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Wissenschaft

Broermann Medical Award 2026: Tschöp, DiMarchi, Mojsov

Der mit 1 Million Euro dotierte Broermann Medical Innovation Award 2026 wird an drei Forschende für stoffwechselmedizinische Pionierarbeit vergeben

14. Juli 2026
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Der Broermann Medical Innovation Award 2026 geht an Matthias H. Tschöp, Richard DiMarchi und Svetlana Mojsov. Preisgeld: 1 Mio. Euro; Verleihung 17.11.2026 in Wiesbaden.

Die Jury des Broermann Medical Innovation Award (BMIA) hat Prof. Dr. med. Dr. h.c. Matthias H. Tschöp (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Svetlana Mojsov (The Rockefeller University, New York) und Prof. Richard DiMarchi (Indiana University, Indiana, USA) als Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2026 bekanntgegeben. Der BMIA wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und ist mit einem Preisgeld von einer Million Euro dotiert; damit zählt er laut Aussendung zu den höchstdotierten Medizinpreisen weltweit.

Die Verleihung des Preises findet am 17. November 2026 in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden statt; die Auszeichnung wird erneut durch den hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein überreicht. In der Pressemitteilung würdigt die Jury die drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre „wegweisende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Stoffwechselforschung“.

Auszeichnung und Preisträger im Überblick

Die Jury nennt als Begründung, dass die Arbeiten von Svetlana Mojsov, Richard DiMarchi und Matthias H. Tschöp die Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas klinisch verändert haben. Die Entdeckung des Inkretinhormons GLP-1 durch Mojsov, DiMarchis Peptid-Design und Tschöps translationale Stoffwechselforschung werden in der Aussendung als Grundlage für die Entwicklung moderner Multiagonisten und heutiger Adipositasmedikamente beschrieben.

In der Mitteilung heißt es, die beteiligten Forschenden hätten mit ihrer Arbeit „ein völlig neues Kapitel in der Stoffwechseltherapie aufgeschlagen“ und die Grundlage für heutige Abnehmspritzen gelegt. Die Aussendung nennt explizit, dass Multiagonisten Blutzucker kontrollieren, Körpergewicht deutlich senken und das kardiometabolische Risiko nachhaltig verbessern; weitere positive Effekte dieser Medikamentenklasse würden derzeit untersucht.

Die Forschung, die ausgezeichnet wurde

Die Pressemitteilung hebt mehrere Forschungsbeiträge hervor: Svetlana Mojsov identifizierte in den 1980er-Jahren die biologisch aktive Form des Hormons GLP-1 und zeigte dessen Rolle als Inkretin im Glukosestoffwechsel. Prof. Richard DiMarchi wird für Arbeiten zur chemischen Optimierung und Stabilisierung von Peptidwirkstoffen genannt, darunter GLP-1, GIP, Glukagon und Insulin. Prof. Matthias H. Tschöp wird in der Aussendung als Forscher beschrieben, der translationale Stoffwechselforschung vorantrieb, unter anderem als Gründungsdirektor des Helmholtz Diabeteszentrums und als Lehrstuhlinhaber für Stoffwechselmedizin an der TU München.

Die Mitteilung betont, dass die drei Preisträgerinnen und Preisträger die Grundlagenforschung mit Arzneimittelentwicklung verbunden hätten. In der Aussendung werden die Entscheidungen und Ehrungen als Zusammenführung von Entdeckungen – von aktivem GLP-1 bis zu gewichtsreduzierenden Wirkungen von GIP und Glucagon sowie der Multiagonisten-Therapie – beschrieben.

Auswahlverfahren und Zusammensetzung der Jury

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden laut Pressemitteilung von einer neunköpfigen wissenschaftlichen Jury ausgewählt. Als Chair des Broermann Medical Innovation Award fungiert Prof. Dr. Werner Seeger. Zu den weiteren Jurymitgliedern gehören Prof. Dr. Karsten Krüger (Mitglied des Präsidiums der Justus-Liebig-Universität Gießen), Prof. Dr. Isabelle Bekeredjian-Ding (Mitglied des Präsidiums der Philipp-Universität Marburg), Prof. Dr. Britta Siegmund (Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft), Prof. Dr. Stefan Offermanns (Direktor des Max-Planck-Institutes für Herz- und Lungenforschung), Prof. Dr. Otmar Wiestler (Past-Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft), Prof. Dr. Dr. Gerd Geißlinger (Direktor des Fraunhofer-Instituts für translationale Medizin und Pharmakologie), Prof. Dr. Philipp Beckhove (Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Immuntherapie) und Dr. Jan Liersch (Geschäftsführer der Broermann Holding GmbH).

Die Aussendung beschreibt das Auswahlverfahren als mehrstufig und unterstützt durch einen Kreis internationaler Gutachterinnen und Gutachter. Nach Angaben der Mitteilung prüft das Komitee alle Nominierungen und trifft die Entscheidung auf Basis „strenger Auswahlkriterien“; das Gremium soll dabei laut Text höchste wissenschaftliche Qualität und Unabhängigkeit gewährleisten.

Begriffserklärungen: GLP-1, Inkretin, Multiagonisten, Peptidchemie und Adipositas

GLP-1

GLP-1 wird in der Aussendung als das Inkretinhormon bezeichnet, dessen biologisch aktive Form von Svetlana Mojsov identifiziert wurde. Laut Mitteilung bildet die Entdeckung des bioaktiven GLP-1 die Grundlage einer neuen Medikamentenklasse, die in der Folge für Diabetes- und Adipositasbehandlungen genutzt wurde.

