Der österreichische Kartonhersteller Mayr-Melnhof Karton AG (MM) hat in einem herausfordernden Marktumfeld seine Profitabilität gesteigert und gleichzeitig ein umfassendes Transformationsprogramm vorangetrieben.
Der österreichische Kartonhersteller Mayr-Melnhof Karton AG (MM) konnte den bereinigten Betriebsgewinn im Jahr 2025 um 2,8 Prozent auf 195,4 Millionen Euro erhöhen. Die Dividende soll um 11 Prozent auf 2,00 Euro je Aktie vorgeschlagen werden.
Das konzernweite Fit-For-Future-Transformationsprogramm trug im Jahr 2025 rund 70 Millionen Euro zum bereinigten Betriebsergebnis bei. Das Management erwartet, dass das Programm im Jahr 2027 zu einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung von mehr als 250 Millionen Euro gegenüber 2024 führen wird (exkl. TANN und marktrelevante Effekte).
Der Konzernumsatz ging um 4,8 Prozent auf 3.885,3 Millionen Euro zurück, was hauptsächlich auf den Verkauf der TANN Group zurückzuführen ist. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 418,2 Millionen Euro (Vorjahr: 418,5 Millionen Euro) und die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 10,8 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent).
Der Jahresüberschuss sank von 110,5 auf 77,0 Millionen Euro. Die effektive Konzernsteuerquote stieg auf 47,2 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent), bedingt durch die Rückführung von Verlustvorträgen in der Division Board & Paper.
Die Nettoverschuldung verringerte sich auf 913,7 Millionen Euro (31.12.2024: 1.078,7 Millionen Euro). Das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital betrug 43 Prozent (31.12.2024: 51 Prozent) und die Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA lag bei 2,2 (31.12.2024: 2,6).
Die Division Food & Premium Packaging hielt die bereinigte operative Marge auf solidem Niveau; das vierte Quartal 2025 zeigte bei der Division ein bereinigtes operatives Ergebnis von 38,4 Millionen Euro (4. Quartal 2024: 48,8 Millionen Euro), hauptsächlich beeinflusst durch den Verkauf der TANN Group.
Die Division Pharma & Healthcare Packaging erhöhte das bereinigte operative Ergebnis im vierten Quartal auf 8,0 Millionen Euro (4. Quartal 2024: 3,0 Millionen Euro). Das Management erwartet weiteres Wachstum, insbesondere in den USA.
Die Division Board & Paper verbesserte ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr, blieb jedoch auf einem unbefriedigenden Niveau. Im vierten Quartal 2025 wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 70,5 Millionen Euro gebucht.
Die absoluten CO2-Emissionen des Konzerns konnten um 11 Prozent reduziert werden. Als Gründe nennt das Unternehmen verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen für die Strombeschaffung und Energieeffizienzmaßnahmen. Für 2026 sind Investitionen von rund 250 Millionen Euro geplant. Die jährlichen Wartungsstillstände in der Division Board & Paper sind für das 3. und 4. Quartal vorgesehen; die damit verbundenen Aufwendungen werden derzeit mit rund 40 Millionen Euro veranschlagt (2025: ca. 36 Millionen Euro).
Das Unternehmen bezeichnet die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Bedingungen für 2026 weiterhin als herausfordernd. MM betont, dass die Fit-For-Future-Transformation im Fokus steht und selektive strukturelle Anpassungen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit fortgeführt werden sollen.
CEO Peter Oswald wird mit den Worten zitiert: "MM's objective remains to uphold its cost, technology and innovation leadership in its core business cartonboard packaging, even under ongoing challenging market conditions, through an attractive, sustainable offering and a determined transformation."
Die Hauptversammlung am 29. April 2026 soll über die vorgeschlagene Dividendenerhöhung entscheiden. Weitere Informationen und der Annual Report 2025 sind auf www.mm.group verfügbar.