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Wissenschaft

Markus Aspelmeyer erhält FWF-Wittgenstein-Preis 2026

FWF zeichnet Quantenphysiker mit 2 Mio. Euro aus; 18 Forschende erhalten FWF-ASTRA-Förderungen

24. Juni 2026
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Der FWF zeichnet Markus Aspelmeyer mit dem 2‑Millionen‑Euro‑Wittgenstein‑Preis aus. Zudem vergibt der FWF 18 FWF‑ASTRA‑Preise; Gesamtvolumen rund 24 Mio. Euro.

Der Österreichische Wissenschaftsfonds FWF hat die Austrian Science Awards 2026 vergeben: Der Quantenphysiker Markus Aspelmeyer, tätig an der Universität Wien und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, erhält auf Empfehlung einer internationalen Fachjury den FWF‑Wittgenstein‑Preis im Umfang von 2 Millionen Euro. Zusätzlich werden 18 Forschende mit den FWF‑ASTRA‑Preisen ausgezeichnet; die Förderungen sind jeweils mit bis zu rund einer Million Euro dotiert. Insgesamt bringt der FWF so Forschungsvorhaben mit einem Volumen von rund 24 Millionen Euro ins Rollen.

Markus Aspelmeyer kommentierte die Auszeichnung in der Aussendung: „Der FWF‑Wittgenstein‑Preis ist eine tolle Anerkennung der gemeinsamen Leistungen unseres gesamten Teams – und eine ebenso große Motivation für die Zukunft. Die Förderung gibt uns die Möglichkeit, unsere Experimente an der Universität Wien und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften langfristig mit voller Energie weiterzuführen und die großen offenen Fragen an der Schnittstelle von Quantenphysik und Gravitation mit voller Kraft anzugehen. Ich freue mich sehr auf die kommenden Jahre.“

Der FWF‑Wittgenstein‑Preis 2026: Aspelmeyer erhält 2 Millionen Euro

Der FWF‑Wittgenstein‑Preis ist laut Mitteilung Österreichs höchstdotierter Wissenschaftspreis und richtet sich an exzellente Forschende aller Fachdisziplinen. Die mit 2 Millionen Euro dotierte Auszeichnung unterstützt die Forschung des oder der Preisträger:in und „garantiert Freiheit und Flexibilität bei der Durchführung“, heißt es in der Mitteilung des FWF. Forschende können so ihre Forschungstätigkeit auf international höchstem Niveau vertiefen.

FWF‑Präsident Christof Gattringer und Wissenschaftsministerin Eva‑Maria Holzleitner würdigten in der Presseaussendung Aspelmeyers Arbeiten an der „Schnittstelle zwischen Quantenphysik und Gravitation“. In der Jurybegründung hebt die internationale FWF‑Jury hervor, dass Aspelmeyers Forschung eine der tiefgreifendsten Fragen der Physik in den Blick nimmt: ob die Schwerkraft selbst quantenmechanische Eigenschaften besitzen kann. Die Jury bezeichnete das Vorhaben als ein ambitioniertes Projekt, das Österreichs Quantenforschung um ein neues Kapitel ergänze.

Neue Experimente zur Gravitation: Forschungsschwerpunkte von Markus Aspelmeyer

Die Aussendung beschreibt Aspelmeyers Forschung als Versuche, die Frage zu beantworten, wie sich Gravitation und Quantenphysik zueinander verhalten. Konkret untersuchen die Forschenden, „wie klein eine Masse sein kann, deren Gravitationsfeld noch messbar ist, und gleichzeitig, wie große Objekte sich nach den Gesetzen der Quantenphysik verhalten können.“

Als Beispiel nennt die Mitteilung ein bereits gemessenes Gravitationsfeld: „Es gelang bereits, das Gravitationsfeld einer nur einen Millimeter großen Goldkugel zu messen – ein Effekt, der rund 30 Milliarden Mal schwächer ist als die Anziehungskraft der Erde.“ Weiterhin beschreibt die Aussendung, dass in hochspezialisierten Laboren „Glasteilchen von der Größe eines Sandkorns im Vakuum mit Licht kontrolliert und in Quantenzustände versetzt“ werden. Langfristig sollen diese Experimente zeigen, „ob auch die Gravitation den Gesetzen der Quantenwelt folgt“.

