identifiziert die größten Emissionstreiber innerhalb der Filmproduktion. Den größten Anteil verursachen Reise- und Transportaktivitäten, gefolgt von Energieverbrauch, Materialeinsatz und Catering.
Roland Teichmann, Direktor des Österreichischen Filminstitutes, betont die Rolle Österreichs: "Grünes Produzieren ist seit 2019 ein Standard für uns, der selbstverständlich ist. Das macht uns nicht nur zu einem Vorreiter in Sachen ökologisch nachhaltiger Produktion, sondern auch zu einem Role Model für viele andere Länder in Europa."
Grundlage des Reports ist ein digitales, erweiterbares Monitoring-Tool, das erstmals eine transparente und systematische Erfassung nachhaltiger Maßnahmen ermöglicht und damit eine belastbare Datengrundlage für die klimabewusste Weiterentwicklung der österreichischen Kinofilmproduktion schafft.