Gendertagung von 100% Sport in Wien diskutierte Gewalt, Diskriminierung und Schutzstrukturen im Vereins- und Breitensport
Bei der Gendertagung „Sport für ALLE – LGBTQIA+ Inklusion in Bewegung“ in Wien thematisierten Expert*innen Gewalt, Ausgrenzung und fehlende Schutzstrukturen im Sport.
Sport steht für Teamgeist, Fairness und Gemeinschaft. Dennoch, so wiesen nationale und internationale Expert*innen bei der Gendertagung „Sport für ALLE – LGBTQIA+ Inklusion in Bewegung“ des Vereins 100% Sport in Wien hin, fühlen sich viele LGBTQIA+ Personen in Sportvereinen noch immer nicht sicher oder willkommen.
In der Aussendung zu der Tagung heißt es, Studien zeigten, dass LGBTQIA+ Sportler*innen häufiger von psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt betroffen seien. Viele zögen sich deshalb aus Vereinen oder dem Sport ganz zurück. Diese Beobachtung bildete einen zentralen Ausgangspunkt der Diskussionen in Wien.
Die Veranstaltung von 100% Sport brachte nationale und internationale Expert*innen zusammen, um Fragen von Sicherheit, Chancengleichheit und Teilhabe im Sportalltag zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen konkrete Probleme wie diskriminierende Sprache, Unsicherheiten im Umgang mit trans*, inter* und nonbinären Personen sowie fehlende Schutzstrukturen in Vereinen und Verbänden.
Dr.in Rosa Diketmüller, Präsidentin von 100% Sport, wird in der Aussendung mit den Worten zitiert: „Sport muss für alle Menschen ein sicherer Ort sein – unabhängig von Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung. Wer Angst vor Ausgrenzung hat, kann die positiven Werte des Sports gar nicht erleben.“ Diese Aussage fasst die in Wien formulierten Kernanliegen zusammen.
Internationale Perspektiven brachte laut Aussendung Hugh Torrance von der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF) nach Wien. Ebenfalls genannt ist Sarah Townsend vom ENGSO Equality Within Sport Committee. Beide diskutierten gemeinsam mit Vertreter*innen österreichischer Vereine und Organisationen über Wege zu einem inklusiveren Sport.
Die Mitteilung stellt diese Beiträge als Ergänzung zu nationalen Erfahrungen dar: Die Vertreter*innen aus europäischen Sportnetzwerken brachten demnach übergreifende Blickwinkel ein, die mit Praxisbeispielen aus österreichischen Vereinen verbunden wurden. Ziel war, unterschiedliche Ebenen des organisierten Sports in Beziehung zu setzen – vom lokalen Verein bis zu größeren Verbänden.
Laut Aussendung ermöglichten die Beiträge der EGLSF und des ENGSO-Gremiums einen Austausch über grenzüberschreitende Erfahrungen zu Diskriminierung und Schutzmechanismen im Sport. Diese internationalen Perspektiven dienten in Wien als Vergleichsrahmen, innerhalb dessen nationale Vertreter*innen konkrete Fragestellungen des Vereins- und Breitensports diskutierten.
Die Veranstaltung verband demnach europäische Diskussionslinien mit konkreten Beispielen aus österreichischen Strukturen. Dadurch sollten laut Mitteilung mögliche Praktiken und Überlegungen sichtbar werden, die sowohl auf Verbandsebene als auch im Vereinsalltag relevant sein können.
Die Expert*innen forderten laut Mitteilung mehr Schutz für betroffene Sportler*innen, klare Konsequenzen bei Diskriminierung und mehr Bewusstsein im Sport. In der Aussendung heißt es außerdem, viele LGBTQIA+ Personen würden sich im Sportalltag noch immer verstecken oder aus Angst vor Ablehnung ganz aus dem Vereinsleben zurückziehen.
Die Zielgruppe der Tagung waren insbesondere Gender- und Gleichstellungsbeauftragte des organisierten Sports. Diese Schlüsselpersonen können laut Aussendung Impulse und Good-Practice-Beispiele für ihre tägliche Arbeit mitnehmen, heißt es weiter, weil sie in ihren Funktionen Einfluss auf Sicherheit und Teilhabe im Vereinsleben haben.
Die in Wien diskutierten Herausforderungen beziehen sich laut Aussendung auf verschiedene Ebenen des organisierten Sports: Sie betreffen demnach den Spitzensport ebenso wie Vereins- und Breitensport. Konkret genannt werden in der Mitteilung Aspekte wie diskriminierende Sprache, Unsicherheiten im Umgang mit trans*, inter* und nonbinären Menschen sowie fehlende Schutzstrukturen.
Aus der Aussendung geht hervor, dass die Tagung Antworten und konkrete Wege zu einem inklusiveren Sport suchte, wobei die Diskussionen in Wien Perspektiven aus Europa und Praxisbeispiele österreichischer Organisationen verbanden.
