Am 18. März 2024 wurde in Linz der Vorstand des Dachverbands Berufliche Inklusion Austria (dabei-austria) neu gewählt. Im Zentrum der Mitgliederversammlung stand die Forderung nach Reformen des Ausgleichstaxfonds.
Am 18. März 2024 wurde in Linz der Vorstand von dabei-austria, dem Dachverband Berufliche Inklusion Austria, neu gewählt. Im Zentrum der Mitgliederversammlung stand die Reform des Ausgleichstaxfonds (ATF), das als zentrales Finanzierungsinstrument für berufliche Inklusion thematisiert wurde.
Eva Skergeth-Lopič wurde für ihre fünfte Periode als Vorsitzende bestätigt. Christina Schneyder, Geschäftsführerin von dabei-austria, sagte dazu: „Dass Eva Skergeth-Lopič nun für ihre fünfte Periode als Vorstandsvorsitzende wiederbestellt wurde, spricht für das Vertrauen unserer 97 Mitgliedsorganisationen in die Arbeit des Vorstands.“
Das Team besteht aus insgesamt zehn Personen. Weiterhin aktiv sind Andreas Jesse (autArK Soziale Dienstleistungs-GmbH) als Stellvertreter, Kassierin Andrea Fechter (Volkshilfe Arbeitswelt), Kassier-Stellvertreter Gernot Reinthaler (ÖZIV-Bundesverband), Schriftführer Harald Schneider (arbas Arbeitsassistenz Tirol GmbH) sowie die Vorstandsmitglieder Monika Weibold (Jugend am Werk / BBRZ), Andreas Pepper (Jugend am Werk Steiermark) und Gerda Reiter (innovia gem GmbH). Personell erweitert wurde der Vorstand um Andrea Stoick, Geschäftsführerin der Psychosoziale Zentren gGmbH, als Sprecherin für den Fachbereich Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, sowie Maria Strobl, Bereichsleiterin Inklusive Bildung - Berufliche Inklusion bei der Caritas der Erzdiözese Wien.
Österreichweit engagieren sich rund 2.800 Inklusionsfachkräfte in den vom Sozialministeriumservice beauftragten Projekten. Die im Dachverband organisierten Projekte nennen jährlich rund 110.000 Teilnehmer:innen. Ziel der Maßnahmen ist laut dabei-austria, dass durch berufliche Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt jede Person über ein kollektivvertraglich geregeltes Arbeitsverhältnis ein Einkommen verdienen kann, so die Vorsitzende Eva Skergeth-Lopič.
Die Mitgliederversammlung thematisierte bundesweite Programm- und Angebotskürzungen sowie strukturelle Herausforderungen und Reformbedarf beim Ausgleichstaxfonds (ATF). Im Namen von 97 Mitgliedsorganisationen fordert dabei-austria drei Schritte von der Bundesregierung:
Eva Skergeth-Lopič verwies auf die UN-Behindertenrechtskonvention, die Österreich 2008 ratifiziert hat, und forderte, dass sie politische Entscheidungen verbindlich leiten müsse. Konkrete Maßnahmen für berufliche Inklusion bräuchten den geeigneten gesetzlichen Rahmen und eine nachhaltig geregelte Finanzierung, so die Vorsitzende.