Mitten im Wiener Stadtentwicklungsgebiet verzeichnet das LeopoldQuartier OFFICE einen bemerkenswerten Vermietungserfolg. Mit drei neuen Mietverträgen durchbricht das innovative Holz-Hybrid-Projekt
Mitten im Wiener Stadtentwicklungsgebiet verzeichnet das LeopoldQuartier OFFICE einen bemerkenswerten Vermietungserfolg. Mit drei neuen Mietverträgen durchbricht das innovative Holz-Hybrid-Projekt erstmals die 40-Prozent-Marke bei der Vermietung seiner Gewerbeflächen. Ein globaler Technologiekonzern, der IT-Spezialist AUVARIA und das Gastronomieunternehmen Leonardi/EUREST haben sich insgesamt über 4.600 Quadratmeter gesichert – ein Signal für die anhaltende Dynamik am Wiener Büroimmobilienmarkt.
Das LeopoldQuartier OFFICE gilt als Europas erstes Holz-Hybrid-Stadtquartier und setzt neue Maßstäbe in der nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Holz-Hybrid-Bauweise kombiniert dabei die Vorteile von Holz mit anderen Materialien wie Beton oder Stahl. Konkret bedeutet dies: Die tragenden Strukturen bestehen größtenteils aus nachhaltigen Holzelementen, während kritische Bereiche wie Treppenhäuser oder Aufzugsschächte aus Stahlbeton gefertigt sind. Diese Bauweise reduziert den CO2-Ausstoß um bis zu 50 Prozent gegenüber konventionellen Betonbauten und schafft gleichzeitig ein natürliches Raumklima mit regulierter Luftfeuchtigkeit.
Die Besonderheit liegt in der Vorfertigung der Holzelemente: In spezialisierten Werken werden präzise Holzmodule hergestellt und anschließend vor Ort zusammengesetzt. Dies verkürzt die Bauzeit erheblich und minimiert Baulärm sowie Staubentwicklung. Gleichzeitig speichert das verbaute Holz dauerhaft CO2 – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in urbanen Räumen.
Die Verwendung von Holz als primärem Baumaterial schafft ein einzigartiges Arbeitsklima. Studien belegen, dass Holzoberflächen Stress reduzieren und die Konzentrationsfähigkeit steigern. Die natürliche Feuchtigkeitsregulation des Materials sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima ohne aufwendige technische Lösungen. Zusätzlich wirkt Holz schalldämmend, was in Großraumbüros einen deutlichen Komfortgewinn bedeutet.
Der größte Vermietungserfolg ist die Anmietung von 3.814 Quadratmetern durch einen internationalen Technologiekonzern, der als Marktführer in der digitalen Kommunikation tätig ist. Obwohl das Unternehmen nicht namentlich genannt wird, deutet die Flächengröße auf einen bedeutenden Player hin, der mehrere hundert Arbeitsplätze in Wien schaffen wird.
Diese Ansiedlung unterstreicht Wiens Position als digitaler Hub in Mitteleuropa. Die österreichische Hauptstadt konkurriert dabei erfolgreich mit anderen europäischen Technologiestandorten wie Berlin, München oder Prag. Besonders die stabile politische Lage, das hohe Bildungsniveau und die zentrale Lage zwischen West- und Osteuropa machen Wien für internationale Konzerne attraktiv.
Mit AUVARIA zieht ein weiteres Technologieunternehmen ins LeopoldQuartier. Das auf Cloud- und KI-Transformation spezialisierte Unternehmen mietet ab Juli 2026 400 Quadratmeter an. AUVARIA exemplifiziert den Trend zur Digitalisierung österreichischer Unternehmen und den steigenden Bedarf an spezialisierten IT-Dienstleistungen.
Cloud-Transformation bezeichnet den Prozess der Verlagerung von IT-Infrastrukturen und -Anwendungen in die Cloud. Statt eigene Server zu betreiben, nutzen Unternehmen externe Rechenzentren und zahlen nur für tatsächlich verwendete Ressourcen. Dies reduziert Kosten und erhöht die Flexibilität. KI-Transformation hingegen bedeutet die Integration künstlicher Intelligenz in Geschäftsprozesse, um Automatisierung zu erreichen und datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen.
Leonardi/EUREST bringt mit 434 Quadratmetern plus Schanigarten ein innovatives Gastronomie-Konzept ins LeopoldQuartier. Das Unternehmen plant einen 24/7-Micromarket im ersten Obergeschoss sowie Premium-Gastronomie im Erdgeschoss. Ein Micromarket ist ein unbemannter Mini-Supermarkt mit Kühlschränken und Regalen, der rund um die Uhr geöffnet ist. Mitarbeiter können sich mittels Karte oder App selbst bedienen und automatisch abrechnen lassen.
Dieses Konzept reagiert auf veränderte Arbeitsgewohnheiten: Flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Modelle erfordern eine Verpflegung, die unabhängig von traditionellen Öffnungszeiten funktioniert. Der Schanigarten erweitert das Angebot um Outdoor-Arbeitsplätze und informelle Meeting-Bereiche.