Über Markus Aspelmeyer: Werdegang und Auszeichnungen

Markus Aspelmeyer zählt laut Mitteilung zu den weltweit renommiertesten Forschenden auf dem Gebiet der Quantenoptik und Quantenoptomechanik. Er studierte Physik und Philosophie und promovierte 2002 in Physik an der Ludwig‑Maximilians‑Universität München. Anschließend wechselte er an die Universität Wien, wo er in der Forschungsgruppe des Nobelpreisträgers Anton Zeilinger arbeitete.

Seit 2009 ist Aspelmeyer Professor für Physik an der Universität Wien und seit 2019 Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) Wien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er ist Teil des Vorstands des vom FWF geförderten Exzellenzclusters „Quantum Science Austria“. Für seine wissenschaftlichen Leistungen erhielt Aspelmeyer mehrere Auszeichnungen, darunter den FWF‑START‑Preis, den Ignaz‑Lieben‑Preis und den Berthold Leibinger Innovationspreis; 2025 wurde ihm der Prize for Fundamental Aspects der European Physical Society verliehen. Er ist dreifacher ERC‑Preisträger, Fellow der American Physical Society und Mitglied verschiedener Akademien.

FWF‑ASTRA‑Preise: 18 Auszeichnungen, 22 Millionen Euro Gesamtfördersumme

Parallel zum Wittgenstein‑Preis vergibt der FWF in diesem Jahr 18 FWF‑ASTRA‑Preise. Die mit jeweils rund einer Million Euro ausgestatteten Förderungen richten sich an fortgeschrittene Postdocs und unterstützen fünfjährige Projekte an Universitäten und weiteren Forschungsstätten in Österreich. Unter den Ausgezeichneten sind elf Frauen.

Die Mitteilung listet die FWF‑ASTRA‑Preisträger:innen 2026 in alphabetischer Reihenfolge und nennt Einrichtungen wie die Universität Wien, die Medizinische Universität Graz, BOKU und mehrere Technische Universitäten. Acht weitere Forschende, die sich für das Jury‑Hearing qualifizierten, erhielten einen „Merit Award“ als Anschubfinanzierung im Volumen eines durchschnittlichen FWF‑Projekts; auch ihre Namen sind in der Aussendung aufgeführt.

Einreichungen und Fördersummen bei den FWF‑ASTRA‑Preisen

Der FWF gab an, dass in der zweiten Ausschreibungsrunde der FWF‑ASTRA‑Preise Einreichungen von 170 Forschenden begutachtet wurden. Im Zuge einer Programmreform wurde die Gesamtfördersumme für ASTRA auf 22 Millionen Euro erhöht, wodurch laut Mitteilung Forschende aus einem breiteren Themenspektrum zum Zug kommen sollen.

Insgesamt nennt der FWF für die Kombination aus Wittgenstein‑ und ASTRA‑Programm ein Fördervolumen von rund 24 Millionen Euro, das in neue Forschungsvorhaben fließen soll. Die Aussendung betont ferner die ausgewogene Beteiligung von Frauen unter den Ausgezeichneten und die Bedeutung der Förderinstrumente für Karrierewege im Wissenschaftssystem.

FWF‑Wittgenstein‑Preis, FWF‑ASTRA, Quantengravitation, Quantenoptomechanik erklärt

FWF‑Wittgenstein‑Preis
Der FWF‑Wittgenstein‑Preis ist laut Mitteilung Österreichs höchstdotierter Wissenschaftspreis und ist mit 2 Millionen Euro dotiert. Die Auszeichnung unterstützt die Forschung des:der Preisträger:in und soll Freiheit und Flexibilität bei der Durchführung bieten.

FWF‑ASTRA‑Preis
Die FWF‑ASTRA‑Preise unterstützen fortgeschrittene Postdocs mit Förderungen von jeweils rund einer Million Euro. Diese Förderungen sind für Projekte mit einer Laufzeit von fünf Jahren vorgesehen, wie in der Aussendung genannt.

