Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz in Österreich nimmt konkrete Formen an: An der University of Applied Sciences St. Pölten wurde ein neues KI-Reallabor eröffnet, das...
Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz in Österreich nimmt konkrete Formen an: An der University of Applied Sciences St. Pölten wurde ein neues KI-Reallabor eröffnet, das die Entwicklung und Erforschung von Künstlicher Intelligenz unter realitätsnahen Bedingungen ermöglicht. Das Land Niederösterreich investiert 6,35 Millionen Euro in einen umfassenden KI-Forschungsschwerpunkt.
Ein KI-Reallabor ist eine Forschungseinrichtung, die es ermöglicht, KI-Anwendungen unter kontrollierten, realitätsnahen Bedingungen zu entwickeln und zu testen. Ziel ist die Förderung von Forschung, Entwicklung und praxisnaher Erprobung von KI-Methoden.
Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte bei der Eröffnung die Bedeutung von Kompetenzen im Umgang mit KI. Er verwies auf die Investitionen des Landes in den Forschungsschwerpunkt sowie auf die Rolle des KI-Labors in St. Pölten, das mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro genannt wurde. Im Rahmen des Schwerpunktes sind über 20 Studiengänge mit KI-Bezug und zwei Stiftungsprofessuren zu den Themen Gesundheit und Landwirtschaft vorgesehen sowie neue Forschungsförderungen.
Eine Studie, so Pernkopf, zeige, dass etwa 80 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher Erfahrungen mit KI gemacht haben, während nur rund 20 Prozent ihre Kenntnisse als gut einschätzen. Pernkopf betonte deshalb die Bedeutung des Aufbaus von Kompetenzen.
USTP-Geschäftsführer Professor Johann Haag nannte Zahlen zur Forschungstätigkeit an der Hochschule: Derzeit liefen an der USTP 154 Projekte, davon 25 mit einem Bezug zu KI oder maschinellem Lernen. Die Einnahmen aus diesen Projekten mit KI-Bezug belaufen sich auf knapp über 7,5 Millionen Euro. Mehr als 60 Forscherinnen und Forscher arbeiten derzeit an KI-Projekten. Die USTP baut zudem eine groß angelegte Rechen- und Speicherinfrastruktur auf, die ebenfalls vom Land Niederösterreich finanziert werde.
Professorin Marlies Temper, Leiterin der Studiengänge Data Intelligence (MA) und Data Science and Artificial Intelligence (BA) an der USTP, erklärte, dass das KI-Reallabor Räumlichkeiten, Services und Infrastruktur bereitstelle und auch Tests gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ohne umfassende IT-Kenntnisse ermögliche. Das Labor sei ein offener Ort für Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft, um KI erlebbar zu machen.
Neben dem Labor baut die USTP eine Rechen- und Speicherinfrastruktur auf, die vom Land Niederösterreich finanziert wird. Forschende der USTP erhielten unter anderem den Wissenschaftspreis des Landes Niederösterreich 2025, den Preis "Digitaler Humanismus in der Praxis" 2026 sowie in früheren Jahren den NÖ Innovationpreis und den eAward.
Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, Telefon +43 2742 9005 – 12704, Mobiltelefon +43 676 812 15283, E-Mail [email protected], bzw. Fachhochschule St. Pölten, Mag. Mark Hammer, Telefon +43 (0) 2742 313 228 - 269, Handy +43 (0) 676 847 228 269, E-Mail [email protected], www.ustp.at