Der österreichische Immobilienmarkt sendet nach schwierigen Jahren endlich wieder positive Signale: Mit 91.000 Transaktionen im Jahr 2025 verzeichnet die Branche einen deutlichen Aufschwung von 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der österreichische Immobilienmarkt sendet nach schwierigen Jahren positive Signale: Mit 91.000 Transaktionen im Jahr 2025 verzeichnet die Branche einen Aufschwung von 8,98 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich ist der Anstieg beim Erwerb von Wohnimmobilien: Dieser beträgt 20,96 Prozent. Diese Zahlen wurden im Rahmen der Präsentation des Immobilienpreisspiegels 2026 durch Vertreter des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder (WKÖ) genannt.
„2025 ist die Zahl der bundesweiten Immobilientransaktionen im Vergleich zum Jahr davor um erfreuliche 8,98 Prozent auf 91.000 gestiegen", erklärte Mario Zoidl, stellvertretender Obmann im Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. "Besonders deutlich ist der Anstieg beim Erwerb von Wohnimmobilien: Dieser beträgt satte 20,96 Prozent."
Mit einem Preisanstieg von rund 1,23 Prozent bei Eigentumswohnungen im Erstbezug und einer Preissteigerung von 1,82 Prozent bei gebrauchten Immobilien bleiben Bestandsimmobilien mit einem durchschnittlichen Preis von 2.278,72 Euro pro Quadratmeter weiterhin günstiger als Neubauten, die derzeit einen Quadratmeterpreis von 3.602,97 Euro erzielen. „Die Nachfrage nach Bestandsimmobilien wird größer, die Preise ziehen an", fasste Mario Zoidl Detailergebnisse des WKÖ-Immobilienpreisspiegels 2026 zusammen.
„Bei neuwertigen Mietwohnungen sind die Preise im Schnitt um 2,04 Prozent gestiegen. Wohnungen dieser Kategorie wurden bundesweit im Durchschnitt um 9,49 Euro pro Quadratmeter vermietet", so Roman Oberndorfer, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, mit Ergebnissen aus einer weiteren Kategorie des Immobilienpreisspiegels.
Der Wiener Zinshausmarkt hat mit 348 registrierten Transaktionen im Jahr 2025 und damit einem Plus von 19 Prozent gegenüber 2024 wieder angezogen und das Transaktionsvolumen seit 2022 erstmals wieder die Grenze von einer Milliarde Euro überschritten. „Der Wiener Zinshausmarkt sendet mit dem Überschreiten der Milliardenschwelle ein klares Erholungszeichen", so Eugen Otto, Geschäftsführer von Otto Immobilien.
„Ohne rasche Reformen und Gegenmaßnahmen wie einen echten Sanierungs- und Neubauturbo, der Reparatur der Wertsicherungsklausel über Erleichterungen bei kostentreibenden Baunormen, Förderungs- und Rechtssicherheit bis hin zu besseren rechtlichen Rahmenbedingungen, kann sich die Situation am Markt jedoch rasch ins Gegenteil verkehren", warnten Oberndorfer und Zoidl. „Für eine beständige Entwicklung am Markt braucht es dringend Maßnahmen, die Neubau und Sanierungen erleichtern."