Inkretin

Der Begriff Inkretin wird in der Mitteilung im Zusammenhang mit GLP-1 verwendet; Inkretine sind dem Text zufolge Hormone mit einer Rolle im Glukosestoffwechsel, die in der Grundlagenforschung als therapeutisches Ziel identifiziert wurden.

Multiagonisten

Multiagonisten werden in der Aussendung als neuartige Peptidmedikamente beschrieben, deren Entwicklung durch DiMarchis Peptid-Design und Tschöps translationale Forschung vorangetrieben wurde. Die Mitteilung nennt als Eigenschaften der Multiagonisten, dass sie Blutzucker kontrollieren, Körpergewicht deutlich senken und das kardiometabolische Risiko beeinflussen.

Peptidchemie

Peptidchemie ist in der Pressemitteilung das Fachgebiet, in dem Prof. Svetlana Mojsov und Prof. Richard DiMarchi arbeiten bzw. gearbeitet haben. DiMarchis Arbeiten zur chemischen Optimierung und Stabilisierung von Peptidwirkstoffen werden explizit hervorgehoben.

Adipositas

Der Begriff Adipositas erscheint in der Mitteilung als medizinische Bezeichnung für Übergewichtserkrankungen, in deren Behandlung die ausgezeichnete Forschung nach Angaben der Jury eine Rolle spielt. Die Aussendung verbindet die Forschungsergebnisse mit der Entstehung neuer Therapieansätze gegen Adipositas und Typ-2-Diabetes.

Wichtige Daten zum Broermann Medical Innovation Award

Der Broermann Medical Innovation Award wurde nach Angaben der Aussendung 2024 von Dr. Bernard große Broermann, Gründer der Asklepios Kliniken, ins Leben gerufen. Der Preis wird laut Mitteilung für „zukunftsweisende Spitzenleistungen in der medizinischen Forschung“ vergeben und ist mit einer Rekordsumme von 1 Million Euro dotiert.

Die Mitteilung erinnert daran, dass der Award erstmals 2025 vergeben wurde: Bei seiner Premiere ging der Preis an die US-Krebsforscher Prof. Dr. Carl June (University of Pennsylvania) und Prof. Dr. Michel Sadelain (Columbia University) für ihre Arbeit an der CAR-T-Zelltherapie, so die Aussendung.

FAQ zur Auszeichnung

Wer sind die Preisträgerinnen und Preisträger 2026?

Benannt wurden Prof. Dr. med. Dr. h.c. Matthias H. Tschöp (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Svetlana Mojsov (The Rockefeller University, New York) und Prof. Richard DiMarchi (Indiana University, Indiana, USA). Die Jury zeichnet die drei Forschenden laut Pressemitteilung für ihre „wegweisende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Stoffwechselforschung“ aus.

Wie hoch ist das Preisgeld?

Der Broermann Medical Innovation Award ist mit einer Dotierung von einer Million Euro ausgestattet; die Aussendung nennt dies als einen Grund, warum der Preis zu den höchstdotierten Auszeichnungen für medizinische Forschung weltweit zählt.

Wann und wo wird der Preis übergeben?

Die feierliche Verleihung findet am 17. November 2026 in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden statt. Überreicht wird der Preis laut Mitteilung durch den hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein.

Warum wurden gerade diese Forschenden ausgezeichnet?

Die Mitteilung nennt mehrere Forschungsbeiträge als Grundlage der Auszeichnung: die Entdeckung des bioaktiven GLP-1 (Mojsov), DiMarchis Beiträge zur chemischen Stabilisierung und Optimierung von Peptidwirkstoffen sowie Tschöps translationale Forschung und Entwicklung dualer und dreifacher Darmhormon-Koagonisten. Zusammengeführt würden damit Erkenntnisse von aktivem GLP-1 bis zu den gewichtsreduzierenden Wirkungen von GIP und Glucagon sowie der Multiagonisten-Therapie.

Wer entscheidet über die Vergabe?

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer wissenschaftlichen Jury ausgewählt, die aus neun Mitgliedern renommierter Institute besteht. Die Jury wird laut Aussendung unterstützt von einem Kreis internationaler Gutachterinnen und Gutachter und trifft Entscheidungen in einem mehrstufigen Verfahren auf Basis strenger Auswahlkriterien.

Gab es frühere Preisträger?

Ja: Der BMIA wurde 2025 erstmals vergeben; laut Pressemitteilung erhielten damals Prof. Dr. Carl June und Prof. Dr. Michel Sadelain die Auszeichnung für ihre Pionierarbeit bei der Entwicklung der CAR-T-Zelltherapie.

Quellen und Kontakt

Quellen: Pressemitteilung der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA zur Verleihung des Broermann Medical Innovation Award 2026. Weiterführende Informationen zum Award finden sich unter https://www.broermann-award.org/

Kontakt laut Aussendung:
Dr. Corinna Larsen, Tel.: +49 (0) 641 / 985-42302
E-Mail: contact [at] broermann-award.org
Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing, Rübenkamp 226, 22307 Hamburg
Pressetelefon Asklepios: (0 40) 18 18-82 66 36 | 24-Stunden-Rufbereitschaft der Pressestelle: (040) 1818-82 8888

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Schlagworte

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