PRESSEFEUER
StartseiteFeaturesPreiseToolsDocs
Zurück zum Newsroom
Wirtschaft

KOMKON 2026: Kommunikationskongress zwischen KI und Vertrauen

PRVA und APA-Comm stellen Medienwandel, Arbeitswelt und Informationsqualität ins Zentrum

16. April 2026
Teilen:

Die KOMKON 2026 brachte PR, Medien und Unternehmenskommunikation in Wien zusammen. Im Fokus standen KI, Vertrauen, Transformation und Europas Resilienz.

Die KOMKON 2026 war als großer österreichischer Branchentreff für Kommunikation, PR, Medien und Corporate Communications angelegt. Veranstaltet wurde sie von APA-Comm und dem Public Relations Verband Austria (PRVA). Der Fachkongress fand am 7. Mai 2026 im Tech Gate Vienna statt; ein Pre-Opening war bereits für den Abend des 6. Mai angekündigt. Damit positionierten die Veranstalter die KOMKON nicht als reine PR-Veranstaltung, sondern als Forum für die Frage, wie Kommunikation unter dem Druck von KI, Informationskrisen und gesellschaftlicher Transformation handlungsfähig bleibt.

Ein Kongress für eine Branche unter Veränderungsdruck

Die offizielle KOMKON-Website beschreibt den Kongress als Treffpunkt für Medien, Corporate Communications und PR. Der Claim der Ausgabe 2026 setzte auf Wandel: Kommunikation müsse sich stetig neu erfinden. Das ist mehr als Veranstaltungsrhetorik. Die Branche arbeitet inzwischen in einem Umfeld, in dem künstliche Intelligenz Inhalte schneller erzeugt, Desinformation professioneller verbreitet wird und Zielgruppen klassische Kanäle anders nutzen als noch vor wenigen Jahren.

Für Kommunikationsverantwortliche entstehen daraus konkrete Aufgaben: Sie müssen erklären, einordnen, Reputation schützen, Vertrauen aufbauen und gleichzeitig effizienter werden. Genau deshalb ist ein Kongress wie die KOMKON relevant. Er bündelt nicht nur Vorträge, sondern bringt Dienstleister, Unternehmen, Medien und Verbände in einen gemeinsamen Diskussionsraum. In einer fragmentierten Medienöffentlichkeit kann dieser Austausch wichtiger sein als jede einzelne Keynote.

Programm: Von Vertrauen bis KI

Das offizielle KOMKON-Programm zeigte eine klare Dramaturgie. Nach der Eröffnung durch Ingrid Gogl und Klemens Ganner folgten kurze Keynotes, unter anderem von Doris Schmidauer und Stefanie Rupp-Menedetter. Danach wurden größere Themenblöcke gesetzt: Mut und Möglichkeiten in der Kommunikationsarbeit, Vertrauen und Informationsqualität, Arbeitswelt und Diversität, Europa und Resilienz, Zukunftstechnologien sowie die Perspektive von Chefredakteurinnen.

Besonders auffällig war der Block zu Vertrauen, Propaganda, Fake News und Informationsqualität. Dort wurde ein Problem verhandelt, das viele Organisationen direkt betrifft: Kommunikation wird schneller, aber nicht automatisch verlässlicher. Wenn künstliche Intelligenz Texte, Bilder und Kampagnen beschleunigt, steigt zugleich der Bedarf an Quellenprüfung, Transparenz und redaktioneller Verantwortung. Für PR und Unternehmenskommunikation bedeutet das, dass Reichweite allein nicht mehr genügt. Entscheidend wird, ob Botschaften nachvollziehbar, belegbar und im richtigen Kontext stehen.

KI als Werkzeug, nicht als Ausrede

Der Programmpunkt „Future, KI und Innovation in der Kommunikation“ griff ein Thema auf, das seit 2023 in vielen Kommunikationsabteilungen zur Dauerfrage geworden ist. KI kann Monitoring, Textentwürfe, Recherche, Themenplanung und Variantenbildung beschleunigen. Sie kann aber auch Fehler skalieren, Stereotype verstärken oder unklare Quellenlagen verschleiern. Ein professioneller Umgang mit KI besteht daher nicht darin, alles zu automatisieren, sondern Verantwortlichkeiten neu zu definieren.

