Eine dramatische Rettungsaktion in den frühen Morgenstunden: 30 Menschen aus Afghanistan, Pakistan, Indien und Bangladesch wurden aus einem überfluteten, sumpfigen Gebiet an der Save geborgen.
30 Menschen aus Afghanistan, Pakistan, Indien und Bangladesch wurden aus einem überfluteten, sumpfigen Gebiet zwischen Štitar und Babina Greda geborgen, nachdem sie teilweise auf Bäumen vom Wasser eingeschlossen waren.
Um 01:42 Uhr ging ein Notruf ein. Die Einsatzkräfte wurden alarmiert und fanden die Personen in einem schwer zugänglichen, überfluteten Gebiet.
An der Rettungsaktion waren rund 120 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste, Einheiten des Zivilschutzes, die Bergrettung sowie das Rote Kreuz. Zum Einsatz kamen Boote, Drohnen mit Wärmebildkameras, ein Polizeihubschrauber sowie ein amphibisches Spezialfahrzeug zur Fortbewegung im sumpfigen Gelände.
Von den 30 geborgenen Personen mussten acht aufgrund schwerer Unterkühlung in Krankenhäuser in Vinkovci, Vukovar und Slavonski Brod eingeliefert werden. Die übrigen erhielten medizinische Erstversorgung.
Kroatiens Innenminister Davor Božinović sagte, nach aktuellen offiziellen Angaben liegen derzeit keine bestätigten Informationen über Todesopfer vor, schloss diese jedoch nicht aus. Die Suche im Einsatzgebiet wurde fortgesetzt, um auszuschließen, dass sich noch weitere Personen in der Gefahrenzone befinden.
Die österreichische Hilfsorganisation SOS Balkanroute berichtete über die anhaltenden Tragödien entlang der Grenzflüsse. Petar Rosandić, Obmann der SOS Balkanroute, sagte: „Solange es keine legalen Fluchtwege gibt, werden sich diese Tragödien fortsetzen.“ Die Organisation nannte, dass sie in den letzten Jahren 100 Bestattungen organisiert und fünf Friedhöfe menschenwürdig gestaltet habe.