Eine Partnerschaft, die österreichische Tradition mit Spitzensport vereint: Das Weingut Keringer aus Mönchhof im Burgenland wird offizieller Weißwein-Partner des Österreichischen Fußball-Bundes. Be
Eine Partnerschaft, die österreichische Tradition mit Spitzensport vereint: Das Weingut Keringer aus Mönchhof im Burgenland wird offizieller Weißwein-Partner des Österreichischen Fußball-Bundes. Bei allen Länderspielen auf heimischem Boden sorgt künftig der Keringer Welschriesling im VIP-Bereich für Genussmomente. Gleichzeitig verstärkt das Familienunternehmen sein Engagement beim SCR Altach, wo die Rotweine bereits im zweiten Jahr im gesamten Stadion ausgeschenkt werden.
Das Weingut Keringer, unter der Leitung von Robert Keringer, hat sich über Jahrzehnte einen Namen als Produzent herausragender Rotweine gemacht. Die Neusiedlersee-Region gilt als Österreichs bedeutendstes Rotweingebiet, wo auf über 6.000 Hektar Rebfläche vor allem internationale Sorten wie Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent gedeihen. Das kontinentale Pannonische Klima mit heißen Sommern und milden Herbsttagen schafft ideale Bedingungen für kraftvolle, vollmundige Weine.
Doch Keringer beweist nun mit seinem Welschriesling, dass das Burgenland auch im Weißweinbereich überzeugt. Der Welschriesling, eine traditionelle österreichische Rebsorte, bringt im burgenländischen Terroir frische, mineralische Weine hervor, die perfekt zur gehobenen Gastronomie passen. Die Auswahl durch den ÖFB erfolgte nach einer Verkostung, bei der der Keringer Welschriesling bei der renommierten Weinprämierung „Rot Goldene Traube 2025" das Finale in der Kategorie Weißwein Klassik erreichte.
Der Österreichische Fußball-Bund verfolgt mit der Partnerschaft eine Strategie der bewussten Förderung heimischer Produzenten. Neben Keringer als Weißwein-Partner übernimmt Lisa Pfneissl den Rotwein-Bereich - ebenfalls eine Vertreterin der burgenländischen Weinszene. Diese Kooperation zwischen Spitzensport und regionaler Qualitätsproduktion spiegelt einen Trend wider, der sich durch ganz Österreich zieht: Die Verbindung von Tradition und modernem Marketing.
Die ersten beiden Länderspiele unter der neuen Partnerschaft verliefen aus sportlicher Sicht erfolgreich: Ein 5:1-Sieg gegen Ghana und ein 1:0 gegen Südkorea sorgten für positive Stimmung im VIP-Bereich, wo die Gäste erstmals den Keringer Welschriesling verkosten konnten. Für ein Weingut bedeutet eine solche Präsenz enormes Marketingpotenzial - schließlich erreichen Länderspiele regelmäßig über 500.000 Fernsehzuschauer in Österreich.
Ein besonderes Highlight der Partnerschaft steht mit dem ÖFB-Cup-Finale am 1. Mai in Klagenfurt bevor. Für Robert Keringer wird dieses Ereignis zu einem "Heimmatch", da sein Weingut gleich doppelt vertreten ist: Als ÖFB-Partner und als offizieller Weinsponsor des SCR Altach, sollte der Vorarlberger Verein das Finale erreichen.
Das ÖFB-Cup-Finale gilt als eines der wichtigsten Sportereignisse Österreichs und lockt regelmäßig über 25.000 Zuschauer ins Stadion. Die mediale Reichweite erstreckt sich auf mehr als eine Million Fernsehzuschauer. Für regionale Produzenten wie Keringer bietet solch eine Plattform unschätzbare Möglichkeiten zur Markenpositionierung im Premium-Segment.
Die Zusammenarbeit mit dem SCR Altach zeigt exemplarisch, wie sich Vereinspartnerschaften in der modernen Fußball-Bundesliga entwickelt haben. Während Wein früher hauptsächlich in VIP-Bereichen ausgeschenkt wurde, können Altach-Fans die Keringer Rotweine im gesamten Stadion genießen. Diese Demokratisierung des Premiumangebots entspricht einem europaweiten Trend im Stadion-Catering.
Der SCR Altach investierte zuletzt massiv in die Infrastruktur: Der völlig neu gestaltete Business Club hinter der Westtribüne bietet Platz für bis zu 1.000 Gäste und dient als Veranstaltungszentrum für Firmenfeiern und Networking-Events. Solche Multifunktionsräume generieren für Vereine mittlerweile oft mehr Umsatz als der reine Spielbetrieb. Keringer profitiert als exklusiver Rotweinpartner von dieser Entwicklung, während Josef Dockner aus dem Kremstal den Weißweinbereich abdeckt.
