Die Kuratorin des Yermilov Centre wird für Kulturarbeit unter schwierigsten Bedingungen geehrt; drei Grants vergeben
Nataliia Ivanova erhält den Igor Zabel Award for Culture and Theory 2026. Die Verleihung findet am 27. November im Museum für Moderne Kunst, Ljubljana, statt; drei Grants wurden ebenfalls vergeben.
Nataliia Ivanova, Kuratorin, Pädagogin und Gründungsdirektorin des Yermilov Centre in Charkiw, ist die Preisträgerin des Igor Zabel Award for Culture and Theory 2026. Parallel zur Hauptauszeichnung wurden drei Igor Zabel Award Grants an Tania Arcimovich, Octavian Esanu und Alona Karavai vergeben.
Die Preisverleihung des Igor Zabel Award ist für Freitag, den 27. November 2026, im Museum für Moderne Kunst (Moderna galerija) in Ljubljana, Slowenien, angesetzt. Ein Begleitprogramm ist laut Aussendung für den 26. und 27. November angekündigt.
Die Jury begründete ihre Entscheidung für Nataliia Ivanova ausführlich. In der Aussendung heißt es, ihre Arbeit stärke die bildende Kunst und Kultur in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, indem sie das regionale Avantgarde-Erbe mit zeitgenössischen Praktiken verbinde und den globalen Dialog fördere.
Die Jury hob in ihrer Begründung insbesondere die Arbeit des Yermilov Centre unter Bedingungen hervor, die als schwierig beschrieben werden. Die Aussendung betont, dass der Erhalt des Betriebs einer Institution in der Nähe einer Frontlinie bedeute, kreative Produktion inmitten von Gefahr zu sichern. Das Zentrum werde sowohl als Galerie als auch als Ort der Fürsorge bezeichnet; laut Jury fungiere es gleichzeitig als Luftschutzraum und biete der lokalen Gemeinschaft physischen Schutz sowie intellektuelle, emotionale und resilienzorientierte Unterstützung.
Der Igor Zabel Award for Culture and Theory ist nach dem slowenischen Kurator und Kunsthistoriker Igor Zabel (1958–2005) benannt und wird laut Aussendung seit 2008 alle zwei Jahre vergeben. Initiatorin des Preises ist die ERSTE Stiftung (Wien), die den Award in Zusammenarbeit mit der Igor Zabel Association (Ljubljana) durchführt.
Für 2026 nennt die Aussendung ein Gesamtpreisgeld von 85.000 Euro. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt demnach durch eine dreiköpfige internationale Jury auf Grundlage von Vorschlägen eines zehnköpfigen Nominierungskomitees; dieser Prozess wird in der Aussendung als etabliertes Auswahlverfahren beschrieben.
Die Jury 2026 besteht laut Aussendung aus Vasif Kortun (Kurator, Ayvalik), Kasia Redzisz (Kuratorin und künstlerische Direktorin von Kanal – Centre Pompidou, Brüssel) und Sophie Thun (Künstlerin und Professorin an der Universität für angewandte Kunst Wien).
Das Nominierungskomitee 2026 umfasst zehn Personen, die in der Aussendung namentlich genannt werden: Aleksei Borisionok, Jakub Gawkowski, Flaka Haliti, Angela Harutyunyan, Elena Narbutaitė, Lívia Nolasco Rózsás, Michal Novotný, Boyan Manchev, Hana Ostan-Ožbolt-Haas und Magda Radu. Die Aussendung beschreibt dieses Gremium als Basis für die Vorschlagsliste, auf der die Jury ihre Entscheidungen trifft.
Kuratorin / Kurator: In der Aussendung werden Kuratorinnen und Kuratoren als mögliche Preisträgerinnen und Preisträger des Igor Zabel Award genannt. Kuratorinnen und Kuratoren sind Personen, die Ausstellungen planen, Inhalte auswählen und kulturinstitutionelle Programme organisieren.
Avantgarde-Erbe: Die Jurybegründung spricht vom "regionalen Avantgarde-Erbe", womit frühere künstlerische Bewegungen und Traditionen gemeint sind, die in der Region als Bezugspunkt für zeitgenössische Praxis dienen. Die Aussendung stellt die Verbindung dieses Erbes mit aktuellen künstlerischen Praktiken als zentrales Motiv in der Bewertung dar.
Grant: Ein Grant bezeichnet hier eine Förder- oder Anerkennungsleistung. Die Igor Zabel Award Grants sind ergänzende Auszeichnungen zum Hauptpreis; die Aussendung nennt 2026 drei Grant-Empfängerinnen und -Empfänger mit jeweiligen Anerkennungsgründen.
Yermilov Centre: In der Aussendung wird das Yermilov Centre in Charkiw als von Nataliia Ivanova geleitete Kulturinstitution beschrieben. Das Zentrum wird sowohl als aktive Galerie als auch als Ort der Unterstützung und des Schutzes für die lokale Gemeinschaft benannt.
