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Wissenschaft

Mikroplastik im Blut: Vortrag an der MedUni Wien

Expertin aus Amsterdam spricht über neueste Messmethoden und Gesundheitsrisiken

2. März 2026
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Die Medizinische Universität Wien lädt zu einem Gastvortrag über die Messung von Mikroplastik im menschlichen Blut ein.

Die Verschmutzung mit Mikroplastik hat sich zu einem der drängendsten Umwelt- und Gesundheitsprobleme unserer Zeit entwickelt. Während die winzigen Plastikpartikel bereits in Ozeanen, Böden und der Luft nachgewiesen wurden, rückt nun eine noch beunruhigendere Erkenntnis in den Fokus: Mikroplastik findet sich auch im menschlichen Blutkreislauf.

Bahnbrechende Forschung aus Amsterdam

Am 16. März 2026 lädt die Medizinische Universität Wien zu einem besonderen Gastvortrag ein, der Licht in diese komplexe Thematik bringen soll. Marja Lamoree, renommierte Professorin für Analytical Chemistry for Environment and Health an der Vrije Universiteit Amsterdam, wird ihre neuesten Erkenntnisse zur Messung von Mikroplastik im menschlichen Blut präsentieren.

Die Veranstaltung findet im Rahmen einer Lecture des Klinischen Instituts für Labormedizin statt und verspricht wichtige Einblicke in ein Forschungsfeld, das für die öffentliche Gesundheit von enormer Bedeutung ist. Der Vortrag mit dem Titel "Measuring microplastics in human blood: Progress and challenges" wird von 13:00 bis 15:00 Uhr im Hörsaalzentrum der MedUni Wien abgehalten.

Methodische Herausforderungen im Labor

Die Messung von Mikroplastik im menschlichen Blut stellt Wissenschaftler vor außergewöhnliche technische Herausforderungen. Die winzigen Partikel, die oft kleiner als ein Haar sind, erfordern hochspezielle analytische Verfahren, für die bislang keine Standardmethoden existieren. Professorin Lamoree hat sich als Pionierin auf diesem Gebiet etabliert und arbeitet intensiv an der Entwicklung zuverlässiger Messverfahren.

"Die quantitative Analyse von Mikro- und Nanoplastik in menschlichem Blut und anderen Geweben erfordert höchste Präzision", erklärt die Expertin. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt dabei besonders auf der Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle der Messmethoden - ein entscheidender Aspekt, um verlässliche Daten über die tatsächliche Belastung der Bevölkerung zu erhalten.

Gesundheitliche Auswirkungen noch unerforscht

Die Präsenz von Mikroplastik im menschlichen Blutkreislauf wirft fundamentale Fragen über mögliche Gesundheitsrisiken auf. Während die langfristigen Auswirkungen noch weitgehend unerforscht sind, arbeiten Wissenschaftler weltweit daran, die Exposition gegenüber diesen Partikeln besser zu verstehen und zu quantifizieren.

Besonders relevant ist dabei die Frage, wie stark Menschen im Alltag mit solchen Partikeln in Berührung kommen. Mögliche Quellen reichen von Verpackungsmaterialien über Kosmetika bis hin zu synthetischen Textilien. Die Arbeit von Marja Lamoree und ihrem Team trägt dazu bei, diese komplexen Expositionswege zu entschlüsseln.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich

Die Forschung zu Mikroplastik im menschlichen Körper erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen. Analytische Chemiker, Mediziner, Toxikologen und Umweltwissenschaftler müssen gemeinsam Lösungen entwickeln, um sowohl die Messmethoden zu verfeinern als auch die gesundheitlichen Auswirkungen zu bewerten.

Die Medizinische Universität Wien positioniert sich mit dieser Veranstaltung als wichtiger Akteur in diesem interdisziplinären Forschungsfeld. Die Einladung von Professorin Lamoree unterstreicht das Engagement der Universität, bei der Erforschung dieser zukunftsweisenden Thematik eine führende Rolle zu übernehmen.

Hochkarätige Veranstaltung mit Networking-Möglichkeiten

Das Programm der Veranstaltung verspricht einen umfassenden Einblick in die aktuelle Forschungslandschaft. Nach der Begrüßung durch Rektor Markus Müller und einer Einführung von Lukas Kenner vom Klinischen Institut für Pathologie wird Professorin Lamoree ihre neuesten Erkenntnisse präsentieren.

Als Host fungiert Oswald Wagner, Vizerektor der MedUni Wien und Leiter des Klinischen Instituts für Labormedizin. Die Veranstaltung bietet nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch wertvolle Networking-Möglichkeiten für Forscher, Mediziner und alle Interessierten aus dem Gesundheitswesen.

Praktische Informationen für Interessierte

Der Vortrag findet im Hörsaalzentrum der Medizinischen Universität Wien statt, konkret in Hörsaal 3 auf Ebene 7. Die Adresse lautet Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien. Da der Vortrag in englischer Sprache gehalten wird, sind grundlegende Englischkenntnisse für das Verständnis erforderlich.

Eine Anmeldung ist erforderlich und kann online über die Website des Klinischen Instituts für Labormedizin erfolgen. Interessierte sollten sich rechtzeitig registrieren, da die Plätze begrenzt sind und das Thema auf großes Interesse stoßen dürfte.

Zukunftsweisende Forschung für die Gesundheit

Die Forschung zu Mikroplastik im menschlichen Körper steht noch am Anfang, doch ihre Bedeutung für die öffentliche Gesundheit kann kaum überschätzt werden. Mit fortschreitender Industrialisierung und dem anhaltenden Einsatz von Kunststoffen in allen Lebensbereichen wird das Verständnis der gesundheitlichen Auswirkungen immer wichtiger.

Professorin Lamorees Arbeit leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, die wissenschaftlichen Grundlagen für zukünftige Bewertungen und möglicherweise notwendige Regulierungsmaßnahmen zu schaffen. Ihre methodischen Entwicklungen könnten den Weg für standardisierte Messverfahren ebnen, die weltweit in der medizinischen Diagnostik und Umweltüberwachung eingesetzt werden könnten.

Die Veranstaltung an der Medizinischen Universität Wien bietet somit nicht nur einen Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse, sondern auch einen Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen in diesem wichtigen Wissenschaftsbereich. Für alle, die sich für die Schnittstelle zwischen Umwelt und Gesundheit interessieren, stellt dieser Gastvortrag eine einmalige Gelegenheit dar, von einer der führenden Expertinnen auf diesem Gebiet zu lernen.

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Schlagworte

#Mikroplastik#MedUni Wien#Gesundheitsforschung#Umweltmedizin#Analytische Chemie#Termin#Medizin#Universität

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