Die Partnerschaft zwischen Keringer und dem ÖFB sowie dem SCR Altach verdeutlicht die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Sports für österreichische Weinproduzenten. Das Burgenland erwirtschaftet jährlich rund 180 Millionen Euro Umsatz mit Wein, wobei der Export kontinuierlich wächst. Präsenz bei Sportereignissen hilft dabei, die Markenbekanntheit zu steigern und neue Zielgruppen zu erschließen.
Vergleichbare Partnerschaften gibt es bereits in anderen Bundesländern: In der Steiermark kooperieren mehrere Weingüter mit dem SK Sturm Graz, während niederösterreichische Produzenten beim SK Rapid Wien präsent sind. Diese Entwicklung zeigt, dass sich der österreichische Fußball zunehmend als Plattform für heimische Qualitätsprodukte etabliert.
Im internationalen Vergleich hinkt Österreich beim Sportsponsoring durch Weinproduzenten noch hinterher. In Deutschland sind Partnerschaften zwischen Bundesliga-Vereinen und Winzern bereits etabliert, während in Frankreich Champagner-Häuser traditionell bei Sportereignissen präsent sind. Die Schweiz hat mit ihrer "Wein und Sport"-Initiative sogar ein nationales Programm zur Förderung solcher Kooperationen entwickelt.
Österreichs Besonderheit liegt in der Vielfalt der Weinregionen auf relativ kleinem Raum: Vom Burgenland über die Steiermark bis hin zum Kremstal können verschiedene Stilrichtungen und Terroir-Charakteristika präsentiert werden. Diese Diversität macht österreichische Weine für internationale Gäste bei Sportereignissen besonders attraktiv.
Die Präsenz burgenländischer Weine bei ÖFB-Länderspielen und in Bundesliga-Stadien wirkt sich positiv auf den Weintourismus aus. Viele Besucher, die erstmals einen Keringer-Wein im Stadion probieren, informieren sich anschließend über Verkostungen und Weingut-Besuche. Das Burgenland verzeichnet jährlich über 500.000 Weintouristen, die durchschnittlich 180 Euro pro Besuch ausgeben.
Restaurants und Weinbars profitieren ebenfalls von der erhöhten Sichtbarkeit österreichischer Produzenten im Sport. Wenn Konsumenten einen Wein in positivem Umfeld erleben - etwa nach einem Fußball-Sieg - steigt die Bereitschaft, diesen auch in der Gastronomie zu bestellen. Studien zeigen, dass Markenbekanntheit durch Sportsponsoring um bis zu 40 Prozent gesteigert werden kann.
Moderne Weingüter wie Keringer setzen zunehmend auf nachhaltige Produktionsmethoden und kurze Transportwege. Die Belieferung österreichischer Stadien reduziert CO₂-Emissionen im Vergleich zu importierten Weinen erheblich. Gleichzeitig unterstützen solche Partnerschaften die regionale Wertschöpfung und sichern Arbeitsplätze in strukturschwächeren Gebieten wie dem Burgenland.
Der SCR Altach hat bereits angekündigt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Partnerschaften mit regionalen Produzenten sind ein wichtiger Baustein dieser Strategie. Auch der ÖFB prüft derzeit, wie Nachhaltigkeitskriterien bei der Auswahl von Sponsoren und Partnern stärker berücksichtigt werden können.
Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen Keringer und dem ÖFB könnte wegweisend für weitere Kooperationen zwischen österreichischen Weinproduzenten und Sportvereinen sein. Experten prognostizieren, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren verstärken wird, da sowohl Vereine als auch Weingüter von der Zusammenarbeit profitieren.
Für die kommende Saison plant Keringer bereits die Ausweitung der Aktivitäten: Neben den Länderspielen und Altach-Heimspielen soll der Wein auch bei anderen Sportveranstaltungen wie Tennis-Turnieren und Ski-Events präsent sein. Die Digitalisierung eröffnet zusätzliche Möglichkeiten: Live-Verkostungen während Fernsehübertragungen oder virtuelle Weingut-Führungen für Fußball-Fans könnten neue Zielgruppen erschließen.
Die Erfolgsgeschichte von Keringer zeigt exemplarisch, wie traditionelle österreichische Produzenten durch innovative Marketingansätze neue Märkte erobern können. Wenn Qualität stimmt und die Präsentation professionell erfolgt, entstehen Win-Win-Situationen für alle Beteiligten: Sportvereine erhalten authentische Partner, Weinproduzenten gewinnen Sichtbarkeit und Konsumenten entdecken hochwertige regionale Produkte.