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Neuer Innenhof im PBZ Berndorf macht Alltag lebenswerter

22. Mai 2026
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Am 22. Mai 2026 wurde im Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Berndorf der neu gestaltete Innenhof feierlich eröffnet. Die Veranstaltung, zu der zahlreiche Ehrengäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeit...

Am 22. Mai 2026 wurde im Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Berndorf der neu gestaltete Innenhof feierlich eröffnet. Die Veranstaltung, zu der zahlreiche Ehrengäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewohnerinnen und Bewohner zusammenkamen, markiert einen sichtbaren Schritt hin zu mehr Aufenthaltsqualität und Barrierearmut in einer Einrichtung, die seit 1998 Teil der Thermenregion ist. Für Niederösterreich ist das Projekt lokal relevant: Es zeigt, wie Investitionen in Außenräume konkret die Lebensqualität von Menschen in Betreuungseinrichtungen verbessern können.

Neuer Innenhof PBZ Berndorf: Begegnung, Bewegung, Schutz

Der neu gestaltete Innenhof PBZ Berndorf soll künftig als geschützter, barrierearmer Begegnungs- und Bewegungsraum dienen. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betonte, dass solche Projekte nur gelingen, wenn alle Beteiligten Hand in Hand zusammenarbeiten. Auch der Vorstand der NÖ Landesgesundheitsagentur, Gerhard Dafert, hob hervor, dass der Zugang ins Freie für viele Bewohnerinnen und Bewohner ein Stück Freiheit bedeutet. Die Planung setzte gezielt dort an, wo Alltagserfahrungen sichtbar werden: Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den täglichen Bedarf kennen.

Wesentliche Neuerungen auf einen Blick

  • Kleiner Rundweg für sichere Mobilität
  • Zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten
  • Überdachung der Terrasse für wetterunabhängige Nutzung
  • Direkter Zugang aus dem Wohnbereich
  • Erhalt des großen Baumes als natürlicher Schattenspender
  • Windgeschützte Lage für frühe Nutzung im Jahr

Fachbegriffe verständlich erklärt

Barrierearm: Der Begriff beschreibt Maßnahmen und Gestaltungen, die Hindernisse für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen reduzieren. Barrierearm bedeutet nicht zwingend vollständige Stufenlosigkeit wie bei "barrierefrei", sondern praktische Erleichterungen: breitere Wege, rutschsichere Oberflächen, niedrige Schwellen, Sitzmöglichkeiten in kurzen Abständen und gut begehbare Übergänge. Ziel ist eine möglichst selbstbestimmte Nutzung von Räumen durch Menschen mit Gehbeeinträchtigungen, Rollatoren oder Rollstühlen. Im PBZ Berndorf wurde durch einen Rundweg und direkte Zugänge die Zugänglichkeit deutlich erhöht, ohne den vorhandenen Baumbestand oder die Gestaltungsabsicht zu opfern. Eine barrierearme Gestaltung berücksichtigt auch taktile Hinweise und Orientierungspunkte, die gerade für Menschen mit kognitiven Einschränkungen hilfreich sind.

Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ): Ein PBZ ist eine Einrichtung, die Langzeitpflege, Betreuung und teils auch rehabilitative Maßnahmen für ältere Menschen oder Menschen mit Pflegebedarf anbietet. In einem PBZ arbeiten Pflegefachkräfte, Betreuungsmitarbeiterinnen, Therapeutinnen und administrative Kräfte zusammen, um medizinische Versorgung, Alltagsbetreuung und soziale Angebote bereitzustellen. Ziel ist es, medizinische Betreuung mit einem möglichst wohnlichen Umfeld zu verbinden, sodass sich Bewohnerinnen und Bewohner zuhause fühlen. PBZs haben oft Wohnbereiche, Gemeinschaftsräume und Außenbereiche, die speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden. Entscheidendes Merkmal ist die Kombination aus Pflegeleistungen und Betreuungsangeboten, häufig ergänzt durch therapeutische Programme und Aktivitäten zur Förderung von Mobilität und Sozialkontakten.

