Am 5. Januar 2026 veröffentlichte der ÖAMTC eine Pressemitteilung, die für viele Autofahrer in Österreich von großem Interesse sein dürfte. Die Spritpreise, die im November 2025 stark angestiegen waren, sind im Dezember wieder gesunken. Diesel war um sieben Cent günstiger und kostete durchschnittlic
Am 5. Januar 2026 veröffentlichte der ÖAMTC eine Pressemitteilung, die für viele Autofahrer in Österreich von großem Interesse sein dürfte. Die Spritpreise, die im November 2025 stark angestiegen waren, sind im Dezember wieder gesunken. Diesel war um sieben Cent günstiger und kostete durchschnittlich 1,507 Euro pro Liter, während Super mit 1,472 Euro pro Liter den Jahrestiefststand erreichte. Doch trotz dieser erfreulichen Entwicklung bleibt die Frage, warum die Preise nicht noch weiter gesunken sind, angesichts eines 28-prozentigen Rückgangs der Rohölpreise im gleichen Zeitraum.
In den letzten Jahren haben sich die Spritpreise in Österreich als äußerst volatil erwiesen. Historisch betrachtet, waren die Preise stark von internationalen Rohölpreisen abhängig, doch seit einiger Zeit beobachten Experten eine Entkopplung dieser beiden Faktoren. Dies bedeutet, dass selbst wenn die Rohölpreise sinken, die Preise an den Zapfsäulen nicht im gleichen Maße nachziehen. Diese Entwicklung wird oft auf die internationalen Notierungen für Fertigprodukte zurückgeführt, die von der Mineralölindustrie als Begründung herangezogen werden.
Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass auch in Deutschland und der Schweiz ähnliche Entwicklungen zu beobachten sind. In Deutschland hat das Bundeskartellamt im Februar 2025 festgestellt, dass die Notierungen für Fertigprodukte die Gefahr einer Preisabsprache begünstigen könnten. In der Schweiz sind die Preise ebenfalls hoch, jedoch gibt es dort weniger steuerliche Belastungen, was die Preise etwas stabiler hält.
Für die österreichischen Konsumenten bedeutet die aktuelle Preissituation, dass sie trotz eines Rückgangs der Rohölpreise weiterhin hohe Kosten beim Tanken haben. Dies wirkt sich nicht nur auf den Geldbeutel aus, sondern auch auf das Konsumverhalten. Viele Autofahrer sind gezwungen, ihre Fahrgewohnheiten anzupassen oder nach alternativen Transportmöglichkeiten zu suchen. Der ÖAMTC rät den Konsumenten, die Preise online oder über mobile Apps zu vergleichen, um gezielt günstigere Anbieter zu finden.
Derzeit fließen mehr als 50 Prozent der Tankrechnung in das allgemeine Staatsbudget, hauptsächlich durch die Umsatz- und Mineralölsteuer sowie die CO2-Bepreisung. Diese Steuern und Abgaben belaufen sich auf etwa 80 Cent pro Liter. Im Vergleich zum Jahreswechsel 2024/25 sind die Spritpreise nur um etwa elf Prozent gesunken, obwohl die Ölpreise um 28 Prozent gefallen sind.
Der ÖAMTC begrüßt den Vorstoß des Finanzministers, die Tankpreise genauer untersuchen zu lassen. Es wird erwartet, dass die österreichische und europäische Politik Maßnahmen ergreifen, um die Preisgestaltung transparenter zu gestalten und mögliche Preisabsprachen zu verhindern. Die Verlängerung der Spritpreisverordnung, die Preiserhöhungen nur einmal täglich erlaubt, könnte dabei helfen, zumindest kurzfristig für Preisstabilität zu sorgen.
In Zukunft könnte auch die Förderung alternativer Antriebe und der Ausbau der Elektromobilität dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und damit langfristig die Spritpreise zu stabilisieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Spritpreise in Österreich trotz eines Rückgangs der Rohölpreise weiterhin hoch bleiben. Die aktuelle Situation erfordert sowohl von der Politik als auch von den Konsumenten ein Umdenken. Autofahrer sollten die Möglichkeiten der Preisvergleiche nutzen, um Kosten zu sparen. Gleichzeitig ist die Politik gefordert, für mehr Transparenz und Fairness in der Preisgestaltung zu sorgen. Weitere Informationen und Tipps zum Thema Tanken finden Interessierte auf der Website des ÖAMTC.