Raisin-Studie: Österreicherinnen und Österreicher fühlen sich vergleichsweise oft in Kontrolle, Alltagskosten bleiben Top-Priorität
Der Raisin Money Confidence Index 2026 platziert Österreich auf Rang 5 von 11. Hohe Alltagskosten belasten, Kontrolle über Finanzen ist jedoch überdurchschnittlich.
Raisin hat erstmals den Money Confidence Index 2026 in elf Ländern erhoben. Die Studie zeigt: Österreich liegt mit 47,7 Punkten knapp über dem internationalen Durchschnitt und belegt im Länderranking Platz 5 von elf untersuchten Märkten.
Gleichzeitig bleibt der Druck durch hohe Lebenshaltungs-, Wohn- und Energiekosten ein zentrales Thema. Die Befragung von INNOFACT AG im Auftrag von Raisin umfasste insgesamt 11.403 Personen; in Österreich wurden 1.005 Menschen befragt.
Im Ranking führt die Studie die Niederlande mit 55,3 Punkten an. Deutschland folgt mit 49,7 Punkten, Spanien mit 48,2 Punkten und Polen mit 48,0 Punkten. Österreich erreicht 47,7 Punkte und liegt damit knapp über dem Mittel der elf betrachteten Länder.
Matthias Rodenbücher, Country Head DACH bei Raisin, wird in der Aussendung zitiert: „Österreich zeigt im internationalen Vergleich ein solides Bild: Die Menschen spüren den Druck hoher Alltagskosten, fühlen sich aber zugleich vergleichsweise handlungsfähig. Genau dieses Zusammenspiel aus Belastung und Kontrolle macht den österreichischen Markt besonders interessant.“
46,3 Prozent der österreichischen Befragten geben an, derzeit sehr oder ziemlich gestresst in Bezug auf ihre persönlichen Finanzen zu sein. Damit liegt Österreich unter dem internationalen Durchschnitt von 50,2 Prozent.
Rund 20 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher beschreiben sich als ziemlich oder sehr entspannt in finanzieller Hinsicht; der internationale Durchschnitt liegt bei 18,4 Prozent. Die Studie nennt außerdem, dass der Finanzstress in einigen Ländern, etwa Spanien, den USA, Großbritannien und Finnland, besonders hoch ist, während die Niederlande den niedrigsten Wert im Ländervergleich aufweisen.
Beim subjektiven Kontrollgefühl über die täglichen Finanzen sticht Österreich hervor: 53,7 Prozent der Befragten geben an, viel oder vollständige Kontrolle zu haben. International liegt der Durchschnitt in dieser Kategorie bei 40,2 Prozent.
Innerhalb Österreichs zeigt sich eine deutliche demografische Differenz: Bei den 50- bis 69-Jährigen geben 64,9 Prozent an, ihre Finanzen fest im Griff zu haben. Dagegen berichten nur 42,4 Prozent der 18- bis 34-Jährigen von viel oder vollständiger Kontrolle. Zudem sagen 16,4 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher, sie hätten keine oder nur sehr wenig Kontrolle über ihre Alltagsfinanzen; dieser Wert liegt unter dem internationalen Durchschnitt von 21,4 Prozent.
Für die Österreicherinnen und Österreicher steht die Deckung laufender Alltagsausgaben an erster Stelle: 73,5 Prozent nennen Lebensmittel, Wohnen, Energie und tägliche Ausgaben unter ihren drei wichtigsten Finanzthemen.
Auf Platz zwei folgt der Aufbau finanzieller Rücklagen: 67,3 Prozent nennen einen Notgroschen als eine ihrer Top-3-Prioritäten. Langfristiger Vermögensaufbau wird von 52,6 Prozent als eine der drei wichtigsten Prioritäten genannt, womit Österreich über dem internationalen Durchschnitt liegt.
27,6 Prozent der Befragten in Österreich geben an, sehr oder äußerst zuversichtlich zu sein, ihre Finanzen für die kommenden 12 Monate vorausplanen zu können. Gleichzeitig berichten über 41 Prozent, im vergangenen Jahr kaum oder gar keine Fortschritte bei der Erreichung ihrer finanziellen Ziele gemacht zu haben. Nur 27,9 Prozent verzeichnen laut Studie gute Fortschritte.
Die Studie stellt fest, dass bei fast jedem Zweiten in Österreich der geplante Vermögensaufbau zugunsten laufender Lebenshaltungskosten zurückgestellt oder durch Aufzehren von Erspartem kompensiert werden musste.
Auf die Frage, welche Faktoren das Vertrauen in die eigene finanzielle Situation am stärksten verbessern würden, nennen die Österreicherinnen und Österreicher vor allem niedrigere Kosten im Alltag. 53,8 Prozent zählen niedrigere Lebensmittel- und tägliche Ausgaben zu ihren Top-3-Hebeln für mehr finanzielles Vertrauen.
Weitere häufig genannte Faktoren sind ein höheres Einkommen oder eine Gehaltserhöhung (50,7 Prozent) sowie niedrigere Kosten für Energie, Wohnen, Miete oder Kreditraten (47,2 Prozent). Frauen legen mit über 57 Prozent größeren Wert auf niedrigere Alltagskosten als Männer, bei denen dieser Wert bei rund 50 Prozent liegt.
Auch Kreditzinsen spielen eine Rolle: 18,3 Prozent der Befragten in Österreich nennen niedrigere Zinsen für Kredite und Kreditkarten als wichtigen Faktor für mehr finanzielles Vertrauen – laut Studie der höchste Wert unter den elf Ländern (internationaler Durchschnitt: 13,5 Prozent). Höhere Nettoerträge auf Ersparnisse nennen 23,3 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher als Vertrauenshebel; bessere Finanzbildung oder Orientierung sehen 14,1 Prozent als zentralen Faktor.