Selbstbestimmung: Selbstbestimmung in der Pflege bezeichnet das Recht und die Möglichkeit von Personen, Entscheidungen über ihren Alltag, ihre Wohn- und Lebensbedingungen und ihre Versorgung zu treffen. Das umfasst kleine Entscheidungen wie Tagesgestaltung oder Wahl des Aufenthaltsorts sowie größere Entscheidungen zu Behandlungsmaßnahmen. Selbstbestimmung steigert das Wohlbefinden und die Lebensqualität, weil Menschen weiterhin Kontrolle über ihren Alltag ausüben können. Einrichtungen, die Selbstbestimmung fördern, gestalten Räume und Abläufe so flexibel, dass individuelle Wünsche berücksichtigt werden, etwa durch offene Besuchszeiten, Wahlmöglichkeiten bei Aktivitäten oder frei zugängliche Aufenthaltsflächen wie den neuen Innenhof PBZ Berndorf.

Dementielle Erkrankungen: Unter dem Begriff werden verschiedene Krankheitsbilder verstanden, bei denen Gedächtnis, Orientierung und kognitive Fähigkeiten schrittweise verloren gehen. Dazu gehören Alzheimer-Erkrankungen und andere Formen vaskulärer oder gemischter Demenz. Menschen mit dementiellen Erkrankungen brauchen häufig Sicherheit, Orientierungshilfen und geschützte Räume. Gut gestaltete Außenbereiche können therapeutische Effekte haben: Bewegung an der frischen Luft, vertraute Sinneseindrücke und geschützte Rückzugsorte fördern das Wohlbefinden. Gleichzeitig müssen Sicherheitsaspekte wie Zäune, klare Wegeführung und die Nähe zum Personal berücksichtigt werden, um Gefährdungen durch Straßen oder Bahnlinien in der Umgebung zu minimieren.

Aufenthaltsqualität: Aufenthaltsqualität beschreibt, wie angenehm und nutzbar ein Raum für seine Nutzerinnen und Nutzer ist. Faktoren sind Sitzgelegenheiten, Schatten, Schutz vor Wind und Wetter, Sichtachsen, gestaltete Pflanzungen, Barrierefreiheit und soziale Angebote vor Ort. Aufenthaltsqualität entsteht durch eine Kombination aus physischen Bedingungen und Nutzungsmöglichkeiten: Wenn ein Hof nicht nur vorhanden ist, sondern auch regelmäßig mit Aktivitäten, Therapien oder kleinen Familienfeiern bespielt wird, erhöht das die Wahrnehmung als lebendiger Ort. Der neue Innenhof PBZ Berndorf ist so angelegt, dass Aufenthaltsqualität früh im Jahr möglich ist und gleichzeitig Privatsphäre durch eine geschützte Lage geboten wird.

Historische Entwicklung: Vom Haus 1998 zum neu gestalteten Innenhof

Das PBZ Berndorf wurde 1998 eröffnet. Seitdem gab es immer wieder Überlegungen zur Nutzung des Innenhofes – insbesondere, weil die ursprüngliche Wiesenfläche für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen schwer zugänglich war. Über die Jahrzehnte hat sich in der Alten- und Langzeitpflege ein Paradigmenwechsel vollzogen: Weg vom rein medizinisch-organisatorischen Blick, hin zu einem ganzheitlichen Verständnis, das Wohnen, Teilhabe und Lebensqualität betont. Außenbereiche spielen dabei eine neue Rolle – sie sind nicht nur Dekoration, sondern Teil des pflegerischen Angebots.

Die Neugestaltung des Innenhofes in Berndorf ist Ergebnis einer längeren Planungs- und Entwicklungsphase, in der Erfahrung aus dem Alltag eine zentrale Rolle spielte. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden aktiv eingebunden, weil sie die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner am besten kennen. Dieses Vorgehen entspricht aktuellen Qualitätsanforderungen in der stationären Pflege: Nutzerorientierte Planung, Beteiligung von Fachkräften und Bewohnervertretungen sowie die Berücksichtigung von therapeutischen und sozialen Nutzungsmöglichkeiten.

