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Iran-Krise: Österreich soll Hilfe für 4,2 Millionen Vertriebene aufstocken

18. März 2026
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Während sich die Lage im Nahen Osten dramatisch zuspitzt und über 4,2 Millionen Menschen auf der Flucht sind, steht Österreich vor einer Entscheidung: Soll das Land seine humanitäre Hilfe deutlich ...

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Während sich die Lage im Nahen Osten zuspitzt, steht Österreich vor einer Entscheidung: Soll das Land seine humanitäre Hilfe deutlich ausweiten oder bleibt es bei symbolischen Gesten? Die AG Globale Verantwortung, der Dachverband österreichischer Hilfsorganisationen, schlägt Alarm und fordert eine sofortige Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds.

Beispiellose Eskalation im Nahen Osten überfordert Hilfssystem

"Die Geschwindigkeit, das Ausmaß und die Gleichzeitigkeit der Eskalation im Iran und im Libanon sind in der jüngeren Vergangenheit der Region beispiellos", warnt Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Über 3,2 Millionen Menschen sind allein im Iran auf der Flucht, knapp eine Million im Libanon. Darunter befinden sich auch Menschen, die bereits mehrfach vertrieben wurden - Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien und den palästinensischen Gebieten, die nun erneut um ihr Überleben kämpfen müssen.

Wank verweist darauf, dass die Versorgung vieler Menschen durch zerstörte Infrastruktur erschwert ist.

Internationale Hilfsorganisationen am Limit

Das strukturell unterfinanzierte internationale Hilfssystem kann mit der Vielzahl gleichzeitiger Krisen nicht mehr Schritt halten. "Es häufen sich die Fälle, in denen humanitäre Hilfsorganisationen nicht mehr imstande sind, Menschen rechtzeitig zu erreichen, zu versorgen und zu schützen", erklärt Wank die prekäre Situation.

Österreichs Auslandskatastrophenfonds: Zu wenig für wachsende Krisen

Österreich verfügt mit dem Auslandskatastrophenfonds über ein Instrument der humanitären Hilfe. Derzeit genügten die vorgesehenen Mittel nach Einschätzung der AG Globale Verantwortung nicht, um den tatsächlichen humanitären Bedarfen gerecht zu werden.

Erfahrung österreichischer Hilfsorganisationen als Trumpf

"Unsere Stärke liegt in partnerschaftlicher Zusammenarbeit, Vertrauen und Dialogbereitschaft", betont Wank die österreichischen Kompetenzen. Mit dem Auslandskatastrophenfonds und den erfahrenen österreichischen Hilfsorganisationen könne das Land Menschen wirksam unterstützen, so sein Standpunkt.

Neue Regierung vor Bewährungsprobe

Die AG Globale Verantwortung appelliert an Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Finanzminister Markus Marterbauer, den Auslandskatastrophenfonds rasch deutlich zu erhöhen.

Abschließend betont Wank: "Das derzeitige Weltgeschehen ist ein schriller Weckruf! Wenn die Bundesregierung an einer friedlicheren, gerechten und stabileren Welt mitwirken und auch die Sicherheit und das Wohlergehen der österreichischen Bevölkerung gewährleisten will, dann muss sie die Humanitäre Hilfe und die langfristig wirkende internationale Entwicklung in ihrem nächsten Budget substanziell stärken."

Schlagworte

#Krieg#Iran#Libanon#Trump#Auslandskatastrophenfonds#Budget#Entwicklungshilfe#Katastrophen#Bundesregie

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