Quantengravitation
In der Mitteilung wird Quantengravitation als Fragestellung beschrieben, die klären will, ob Gravitation quantenmechanische Eigenschaften besitzen kann. Die Jury hebt die Relevanz dieser Frage für das Verständnis grundlegender Naturgesetze hervor.

Quantenoptomechanik
Quantenoptomechanik ist das Fachgebiet, dem Markus Aspelmeyer zugerechnet wird. Die Aussendung beschreibt Aspelmeyer als Pionier dieses Gebiets und verweist auf Experimente, die Quantenzustände bei vergleichsweise großen Objekten erforschen.

Exzellenzcluster „Quantum Science Austria“
Aspelmeyer ist laut Mitteilung Teil des Vorstands des vom FWF geförderten Exzellenzclusters „Quantum Science Austria“, einer namentlich genannten Forschungsstruktur, in der österreichische Quantenforscherinnen und ‑forscher zusammenarbeiten.

Was die Auszeichnungen konkret beinhalten

Die Mitteilung nennt konkrete Zahlen: Der Wittgenstein‑Preis ist mit 2 Millionen Euro dotiert; die FWF‑ASTRA‑Preise sind „jeweils rund eine Million Euro“ groß. Die ASTRA‑Projekte laufen fünf Jahre lang an österreichischen Universitäten und weiteren Forschungsstätten.

Außerdem erhalten acht Forschende, die sich bis zum Jury‑Hearing qualifiziert hatten, einen Merit Award als Anschubfinanzierung im Volumen eines durchschnittlichen FWF‑Projekts. In Summe nennt der FWF ein Fördervolumen von rund 24 Millionen Euro, das durch Wittgenstein‑ und ASTRA‑Programm mobilisiert wird.

FAQ zur Auszeichnung und zu den Programmen

Wer hat den FWF‑Wittgenstein‑Preis 2026 erhalten?
Den FWF‑Wittgenstein‑Preis 2026 erhielt der Quantenphysiker Markus Aspelmeyer, der an der Universität Wien und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig ist. Die Vergabe erfolgte laut Mitteilung auf Empfehlung einer internationalen Fachjury.

Wie hoch ist das Preisgeld und was ist damit verbunden?
Der Preis ist nach Angaben des FWF mit 2 Millionen Euro dotiert. In der Aussendung heißt es, die Auszeichnung unterstütze die Forschung des:der Preisträger:in und „garantiert Freiheit und Flexibilität bei der Durchführung“.

Worin besteht das Forschungsinteresse von Aspelmeyer?
Laut Mitteilung arbeitet Aspelmeyer an Experimenten, die den Zusammenhang zwischen Quantenphysik und Gravitation beleuchten sollen. Dazu zählen Messungen sehr schwacher Gravitationsfelder und die Erzeugung von Quantenzuständen bei makroskopisch größeren Objekten.

Was sind die FWF‑ASTRA‑Preise?
Die FWF‑ASTRA‑Preise sind hochdotierte Karriereförderungen für fortgeschrittene Postdocs. Die Mitteilung nennt 18 diesjährige Preisträger:innen, jeweils mit Förderungen von rund einer Million Euro und einer Projektdauer von fünf Jahren.

Wie viele Einreichungen gab es und wie ist die Fördersumme?
In der zweiten Ausschreibungsrunde der FWF‑ASTRA‑Preise wurden Einreichungen von 170 Forschenden begutachtet. Die Gesamtfördersumme für ASTRA wurde im Zuge einer Programmreform auf 22 Millionen Euro erhöht, so der FWF in der Mitteilung.

Wer erhielt zusätzliche Anschubfinanzierung (Merit Award)?
Acht Forschende, die sich bis zum Jury‑Hearing qualifiziert hatten, erhielten einen Merit Award als Anschubfinanzierung im Volumen eines durchschnittlichen FWF‑Projekts. Die Mitteilung nennt ihre Namen.

Quellen und Kontakt

Quelle: Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF (Presseaussendung).

Kontakt: Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF, Stefan Kranewitter, Telefon: +43 676 83487 8108, E‑Mail: stefan.kranewitter [at] fwf.ac.at

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Schlagworte

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