LGBTQIA+: Die Abkürzung steht für unterschiedliche Identitäten und Orientierungen, die unter dem Begriff der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität zusammengefasst werden. In der Tagungs-Aussendung wird der Sammelbegriff genutzt, um auf die Vielfalt von Personen hinzuweisen, die im Sport von Diskriminierung oder Gewalt betroffen sein können.
trans*: Das Sternchen nach trans in der Aussendung signalisiert eine inklusive Schreibweise, die unterschiedliche Formen von Transidentität umfasst. In Wien wurde Unsicherheit im Umgang mit trans Personen als konkretes Thema genannt.
inter*: Ebenfalls mit Sternchen geschrieben, steht inter* in der Aussendung für Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung. Die Diskussion in Wien nannte Unsicherheiten im Umgang mit inter* Personen als eines der behandelten Probleme.
nonbinär: Der Begriff bezeichnet Personen, deren Geschlechtsidentität nicht ausschließlich als männlich oder weiblich einzuordnen ist. Solche Identitäten wurden in der Tagung explizit als Teil der Diskussionsfelder genannt.
European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF): Die Organisation wird in der Aussendung namentlich genannt; Hugh Torrance vertrat die EGLSF in Wien und brachte damit internationale Perspektiven in die Debatte.
ENGSO Equality Within Sport Committee: Ebenfalls namentlich genannt, wurde Sarah Townsend vom ENGSO-Gremium in Wien zitiert. ENGSO ist als europäische Organisation im Sportbereich bekannt, das Committee befasst sich laut Aussendung mit Gleichstellungsfragen im Sportkontext.
Diese Punkte sind in der Aussendung als Resultate der Tagung genannt; sie geben Orientierung für die Funktionen, an die die Veranstaltung adressiert war. Konkrete Umsetzungsmaßnahmen oder verbindliche Beschlüsse werden in der Mitteilung nicht detailliert aufgelistet.
Laut Mitteilung konnten Gender- und Gleichstellungsbeauftragte des organisierten Sports wertvolle Impulse und Good-Practice-Beispiele für ihre tägliche Arbeit mitnehmen. Die Aussendung betont, dass gerade diese Schlüsselfunktionen einen Beitrag dazu leisten, Sport gerechter, sicherer und chancengleicher zu gestalten.
Die zentrale Botschaft der Tagung fasst die Mitteilung so zusammen: Sport könne seine verbindende Kraft nur dann entfalten, wenn wirklich alle Menschen gleichberechtigt daran teilhaben können. Konkrete organisatorische oder rechtliche Maßnahmen werden in der Aussendung nicht detailliert beschrieben; genannt werden allgemeine Forderungen nach Schutz, Konsequenzen und Bewusstseinsbildung.
Die Veranstaltung wurde von 100% Sport – Österreichisches Zentrum für Genderkompetenz und Safe Sport – organisiert. In der Aussendung steht, dass die Tagung in Wien stattfand und nationale wie internationale Expert*innen zusammenführte.
In der Aussendung werden diskriminierende Sprache, Unsicherheiten im Umgang mit trans*, inter* und nonbinären Personen sowie fehlende Schutzstrukturen in Vereinen und Verbänden als konkrete Probleme genannt. Zudem wird auf Studien verwiesen, die höhere Betroffenheit von psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt unter LGBTQIA+ Sportler*innen zeigen.
Laut Mitteilung forderten die Expert*innen mehr Schutz für betroffene Sportler*innen, klare Konsequenzen bei Diskriminierung und ein größeres Bewusstsein im Sport. Die Aussendung betont, dass viele LGBTQIA+ Personen sich aus Angst vor Ablehnung aus dem Vereinsleben zurückziehen.
Hugh Torrance von der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF) und Sarah Townsend vom ENGSO Equality Within Sport Committee werden in der Mitteilung als internationale Referent*innen genannt. Sie diskutierten gemeinsam mit Vertreter*innen österreichischer Vereine und Organisationen.
Die Tagung richtete sich insbesondere an Gender- und Gleichstellungsbeauftragte des organisierten Sports. Die Aussendung nennt diese Funktionen als zentrale Adressaten, weil sie in ihrer täglichen Arbeit Impulse und Good-Practice-Beispiele umsetzen können.
In der Aussendung werden Forderungen nach mehr Schutz, klaren Konsequenzen bei Diskriminierung und gestiegenem Bewusstsein genannt; detaillierte rechtliche Maßnahmen oder verbindliche Schritte werden in der Mitteilung jedoch nicht beschrieben. Die Tagung wird als Diskussions- und Informationsformat dargestellt.
Quelle der Informationen ist die Aussendung von 100% Sport – Österreichisches Zentrum für Genderkompetenz und Safe Sport zur Gendertagung „Sport für ALLE – LGBTQIA+ Inklusion in Bewegung“ in Wien. Weiterführende Informationen sind auf der Website von 100% Sport abrufbar:
Kontakt laut Mitteilung:
100% Sport - Österreichisches Zentrum für Genderkompetenz und Safe Sport
Mag.a Claudia Koller
Telefon: 0699 1000 86 12
E-Mail: claudia.koller [at] 100prozent-sport.at