Runder Tisch zieht Bilanz; Kampagne, Novelle und Studien als Grundlage für Taskforce
Beim zweiten Runden Tisch bewertete Umweltminister Totschnig die bisher umgesetzten Maßnahmen gegen Batteriebrände; Kampagne, Rücknahmepflicht und Studien vorgestellt.
Immer mehr Lithium-Batterien im Alltag erhöhen laut Aussendung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) die Herausforderungen für die Abfallwirtschaft. Unsachgemäß entsorgte Akkus würden zunehmend Brände in Sammelfahrzeugen und Behandlungsanlagen verursachen. Umweltminister Norbert Totschnig hatte deshalb bereits im September 2025 Vertreter aus Abfallwirtschaft, Handel, Herstellerorganisationen, Wissenschaft und Verwaltung an einen Tisch gebracht; beim zweiten Runden Tisch wurde nun Bilanz gezogen.
Beim heutigen Treffen wurden nach Angaben des Ministeriums Fortschritte bewertet, eine Studie zur Erhöhung der Sammelquote vorgestellt und weitere Maßnahmen zur Vermeidung von Batteriebränden beraten. Der Minister kündigte die Bildung einer Taskforce und die Ausarbeitung der konkreten Ausgestaltung eines möglichen Pilotprojekts für die Rücknahme von Lithiumbatterien an.
Nach Angaben des BMLUK fand ein zweiter Runder Tisch statt, um die seit dem ersten Treffen gesetzten Maßnahmen zu bewerten und nächste Schritte zu beraten. Umweltminister Norbert Totschnig wird in der Aussendung mit den Worten zitiert: "Beim ersten Runden Tisch haben wir vereinbart, rasch vom Reden ins Handeln zu kommen. Genau das ist gelungen. Gemeinsam mit allen beteiligten Partnern konnten wir innerhalb weniger Monate erste wirksame Maßnahmen umsetzen. Heute ziehen wir Bilanz und arbeiten bereits an den nächsten Schritten, um Batteriebrände nachhaltig zu verhindern. Die heute vorgestellten Studien liefern eine wertvolle Grundlage für die weitere Arbeit. Deshalb wollen wir die noch offenen fachlichen, rechtlichen und praktischen Fragen gemeinsam mit der Abfallwirtschaft, dem Handel und den Herstellern in einer gemeinsamen Taskforce vertiefen. Außerdem möchten wir die konkrete Ausgestaltung eines möglichen Pilotprojekts für eine sichere und effiziente Rücknahme von Lithiumbatterien erarbeiten."
Die Aussendung nennt als Ziel, die noch offenen fachlichen, rechtlichen und praktischen Fragen in der geplanten Taskforce zu vertiefen. Außerdem soll anhand der Ergebnisse die konkrete Ausgestaltung eines möglichen Pilotprojekts für eine sichere und effiziente Rücknahme von Lithiumbatterien erarbeitet werden.
Das Ministerium listet mehrere Vorhaben, die seit dem ersten Runden Tisch umgesetzt oder auf den Weg gebracht wurden. Die genannten Maßnahmen umfassen Informationsarbeit, gesetzliche Änderungen, europäische Initiativen und Produktverbote. Konkret werden folgende Punkte genannt:
Die Fortsetzung der Informationskampagne „Her mit Leer“ wird in der Aussendung als ein wesentlicher Baustein des Maßnahmenpakets bezeichnet. Seit April 2026 lief die Kampagne mit erweitertem Fokus, wobei neben der richtigen Sammlung von Altbatterien insbesondere die Brandgefahr falsch entsorgter Lithium-Batterien im Mittelpunkt steht. Die Kampagne wird demnach gemeinsam vom Umweltministerium, der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK) und zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft getragen.
Valentin Opfermann, Geschäftsführer der EAK, wird in der Aussendung wie folgt zitiert: "Die Zahlen zeigen, dass Bewusstseinsbildung wirkt: Die über unsere 'Her mit Leer'-Sammelboxen im Handel erfasste Batteriemenge ist von rund 484 Tonnen im Jahr 2021 auf rund 844 Tonnen im Jahr 2025 gestiegen – ein Plus von rund 75 Prozent. Seit dem ersten Runden Tisch haben wir gemeinsam viel erreicht: Die Kampagne wurde ausgebaut, wir haben das Thema mit einer Pressekonferenz und einem Brandversuch in die Öffentlichkeit getragen und erreichen die Menschen nun noch gezielter in ihrem Alltag. Gleichzeitig sehen wir, dass der Handlungsbedarf weiter wächst. Deshalb braucht es weiterhin eine starke österreichweite Kommunikation sowie einfach zugängliche Sammelmöglichkeiten. Freiwillige und wirksame Lösungen müssen dabei Vorrang vor verpflichtenden Maßnahmen haben."
Beim zweiten Runden Tisch wurden laut Aussendung zwei aktuelle Studien des Verbandes Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB) präsentiert: eine Untersuchung zu möglichen finanziellen Anreizsystemen zur Steigerung der Sammelquote von Lithium-Batterien sowie ein Brandereignismonitoring zur besseren Analyse der Ursachen und Risiken von Batteriebränden. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die weitere Diskussion mit allen beteiligten Branchen über praktikable und EU-rechtskonforme Lösungen dienen.