Die Entscheidung, den alten Baumbestand zu erhalten und gleichzeitig einen windgeschützten Rundweg zu schaffen, zeigt, dass moderne Gestaltungslösungen oft Kompromisse sind: Natur und Mobilität werden miteinander verknüpft, ohne den Schutzcharakter des Innenhofes zu verlieren. Damit setzt das PBZ Berndorf ein Beispiel dafür, wie bestehende Bausubstanz ökologisch und sozial verträglich weiterentwickelt werden kann.

Vergleich: Wie andere Bundesländer, Deutschland und die Schweiz vorgehen

In Österreich ist die Gestaltung von Außenbereichen in Pflegeeinrichtungen länderspezifisch organisiert, wobei viele Bundesländer ähnliche Leitlinien verfolgen: Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und partizipative Planung. Bundesländer mit urbaneren Einrichtungen achten verstärkt auf Lärmschutz und Sichtschutz, während ländliche Regionen die Integration in die Landschaft und den Erhalt von Bäumen priorisieren. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz sind die Anforderungen in Österreich regional unterschiedlich, doch es gibt eine gemeinsame Entwicklung: Außenräume werden als therapeutische Räume verstanden.

In Deutschland findet man häufig Projekte, die gezielt kreative Außeninterventionen für Menschen mit Demenz einsetzen, etwa Gartenwege mit Orientierungshilfen oder geruchs- und taktile Pflanzungen. Die Schweiz legt dagegen oft einen starken Fokus auf hochwertige Materialwahl und multifunktionale Außenbereiche, die auch generationsübergreifende Nutzung ermöglichen. Berndorf bewegt sich innerhalb dieses Trends: mit einem geschützten, multifunktionalen Innenhof, der sowohl Sicherheit als auch vielfältige Nutzungen ermöglicht. Entscheidend ist, dass in allen Ländern die aktive Einbindung von Personal und Bewohnervertretungen als Erfolgsfaktor genannt wird.

Bürger-Impact: Konkrete Auswirkungen für Bewohner, Angehörige und Personal

Die Neugestaltung des Innenhofes hat direkte Folgen für die tägliche Lebenswelt der Bewohnerinnen und Bewohner. Für jemanden, der früher nur eingeschränkt das Gelände nutzen konnte, bedeutet ein barrierearmer Rundweg die Möglichkeit, wieder selbstständig kurze Wege zu bewältigen. Für Angehörige bietet ein geschützter Hof Raum für ungestörte Besuche und kleine Familienfeste. Für das Pflegepersonal reduziert sich der organisatorische Aufwand: Aktivitäten wie Spaziergänge oder sitzende Begegnungen können einfacher und sicherer durchgeführt werden.

Konkrete Beispiel-Szenarien:

  • Eine Bewohnerin, die vor der Umgestaltung auf Hilfe angewiesen war, kann nun mit einem Rollator selbst kurze Runden drehen und Begegnungen im Freien erleben. Das fördert Mobilitätserhalt und Wohlbefinden.
  • Eine Gruppe für therapeutische Bewegung kann den windgeschützten Rundweg täglich nutzen – das erhöht die Kontinuität von Angeboten und stärkt die körperliche Aktivität.
  • Angehörige können bei kleinen Festen auf der überdachten Terrasse feiern, ohne die Privatsphäre der anderen Bewohnerinnen und Bewohner zu stören.

Solche Alltagsverbesserungen haben oft indirekte Effekte: Weniger Sturzrisiko, mehr soziale Kontakte, verbesserte Stimmung und langfristig auch positive Effekte auf die Pflegesituation insgesamt. Der Innenhof PBZ Berndorf könnte damit ein katalytischer Ort werden, an dem therapeutische, soziale und familiäre Dimensionen zusammenlaufen.