Für die Kommunikationsbranche ist das eine anspruchsvolle Balance. Wer KI ignoriert, verliert Effizienz und Reaktionsfähigkeit. Wer sie unkontrolliert einsetzt, riskiert Glaubwürdigkeit. Ein Kongressprogramm, das KI gemeinsam mit Vertrauen und Informationsqualität diskutiert, setzt deshalb einen sinnvollen Rahmen: Technologie wird nicht isoliert gefeiert, sondern in Bezug auf Verantwortung, Medienpraxis und gesellschaftliche Wirkung betrachtet.

Arbeitswelt, Diversität und Transformation

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Arbeitswelt und Transformation. Laut Programm waren unter anderem AMS-Vorstand Johannes Kopf sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Organisationen eingebunden. Dieser Block ist für Kommunikationsprofis besonders praktisch, weil Arbeitgeberkommunikation heute weit über Imagekampagnen hinausgeht. Employer Branding, interne Kommunikation und Veränderungsbegleitung hängen eng zusammen. Wer Fachkräfte gewinnen will, muss erklären können, wofür eine Organisation steht und wie sie Veränderung gestaltet.

Diversität spielt dabei nicht nur als Wertebegriff eine Rolle, sondern als Kommunikationsanforderung. Zielgruppen sind heterogener, Erwartungen an Sprache und Beteiligung differenzierter, und Krisen entstehen oft dort, wo Organisationen diese Unterschiede unterschätzen. Die KOMKON 2026 machte daraus keinen Nebenschauplatz, sondern einen eigenen Programmblock. Das zeigt, dass moderne Kommunikationsarbeit immer stärker Organisationsentwicklung berührt.

Warum PRVA und APA-Comm als Veranstalter wichtig sind

Der PRVA kündigte die KOMKON 2026 als gemeinsames Format mit APA-Comm an. Diese Kombination ist naheliegend: Der PRVA steht als Branchenverband für professionelle Kommunikationsarbeit, APA-Comm bringt die Nähe zu Nachrichten, Medienservices und Kommunikationsinfrastruktur ein. Dadurch treffen beim Kongress zwei Perspektiven aufeinander: strategische PR-Praxis und mediennahe Informationsarbeit.

Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist genau diese Schnittstelle interessant. Kommunikationsabteilungen müssen heute verstehen, wie Medienlogiken funktionieren, welche Rolle Daten und Monitoring spielen, wie Themen platziert werden können und wo die Grenze zwischen legitimer Öffentlichkeitsarbeit und problematischer Einflussnahme liegt. Eine belastbare Branche braucht dafür nicht nur Tools, sondern gemeinsame Standards und Debatte.

Einordnung: Warum der Kongress über PR hinausweist

Auch wenn die KOMKON ein Branchenevent ist, reichen ihre Themen über klassische PR hinaus. Vertrauen, Desinformation, KI und Europa-Resilienz betreffen Verwaltung, Unternehmen, Medienhäuser, NGOs und Politik gleichermaßen. Kommunikation ist in solchen Feldern nicht bloß Verpackung. Sie entscheidet mit darüber, ob komplexe Entwicklungen verständlich werden und ob Institutionen glaubwürdig bleiben.

Das macht den Kongress für Österreich relevant. Die heimische Kommunikationsbranche ist vergleichsweise kompakt, zugleich aber eng mit Medien, Politik, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung verbunden. Ein gemeinsamer Treffpunkt kann helfen, Debatten zu bündeln und professionelle Maßstäbe sichtbar zu machen. Der Nutzen entsteht weniger durch einzelne Bühnenmomente als durch den Austausch darüber, wie Kommunikation in einer beschleunigten Öffentlichkeit verantwortungsvoll betrieben werden kann.