Gabriele Jüly, Präsidentin des VÖEB, wird in der Mitteilung zitiert: "Jede Woche brennt es wegen falsch entsorgter Lithiumbatterien, sowohl in Betrieben der Abfallwirtschaft als auch in privaten Haushalten. Die heute vorgestellten Analysen haben gezeigt: Ein finanzieller Anreiz – in der Höhe von 50 Cent bis 50 Euro, je nach Batteriegröße – würde dazu führen, dass viel mehr Lithiumbatterien korrekt entsorgt werden. Damit verhindern wir nicht nur Brände, sondern auch wirtschaftliche Folgeschäden in der Höhe von 480 Millionen Euro. Wir begrüßen, dass Bundesminister Norbert Totschnig heute den Startschuss für die Taskforce für die Umsetzung weitere Maßnahmen gesetzt hat."
Als Lithium-Batterien werden in der Regel wiederaufladbare oder nicht wiederaufladbare Batterien mit Lithiumchemie bezeichnet. In der Aussendung werden diese Batterien als zunehmend zahlreich im Alltag und als Ursache für Brände in Sammelfahrzeugen und Behandlungsanlagen genannt.
Die EAK wird in der Mitteilung als Mitträgerin der Kampagne „Her mit Leer“ genannt. In der Aussendung erklärt der EAK-Geschäftsführer Valentin Opfermann Sammelzahlen und den Beitrag der Kampagne zur Erhöhung der zurückgesammelten Batteriemengen.
Die Novelle der Elektroaltgeräteverordnung wird in der Aussendung als Instrument genannt, um die Rücknahme sehr kleiner Geräte mit Batterien auszuweiten. Dort heißt es, die Rücknahmepflicht gelte künftig bereits für Verkaufsflächen ab 25 m² und ermögliche die Rückgabe ohne Neukauf.
Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB) hat laut Aussendung zwei Studien erstellt: eine Untersuchung zu finanziellen Anreizen und ein Brandereignismonitoring zur Analyse von Ursachen und Risiken. Die Studien wurden beim Runden Tisch vorgestellt und sollen Grundlage für weitere Maßnahmen sein.
Die Aussendung nennt die Einrichtung einer gemeinsamen Taskforce, um offene fachliche, rechtliche und praktische Fragen zu vertiefen. Außerdem soll in Folge eines möglichen Pilotprojekts die konkrete Ausgestaltung einer sicheren und effizienten Rücknahme von Lithiumbatterien erarbeitet werden. Weitere Inhalte, Teilnehmer oder zeitliche Details zu Taskforce und Pilotprojekt werden in der Mitteilung nicht genannt.
Die Mitteilung nennt, dass immer mehr Lithium-Batterien im Alltag vorkommen und dass unsachgemäß entsorgte Akkus zunehmend Brände in Sammelfahrzeugen und Behandlungsanlagen verursachen. Aus dieser Entwicklung heraus wurden Vertreter aus relevanten Bereichen bereits im September 2025 erstmals zusammengebracht, um Maßnahmen zu beraten.
In der Aussendung werden mehrere Maßnahmen aufgezählt: die Verstärkung der Kampagne „Her mit Leer“ seit April 2026 mit Verdoppelung der Mittel für drei Jahre; die Novelle der Elektroaltgeräteverordnung mit erweiterter Rücknahmepflicht ab Verkaufsflächen von 25 m²; das Einbringen des Themas auf EU-Ebene sowie das angekündigte Verbot von Einweg-E-Zigaretten ab Ende 2026.
Valentin Opfermann von der EAK wird zitiert, dass die über die 'Her mit Leer'-Sammelboxen im Handel erfasste Batteriemenge von rund 484 Tonnen im Jahr 2021 auf rund 844 Tonnen im Jahr 2025 gestiegen sei – ein Plus von rund 75 Prozent. Die Kampagne wurde demnach ausgeweitet und soll weiterhin für bundesweite Kommunikation und leicht zugängliche Sammelmöglichkeiten sorgen.
Vorgestellt wurden laut Mitteilung zwei Studien des VÖEB: eine Untersuchung zu möglichen finanziellen Anreizsystemen zur Steigerung der Sammelquote von Lithium-Batterien und ein Brandereignismonitoring zur besseren Analyse der Ursachen und Risiken von Batteriebränden. Die Studien sollen als Grundlage für weitere Diskussionen über praktikable und EU-rechtskonforme Lösungen dienen.
Die VÖEB-Präsidentin Gabriele Jüly wird mit der Aussage zitiert, ein finanzieller Anreiz in der Höhe von 50 Cent bis 50 Euro, je nach Batteriegröße, würde dazu führen, dass mehr Lithiumbatterien korrekt entsorgt werden. In der Mitteilung wird zudem eine Summe wirtschaftlicher Folgeschäden in der Höhe von 480 Millionen Euro genannt.
Die Aussendung nennt, dass Einweg-E-Zigaretten wegen ihrer fest verbauten Lithium-Batterien zunehmend Brände in der Abfallwirtschaft verursachen und dass ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten ab Ende 2026 geplant ist, wodurch dieses Produkt vom Markt genommen wird.
Quelle: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).
Kontakt laut Aussendung: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft; Telefon: +43 1 71100 DW 606747; E-Mail: presse[at]bmluk.gv.at; Website: https://www.bmluk.gv.at/