ERSTE Stiftung: Die ERSTE Stiftung (Wien) wird in der Aussendung als Initiatorin des Igor Zabel Award genannt. Die Stiftung arbeitet demnach mit der Igor Zabel Association in Ljubljana zusammen, um die Auszeichnung zu vergeben.
Die Jury hob laut Aussendung hervor, dass Ivanovas Arbeit das regionale Avantgarde-Erbe mit zeitgenössischen Praktiken verknüpfe und damit den kulturellen Dialog über die Region hinaus fördere. Diese Verbindung von historischer Bezugnahme und gegenwärtiger künstlerischer Praxis ist in der Jurybegründung als zentrales Qualitätsmerkmal genannt.
Weiter betont die Jury die spezifische Rolle des Yermilov Centre unter Ivanovas Leitung: Der Betrieb nahe einer Frontlinie und die Kombination aus Ausstellungstätigkeit und Schutzfunktion werden in der Aussendung als Beispiele für kulturelle Praxis unter schwierigen Bedingungen angeführt. Die Jury beschreibt Ivanovas Arbeit als Ausdruck eines kompromisslosen Bekenntnisses zum kritischen Kulturdiskurs, zur künstlerischen Produktion und zur internationalen Solidarität inmitten eines aktiven Konflikts.
Termin der Preisverleihung: 27. November 2026, 18:00 Uhr. Ort: Museum für Moderne Kunst - Moderna galerija, Windischerjeva ulica 2, 1000 Ljubljana, Slowenien. Die Aussendung nennt zudem, dass ein Begleitprogramm am 26. und 27. November stattfinden wird.
Für weiterführende Informationen verweist die Aussendung auf die offizielle Award-Seite und auf Hinweise des ausrichtenden Museums. Die konkreten Programminhalte des Begleitprogramms werden in der Aussendung nicht detailliert beschrieben.
Wer erhielt den Igor Zabel Award 2026? Nataliia Ivanova, Kuratorin, Pädagogin und Gründungsdirektorin des Yermilov Centre in Charkiw, wurde in der Aussendung als Preisträgerin des Igor Zabel Award for Culture and Theory 2026 genannt. Die Jury begründete die Wahl mit der Verbindung regionaler Avantgarde-Traditionen und gegenwärtiger künstlerischer Praxis sowie mit der Rolle des Yermilov Centre unter schwierigen Bedingungen.
Welche weiteren Auszeichnungen wurden im Rahmen des Awards vergeben? Zusätzlich zur Hauptauszeichnung für Nataliia Ivanova wurden drei Igor Zabel Award Grants an Tania Arcimovich, Octavian Esanu und Alona Karavai vergeben. Die Aussendung nennt für jede Person die spezifischen Anerkennungsgründe und ordnet die Grants als ergänzende Anerkennungen zum Hauptpreis ein.
Wann und wo findet die Verleihung statt? Die Preisverleihung ist für Freitag, den 27. November 2026, im Museum für Moderne Kunst (Moderna galerija) in Ljubljana angesetzt. Ein Begleitprogramm ist laut Aussendung für den 26. und 27. November angekündigt; konkrete Programmpunkte werden in der Aussendung nicht aufgelistet.
Wie wird die Preisträgerin oder der Preisträger ausgewählt? Laut Aussendung trifft eine dreiköpfige internationale Jury die Entscheidung über die Hauptauszeichnung sowie über die Empfängerinnen und Empfänger der Grants. Diese Auswahl erfolgt auf Basis von Vorschlägen eines zehnköpfigen Nominierungskomitees, das die Vorschlagsliste erarbeitet.
Wer war Igor Zabel? Igor Zabel (1958–2005) war ein slowenischer Kurator und Kunsthistoriker; der Award ist nach ihm benannt. Die Aussendung führt seinen Namen als Bezugspunkt für die Auszeichnung an und nennt die Benennung als etabliertes Element des Preises.
Wie hoch ist das Preisgeld des Igor Zabel Award? Die Aussendung nennt ein Gesamtpreisgeld von 85.000 Euro für den Igor Zabel Award for Culture and Theory. Diese Summe wird in der Aussendung als Teil der Beschreibung der Auszeichnung genannt.
Quelle: DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung (Aussendung zu Igor Zabel Award 2026).
Weiterführende Informationen: https://award.igorzabel.org/ und https://www.ng-slo.si/en/visit-us/news-and-events?gad_source=1&gad_campaignid=23868647002&gclid=EAIaIQobChMIhZ-HgqqOlQMV-piDBx2qsTXaEAAYASAAEgJvMfD_BwE
Kontakt laut Aussendung: ERSTE Stiftung Kommunikation, Christoph Prantner, Telefon: +43 664 789 506 38, E-Mail: christoph.prantner [at] erstestiftung.org