Was Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitnehmen konnten

Der praktische Wert eines Kongresses wie der KOMKON entsteht nicht nur durch die Bühnenbeiträge, sondern durch die Übersetzung in den Arbeitsalltag. Für PR-Verantwortliche kann ein Panel zu Informationsqualität bedeuten, interne Freigabeprozesse zu überprüfen. Für Medienverantwortliche kann ein KI-Block Anlass sein, Richtlinien für generative Tools zu schärfen. Für Unternehmenskommunikation kann die Diskussion über Arbeitswelt und Diversität zeigen, dass Arbeitgeberbotschaften glaubwürdig nur dann funktionieren, wenn sie mit tatsächlichen Strukturen zusammenpassen.

Auch der Netzwerkcharakter ist nicht nebensächlich. Kommunikationsarbeit ist oft von schnellen Entscheidungen geprägt: Krisenreaktionen, Themenmonitoring, Stakeholder-Dialoge, Medienanfragen und interne Abstimmungen laufen parallel. Ein Branchentreff bietet die Möglichkeit, diese Praxisfragen außerhalb akuter Drucksituationen zu besprechen. Gerade weil KI und Desinformation viele Routinen verändern, braucht die Branche Orte, an denen Erfahrungen offen verglichen werden können. Die KOMKON 2026 setzte dafür einen konzentrierten Rahmen: ein Tag, mehrere Perspektiven, ein gemeinsamer Fokus auf professionelle Kommunikation in unsicheren Informationsumgebungen.

FAQ zur KOMKON 2026

Wann und wo fand die KOMKON 2026 statt?

Der Fachkongress war für den 7. Mai 2026 im Tech Gate Vienna angesetzt. Zusätzlich wurde ein Pre-Opening am Abend des 6. Mai angekündigt.

Wer veranstaltete die KOMKON?

Veranstalter waren APA-Comm und der Public Relations Verband Austria. Beide bündeln damit mediennahe Kommunikationsservices und Branchenvertretung.

Welche Themen standen im Mittelpunkt?

Das Programm setzte Schwerpunkte bei KI, Informationsqualität, Vertrauen, Arbeitswelt, Diversität, Europa und der Zukunft journalistischer und professioneller Kommunikation.

Quellen

  • KOMKON 2026: offizielle Veranstaltungsseite
  • KOMKON 2026: offizielles Programm
  • PRVA: Save the Date zur KOMKON 2026
  • KEYmedia: Termin- und Programmkontakt zur KOMKON26

Schlagworte

#Kommunikation#PR#Zukunft#KI#Bild#Weiterbildung#Wissenschaf

Häufig gestellte Fragen

Wann fand die KOMKON 2026 statt?

Der Fachkongress war für den 7. Mai 2026 im Tech Gate Vienna angesetzt; ein Pre-Opening war für den 6. Mai angekündigt.

Wer stand hinter dem Kongress?

Die KOMKON 2026 wurde von APA-Comm und dem Public Relations Verband Austria veranstaltet.

Welche Themen prägten das Programm?

Im Mittelpunkt standen KI, Vertrauen, Informationsqualität, Arbeitswelt, Diversität, Europa und die Zukunft professioneller Kommunikation.

Weitere Meldungen

OTS
Wirtschaft

Wien: Rechnungsabschluss 2025 – ÖVP kritisiert Ausgabenproblem

22. Juni 2026
Lesen
OTS
Wirtschaft

IV: Wissenschaftsregionen und Teilzeitstudium begrüßt

22. Juni 2026
Lesen
OTS
Wirtschaft

E‑Commerce‑Studie 2026: Onlinehandel wächst auf 12,3 Mrd.

22. Juni 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen
PRESSEFEUER

Deutschsprachige KI-PR-Software aus Österreich für den DACH-Raum.

Produkt

  • Features
  • Preise
  • API & Agents
  • Docs

Ressourcen

  • Kostenlose Tools
  • Tools-Doku
  • MCP für Agenten
  • MCP Tool-Referenz
  • Agent Security
  • llms.txt
  • llms-full.txt
  • agents.txt

Unternehmen

  • Über uns
  • Kontakt

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB

© 2026 Pressefeuer.at. Powered by AdSimple.