Seniorenbund-Präsidentin Korosec begrüßt niederschwellige Impfangebote
Die Bundesregierung plant, Impfungen künftig auch in Apotheken anzubieten. Besonders Senioren sollen von der vereinfachten Zugänglichkeit profitieren.
Die österreichische Bundesregierung hat eine bedeutende Neuerung im Gesundheitswesen angekündigt: Künftig sollen Impfungen nicht nur bei Ärzten, sondern auch in Apotheken möglich sein. Diese Initiative stößt auf breite Zustimmung, insbesondere bei Vertretern der älteren Generation.
Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbunds, zeigt sich erfreut über diese Entwicklung: "Das Impfen in der Apotheke spart Zeit, Mühe und entlastet Ärztinnen und Ärzte. Gerade für ältere Menschen sind nahegelegene und einfach zugängliche Impfangebote essenziell."
Die erfahrene Gesundheitspolitikerin betont die Notwendigkeit dieses Schritts: "Diese Entwicklung hin zu einer modernen, niederschwelligen Gesundheitsversorgung ist überfällig." Besonders für die wachsende Gruppe der Senioren in Österreich könnte diese Neuerung einen erheblichen Unterschied machen.
Die Erweiterung der Impfmöglichkeiten auf Apotheken bringt nach Einschätzung von Experten mehrere Vorteile mit sich. Zunächst wird die Zugänglichkeit von Impfungen deutlich verbessert. Apotheken sind in der Regel länger geöffnet als Arztpraxen und oft auch abends oder am Wochenende erreichbar.
Korosec sieht in der Initiative einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Impfquote: "Die Möglichkeit, Impfungen auch in Apotheken zu erhalten, steigert die Impfquote in der Bevölkerung, was vor allem für den Schutz vulnerabler Gruppen unabdingbar ist."
Ein wesentlicher Aspekt der neuen Regelung ist die Entlastung der bereits stark belasteten Arztpraxen. Durch die Verlagerung von Routine-Impfungen in Apotheken können sich Ärzte verstärkt auf komplexere medizinische Behandlungen konzentrieren. Dies könnte auch zu kürzeren Wartezeiten für Patienten führen.
"Diese Maßnahme ermöglicht die effizientere Bekämpfung von Infektionskrankheiten, wodurch das gesamte Gesundheitssystem entlastet wird", erklärt die Seniorenbund-Präsidentin die weitreichenden Auswirkungen.
Für die Zielgruppe des Seniorenbunds ist diese Neuerung von besonderer Relevanz. Ältere Menschen sind häufig auf regelmäßige Impfungen angewiesen, sei es die jährliche Influenza-Impfung oder andere altersbedingt empfohlene Immunisierungen.
Die dezentrale Verfügbarkeit von Impfangeboten in Apotheken kann gerade für mobilitätseingeschränkte Senioren eine erhebliche Erleichterung darstellen. Viele Apotheken befinden sich in Wohngebieten und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
Das Konzept der niederschwelligen Gesundheitsversorgung gewinnt in der modernen Medizin zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es darum, Gesundheitsleistungen so zu organisieren, dass sie für alle Bevölkerungsgruppen leicht zugänglich sind.
Apotheken haben in diesem System eine wichtige Funktion: Sie sind oft die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen und genießen hohes Vertrauen in der Bevölkerung. Die Erweiterung ihrer Kompetenzen um Impfleistungen ist daher ein logischer Schritt.
Österreich folgt mit dieser Initiative internationalen Trends. In vielen Ländern, darunter die USA, Großbritannien und Frankreich, sind Impfungen in Apotheken bereits seit Jahren etabliert. Die Erfahrungen dort zeigen positive Auswirkungen auf die Impfquoten und die Gesundheitsversorgung insgesamt.
Besonders während der COVID-19-Pandemie haben sich Apotheken als wichtige Partner im Gesundheitswesen bewährt. Ihre flächendeckende Präsenz und das Vertrauen der Bevölkerung machten sie zu idealen Standorten für Impfkampagnen.
Die Seniorenbund-Präsidentin fasst die Initiative als "Win-Win" zusammen, von dem alle Beteiligten profitieren. Patienten erhalten einfacheren Zugang zu wichtigen Impfungen, Ärzte werden entlastet, und das Gesundheitssystem insgesamt wird effizienter.
"Ein Win-Win, das ich begrüße!", betont Korosec abschließend. Diese positive Bewertung spiegelt die breite Zustimmung wider, die die Initiative in der Öffentlichkeit zu finden scheint.
Die konkreten Details zur Umsetzung der Apotheken-Impfungen werden derzeit noch ausgearbeitet. Dabei müssen rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen, Qualitätsstandards definiert und Abrechnungsmodalitäten geklärt werden.
Für die österreichischen Senioren und ihre Interessensvertretung stellt diese Entwicklung einen wichtigen Schritt hin zu einer altersgerechteren Gesundheitsversorgung dar. Die Unterstützung durch den Seniorenbund zeigt, dass die Initiative auf dem richtigen Weg ist.
Mit der geplanten Erweiterung der Impfmöglichkeiten auf Apotheken könnte Österreich einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung seines Gesundheitssystems leisten und gleichzeitig die Gesundheitsvorsorge für alle Altersgruppen verbessern.