Die Spannung steigt, wenn das junge Kärntner Duo, bestehend aus Noah Scheriau aus St. Urban und Leon Korak aus Brückl, im September nach Dänemark reist, um bei der Berufs-Europameisterschaft EuroSkills 2025 in der Disziplin Mechatronik anzutreten. Diese beiden herausragenden Talente repräsentieren n
Die Spannung steigt, wenn das junge Kärntner Duo, bestehend aus Noah Scheriau aus St. Urban und Leon Korak aus Brückl, im September nach Dänemark reist, um bei der Berufs-Europameisterschaft EuroSkills 2025 in der Disziplin Mechatronik anzutreten. Diese beiden herausragenden Talente repräsentieren nicht nur Kärnten, sondern ganz Österreich auf der prestigeträchtigen Bühne in Herning. Es ist ein Wettkampf, der mehr als 100.000 Zuschauer anzieht und bei dem über 600 Teilnehmer aus 32 Ländern in 38 Disziplinen gegeneinander antreten.
EuroSkills ist die größte Berufswettbewerbsveranstaltung Europas, die seit 2008 alle zwei Jahre stattfindet. Ziel ist es, junge Fachkräfte zu fördern und die Qualität der beruflichen Bildung in Europa zu präsentieren. Teilnehmer, auch bekannt als "Young Professionals", sind Fachkräfte, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und unter 25 Jahre alt sind. Der Wettbewerb bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auf internationalem Niveau unter Beweis zu stellen und sich mit den Besten der Besten zu messen.
Mechatronik ist ein interdisziplinäres Feld, das Mechanik, Elektronik und Informatik kombiniert. Es spielt eine zentrale Rolle in der modernen Industrie, da es die Grundlage für viele automatisierte Systeme bildet, die in der Fertigung, Automobilindustrie und vielen anderen Bereichen eingesetzt werden. Die hohe Nachfrage nach qualifizierten Mechatronikern ist ein Indikator für die Bedeutung dieser Disziplin.
Der österreichische Beitrag zu diesem Wettbewerb ist bemerkenswert. Seit 2008 hat Österreich kontinuierlich Medaillen gewonnen, doch in der Disziplin Mechatronik steht Gold noch aus. Das Kärntner Duo ist entschlossen, diese Lücke zu schließen und Geschichte zu schreiben.
Die Vorbereitung auf einen Wettbewerb dieser Größenordnung erfordert monatelanges Training und Hingabe. Jürgen Kraft, Geschäftsführer von SkillsAustria, betont, dass es nicht nur um technische Perfektion geht. "Es geht darum, Fähigkeiten zu entwickeln, die in modernen Wirtschaftsräumen benötigt werden: internationale Erfahrung, Leistungsfähigkeit unter Druck und die Fähigkeit, Innovationen in der Praxis umzusetzen." Durch Teamtrainings, internationale Wettbewerbe und individuelles Mentalcoaching wird eine Grundlage geschaffen, die den Fachkräften einen langfristigen Vorteil verschafft.
Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, hebt die Bedeutung von Noah Scheriau und Leon Korak als Botschafter der beruflichen Exzellenz hervor. "Sie stehen für das hohe Niveau der technischen Ausbildung in unserer Region, das Engagement der Betriebe sowie der Ausbilder und für die außergewöhnliche Leistungsbereitschaft unserer jungen Fachkräfte."
Michael Velmeden, Spartenobmann der Industrie in der WK Kärnten, sieht die Teilnahme der jungen Mechatroniker als starkes Signal. "Es zeigt die hohe Qualität der Ausbildung und das Engagement der Betriebe in unserer Region." Die beiden jungen Männer wurden intensiv von Experten wie Simon Aschmüller von den ÖBB und ihrer beruflichen Ausbildung bei Flextronics vorbereitet.
Die EuroSkills 2025 könnten für Kärnten und ganz Österreich ein historischer Moment werden. Noch nie konnte Österreich in der Disziplin Mechatronik Gold gewinnen. Die bisherigen Erfolge, wie der siebte Platz und eine Medallion for Excellence bei der WM in Lyon im Vorjahr, sind ein Ansporn für das Duo, das sich nicht von Statistiken entmutigen lässt.
Österreich hat eine beeindruckende Bilanz bei den EuroSkills. Bei der letzten EM 2023 in Danzig holte das Team 18 Mal Edelmetall und neun Medallions for Excellence. Österreich ist damit amtierender Berufs-Europameister. Der Erfolg bei den EuroSkills spiegelt die hohe Qualität der beruflichen Ausbildung in Österreich wider und ist ein Beweis für das Engagement der Ausbildungsstätten und Unternehmen.
Der Erfolg bei internationalen Wettbewerben stärkt nicht nur das Image der österreichischen Fachkräfte, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Qualifizierte Fachkräfte sind ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Die Teilnahme an EuroSkills zeigt, dass Österreich in der Lage ist, auf internationalem Niveau mitzuhalten und sogar zu dominieren.
Der Erfolg des Kärntner Duos könnte weitreichende Folgen haben. Ein Sieg in Dänemark würde nicht nur die Karrierechancen der beiden jungen Männer erheblich verbessern, sondern auch als Inspiration für andere junge Fachkräfte dienen. Es würde den Fokus auf die Bedeutung der beruflichen Ausbildung lenken und möglicherweise zu einer verstärkten Unterstützung seitens der Politik und der Wirtschaft führen.
Die EuroSkills 2025 sind mehr als nur ein Wettbewerb. Sie sind eine Bühne für die besten jungen Fachkräfte Europas und ein Schaufenster für die Qualität der beruflichen Ausbildung. Das Kärntner Duo ist bereit, Geschichte zu schreiben, und ganz Österreich schaut gespannt zu.
Ob Noah Scheriau und Leon Korak in Dänemark Gold holen werden, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Ihre Teilnahme an den EuroSkills ist bereits jetzt ein Sieg für die berufliche Ausbildung in Österreich. Sie sind Vorbilder für kommende Generationen und ein Beweis dafür, dass harte Arbeit, Engagement und die richtige Unterstützung zu außergewöhnlichen Leistungen führen können.
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