Zahlen & Fakten – was die Quelle liefert und was sich daraus ableiten lässt

Aus der ursprünglichen Pressemitteilung sind mehrere feste Zahlen verfügbar: Das Haus wurde 1998 eröffnet; die interimistische Leitung des PBZ übernimmt ab 1. Juni Stephan Duursma. Telefon- und Kontaktangaben wurden für Rückfragen übermittelt. Weitere quantifizierbare Daten zu Kosten, Flächengröße oder Nutzerzahlen wurden nicht genannt. Aus den gegebenen Jahresangaben lässt sich jedoch ableiten, dass die Einrichtung seit rund 28 Jahren besteht und sich damit in einer Lebensphase befindet, in der Renovierungen und Anpassungen an moderne Standards regelmäßig anfallen.

Die vorhandenen Fakten lassen sich analytisch wie folgt einordnen: Investitionen in Außenbereiche sind häufig kosteneffizient, weil sie mehrfachen Nutzen haben – für Bewegung, Begegnung und Therapie. Erhaltenswerte Elemente wie große Bäume erhöhen die Aufenthaltsqualität ohne zusätzliche Pflanzkosten, während Überdachungen und barrierearme Wege Investitionen darstellen, die Nutzungszeiten verlängern und Alltagserleichterungen schaffen. Obwohl konkrete Budgets fehlen, weist die Zusammensetzung der Maßnahmen auf eine kluge Priorisierung hin: Zugang, Schutz und Sitzgelegenheiten bieten hohen Nutzermehrwert bei verhältnismäßig moderatem Eingriff in die Bausubstanz.

Zukunftsperspektive: Was der Innenhof für die kommenden Jahre bedeuten kann

Der neue Innenhof PBZ Berndorf eröffnet Perspektiven für kommende Jahre. Als geschützter Raum erhöht er die Nutzungsmöglichkeiten für Therapie und soziale Angebote – etwa regelmäßige Bewegungsrunden, Gartenarbeit in Kübeln oder musikalische Veranstaltungen. Solche Aktivitäten tragen nicht nur kurzfristig zum Wohlbefinden bei, sondern können langfristig Sturzrisiken senken, soziale Isolation reduzieren und die Arbeitszufriedenheit des Personals steigern.

Mittelfristig könnte das PBZ Berndorf Modellcharakter für andere Einrichtungen in Niederösterreich haben. Die partizipative Herangehensweise – Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Orientierung an alltäglichen Bedürfnissen – ist übertragbar und kosteneffizient. Langfristig wird es darauf ankommen, die Nutzung in den Alltag zu integrieren: regelmäßig geplante Angebote, Einbindung von Angehörigen und Kooperationen mit lokalen Initiativen wie Musikgruppen oder Therapeuten. So lässt sich aus einem neu gestalteten Innenhof nachhaltiger Mehrwert generieren, der über die reine Infrastruktur hinaus wirkt.

Abschluss: Zusammenfassung und Ausblick

Der neu gestaltete Innenhof PBZ Berndorf ist mehr als eine räumliche Aufwertung: Er ist ein praktisches Beispiel dafür, wie Barrierearmut, Aufenthaltsqualität und partizipative Planung zusammenkommen können, um Lebensqualität im Alter zu verbessern. Die Maßnahme baut auf langjährigen Erfahrungen auf und setzt zugleich Impulse für zukünftige Angebote und Kooperationen. Wer mehr erfahren möchte oder sich über ähnliche Projekte informieren will, kann Kontakt mit der NÖ Landesgesundheitsagentur aufnehmen.

Weitere Informationen: Quelle: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung / NÖ LGA – Gesundheitsregion Thermenregion GmbH. Medien-Koordinator Gerald Spiess, MA, Mobil +43 676 8587038520, E-Mail [email protected]. Pressekontakt: Mag. (FH) Kathrin Vollkrann, Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 02742/9005-12312, E-Mail [email protected].

Weiterführende Artikel auf pressefeuer.at: Innenhof-Projekte in Niederösterreich, Barrierearme Außenräume in Pflegeeinrichtungen, Lebensqualität in Seniorenheimen.

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