Der Raisin Money Confidence Index misst laut Aussendung die finanzielle Zuversicht in elf Märkten auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten; höhere Werte stehen für größere finanzielle Zuversicht. Die Berechnung basiert auf fünf Faktoren: Stresslevel, Kontrolle über die eigenen Finanzen, Zukunftserwartungen, finanzielle Widerstandskraft und Planungsfähigkeit.
Das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG befragte im Jänner 2026 im Auftrag von Raisin insgesamt 11.403 Personen in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, den Niederlanden, Frankreich, Polen, Irland, Finnland und den USA. Die österreichische Stichprobe umfasst 1.005 Befragte; die Stichproben sind laut Studie nach Alter und Geschlecht für die jeweiligen Märkte bevölkerungsrepräsentativ.
Money Confidence Index: Ein Index von 0 bis 100, der laut Raisin die finanzielle Zuversicht misst. Er setzt sich aus fünf Faktoren zusammen: Stresslevel, Kontrolle, Zukunftserwartungen, finanzielle Widerstandskraft und Planungsfähigkeit.
Finanzstress: In der Studie wird Finanzstress über die Selbstauskunft der Befragten erfasst; 46,3 Prozent der österreichischen Teilnehmenden geben an, derzeit sehr oder ziemlich gestresst bezüglich ihrer Finanzen zu sein.
Kontrollgefühl über die eigenen Finanzen: Dieser Indikator erfasst, inwieweit Befragte angeben, viel oder vollständige Kontrolle über ihre täglichen Finanzen zu haben. In Österreich liegt dieser Anteil bei 53,7 Prozent.
Notgroschen / finanzielle Rücklagen: In der Untersuchung zählen finanzielle Rücklagen zu den Top-Prioritäten; 67,3 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher nennen einen Notgroschen als eine der drei wichtigsten finanziellen Prioritäten.
Langfristiger Vermögensaufbau: Damit ist laut Studie das planmäßige Sparen oder Investieren für die Zukunft gemeint; 52,6 Prozent der Befragten in Österreich betrachten langfristigen Vermögensaufbau als eine ihrer drei wichtigsten Prioritäten.
Die Studie benennt mehrere Schwerpunkte: Alltagskosten (Lebensmittel, Wohnen, Energie) stehen an erster Stelle, finanzielle Rücklagen sind zweitwichtig und langfristiger Vermögensaufbau bleibt relevant. Gleichzeitig zeigen die Zahlen eine Diskrepanz zwischen Planungsoptimismus und tatsächlich gemachten Fortschritten im vergangenen Jahr.
Demografisch weist die Studie in Österreich besonders ausgeprägte Unterschiede auf: Ältere Befragte berichten häufiger von hohem Kontrollgefühl, Jüngere deutlich seltener. Frauen nennen tendenziell stärker als Männer niedrigere Alltagskosten als Hebel für mehr finanzielles Vertrauen.
Der Money Confidence Index ist laut Raisin ein Maß für die finanzielle Zuversicht von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Er wird auf einer Skala von 0 bis 100 berechnet und basiert auf fünf Faktoren: Stresslevel, Kontrolle über die eigenen Finanzen, Zukunftserwartungen, finanzielle Widerstandskraft und Planungsfähigkeit.
Die Befragung erfolgte im Jänner 2026 durch das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG im Auftrag von Raisin. Insgesamt wurden 11.403 Personen in elf Ländern befragt; die österreichische Stichprobe umfasst 1.005 Befragte und ist laut Aussendung nach Alter und Geschlecht repräsentativ für den jeweiligen Markt.
Österreich erreicht 47,7 Punkte und liegt damit auf Platz 5 von elf Ländern, knapp über dem internationalen Durchschnitt. Die Niederlande führen das Ranking mit 55,3 Punkten an, Deutschland folgt mit 49,7 Punkten.
Laut Studie zeigen sich deutliche Alters- und Geschlechtsunterschiede. Jüngere Menschen (18–34 Jahre) berichten seltener von hohem Kontrollgefühl über ihre Finanzen (42,4 Prozent), während dies bei den 50–69-Jährigen deutlich höher ist (64,9 Prozent). Frauen nennen häufiger als Männer niedrigere Alltagskosten als wichtigen Vertrauensfaktor.
Top-Priorität sind laufende Alltagsausgaben (73,5 Prozent), gefolgt vom Aufbau finanzieller Rücklagen (67,3 Prozent) und langfristigem Vermögensaufbau (52,6 Prozent). Die Studie dokumentiert zudem, dass viele Befragte im vergangenen Jahr kaum Fortschritte bei finanziellen Zielen erzielt haben.
18,3 Prozent der österreichischen Befragten nennen niedrigere Kreditzinsen als bedeutenden Faktor für mehr finanzielles Vertrauen – der höchste Wert unter den elf Ländern. Zudem sehen 23,3 Prozent bessere Nettoerträge auf Ersparnisse als Vertrauenshebel.
Quelle der hier zusammengefassten Angaben: Raisin, Auswertung des Money Confidence Index 2026; Erhebung durchgeführt durch INNOFACT AG (Jänner 2026), Gesamtn = 11.403; österreichische Stichprobe n = 1.005.
Kontakt zur Aussendung: LOEBELL NORDBERG, Mag. Grazia Nordberg, Telefon: +43 699 140 606 00, E-Mail: gn [at] loebellnordberg.com.