Am 27.05.2026 reagierte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer mit scharfer Kritik auf Medienberichte über die zunehmende Verankerung feministischer Ideologien im österreichische...
Am 27.05.2026 reagierte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer mit scharfer Kritik auf Medienberichte über die zunehmende Verankerung feministischer Ideologien im österreichischen Schulwesen. Anlass seien Berichte über Unterrichtsinhalte zu „toxische Männlichkeit“, Patriarchatskritik und feministische Gesellschaftstheorien, die bereits im Zusammenhang mit Maturafächern diskutiert würden. „Unsere Schulen dürfen nicht zu ideologischen Umerziehungslagern werden“, betonte Mölzer.
Vor diesem Hintergrund brachte Mölzer eine umfassende parlamentarische Anfrage an den NEOS-Bildungsminister ein. Er fordert vollständige Transparenz über sämtliche Planungen, Projekte und Initiativen rund um feministische Unterrichtsinhalte sowie mögliche eigene Unterrichts- oder Maturfächer. Während Gleichberechtigung und Gewaltprävention Bestandteil eines modernen Bildungssystems seien, dürfe dies nicht als Deckmantel für einseitige politische Beeinflussung missbraucht werden, so Mölzer.
Mölzer zeigte sich besorgt über eine Vermischung von Bildungspolitik und ideologischer Agenda und betonte, dass die Matura als staatliche Reifeprüfung nach „wissenschaftlich fundierten, nachvollziehbaren und sachlich ausgewogenen Kriterien" bewertet werden müsse. „Die Schule darf kein Ort weltanschaulicher Umerziehung sein", stellte Mölzer klar. Er warnte davor, männliche Jugendliche pauschal unter Generalverdacht zu stellen und kritisierte, Begriffe wie „toxische Männlichkeit" unhinterfragt als wissenschaftliche Tatsachen zu vermitteln. „Wenn Schülerinnen und Schüler künftig über ideologische Schlagwörter wie Patriarchat oder toxische Männlichkeit maturieren sollen, dann stellt sich zwangsläufig die Frage, ob hier noch Bildung oder bereits politische Indoktrination betrieben wird", erklärte der Freiheitliche. Abschließend forderte Mölzer klare Auskunft darüber, ob eine bundesweite Einführung feministischer Lehrinhalte geplant ist und ob Feminismus künftig als eigenständiger Unterrichtsgegenstand oder eigenes Maturafach vorgesehen ist. „Unsere Schulen brauchen Leistungsorientierung, Wertevermittlung und hochwertige Bildung – keine ideologischen Experimente auf dem Rücken unserer Kinder", so Mölzer.
Quelle: Freiheitlicher Parlamentsklub - FPÖ (OTS): ots.at
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