Randev De Silva, Direktor von Leonardi, betont die Nachhaltigkeit des Konzepts: „Frisch, nachhaltig, modular" bedeutet den Fokus auf regionale Lieferanten, minimal verpackte Produkte und ein flexibles Angebot je nach Nachfrage. Dies reduziert Food Waste und unterstützt lokale Produzenten.
Der durchschnittliche Büro-Quadratmeterpreis von 25 Euro im LeopoldQuartier spiegelt die Premiumpositionierung wider. Zum Vergleich: In München liegen vergleichbare Objekte bei 30-35 Euro, in Frankfurt bei 28-32 Euro pro Quadratmeter. Wien positioniert sich damit als kosteneffiziente Alternative zu westeuropäischen Metropolen bei gleichzeitig hoher Lebensqualität.
In anderen österreichischen Bundesländern sind die Preise deutlich niedriger: Graz erreicht 15-18 Euro, Linz 12-16 Euro und Salzburg 18-22 Euro pro Quadratmeter für Premium-Büroflächen. Diese Preisdifferenz erklärt sich durch die höhere Nachfrage in Wien als wirtschaftlichem und politischem Zentrum Österreichs.
Die Vermietungsquote von 40,31 Prozent bereits vor Fertigstellung ist bemerkenswert. Typischerweise erreichen neue Büroprojekte in Wien diese Quote erst 12-18 Monate nach Bezugsmöglichkeit. Das LeopoldQuartier zeigt damit eine überdurchschnittliche Marktakzeptanz.
Die UBM Development AG positioniert sich als einer der führenden Holzbau-Entwickler Europas. Das Unternehmen konzentriert sich auf Green und Smart Buildings in Metropolregionen. Green Building bezeichnet Gebäude, die während ihres gesamten Lebenszyklus umweltfreundlich konzipiert, gebaut und betrieben werden. Smart Buildings integrieren moderne Technologien für Energiemanagement, Sicherheit und Komfort.
Das Platin-Rating von EcoVadis und der Prime-Status von ISS ESG bestätigen die Nachhaltigkeitsstrategie. EcoVadis bewertet Unternehmen in vier Bereichen: Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Das Platin-Rating erhalten nur die besten ein Prozent aller bewerteten Unternehmen. ISS ESG ist eine der größten ESG-Rating-Agenturen weltweit und vergibt den Prime-Status nur an Unternehmen, die Branchenbenchmarks übertreffen.
UBM blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins 19. Jahrhundert reicht. Das Unternehmen war ursprünglich als Ziegelwerk gegründet worden und entwickelte sich über Jahrzehnte zum Vollsortimenter im Immobilienbereich. Heute bietet UBM alle Development-Leistungen aus einer Hand: Von der Grundstücksakquisition über Planung und Genehmigung bis hin zu Bau und Vermarktung.
Der Erfolg des LeopoldQuartiers deutet auf einen Paradigmenwechsel im Büroimmobilienmarkt hin. Unternehmen legen zunehmend Wert auf nachhaltige Arbeitsplätze als Teil ihrer Corporate Social Responsibility. Die EU-Taxonomie-Verordnung verstärkt diesen Trend: Sie definiert, welche Wirtschaftsaktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten und beeinflusst Finanzierungsbedingungen.
Für Mieter bedeuten Green Buildings oft niedrigere Betriebskosten durch effiziente Haustechnik und staatliche Förderungen. Gleichzeitig steigern sie die Arbeitgeberattraktivität, da qualifizierte Fachkräfte zunehmend Wert auf nachhaltige Arbeitsplätze legen.
Die Integration von IoT-Sensoren (Internet of Things) ermöglicht es, Raumklima, Beleuchtung und Energieverbrauch optimal zu steuern. Künstliche Intelligenz analysiert Nutzungsmuster und passt Gebäudefunktionen automatisch an. Diese Smart-Building-Technologien reduzieren den Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent.
Die Ansiedlung internationaler Unternehmen im LeopoldQuartier stärkt Wiens Position als Wirtschaftsstandort. Jeder neue Arbeitsplatz im Technologiesektor generiert durchschnittlich 2,5 weitere Arbeitsplätze in der Region – durch Zulieferer, Dienstleister und Konsumausgaben der Beschäftigten.
Die Gemeinde Wien profitiert durch Kommunalsteuer, die Unternehmen für jeden Mitarbeiter zahlen. Bei einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 60.000 Euro entspricht dies etwa 1.800 Euro pro Jahr und Arbeitsplatz. Bei geschätzten 500 neuen Arbeitsplätzen im LeopoldQuartier bedeutet dies zusätzliche Einnahmen von rund 900.000 Euro jährlich für die Stadt.
Die erfolgreiche Vermietung des LeopoldQuartiers OFFICE zeigt, dass nachhaltige Büroimmobilien nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich sind. Mit der kontinuierlichen Nachfrage nach Green Buildings etabliert sich Wien als Vorreiter für zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Europa. Für Unternehmen, die noch Büroflächen suchen, bietet das Quartier die Chance, Teil eines wegweisenden Projekts zu werden, das Nachhaltigkeit mit modernster Technologie verbindet.