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Kultur

Holzbau-Revolution in Wien: Diese Projekte setzen neue Maßstäbe!

19. September 2025 um 15:43
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In einer feierlichen Zeremonie im Architekturzentrum Wien wurde gestern Abend der prestigeträchtige wienwood – Holzbaupreis Wien verliehen. Diese Auszeichnung, die von proHolz Austria in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und unterstützt von der Wiener Städtischen Versicherung ins Leben gerufen wurde

In einer feierlichen Zeremonie im Architekturzentrum Wien wurde gestern Abend der prestigeträchtige wienwood – Holzbaupreis Wien verliehen. Diese Auszeichnung, die von proHolz Austria in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und unterstützt von der Wiener Städtischen Versicherung ins Leben gerufen wurde, würdigt herausragende Holzbauten in der österreichischen Hauptstadt.

Die Gewinnerprojekte im Überblick

Der wienwood 25 hat vier Preisträger hervorgebracht, einen Sonderpreis verliehen und drei Anerkennungen vergeben. Die ausgezeichneten Projekte reichen von mehrgeschossigen Wohnbauten bis hin zu innovativen Freizeit- und Gesundheitsbauten. Dies unterstreicht die Vielseitigkeit und das Potenzial von Holz als Baustoff im urbanen Umfeld.

  • Woody – M: Ein mehrgeschossiger Wohnbau, der in der Tivoligasse im 12. Bezirk 85 Mietwohnungen in Brettsperrholzbauweise umfasst. Diese Bauweise ermöglicht eine hochwertige Nachverdichtung und zeigt, wie Holz in der Stadt effizient genutzt werden kann.
  • Trainingsschwimmhalle Großfeldsiedlung: Diese Halle nutzt ein innovatives Holztragwerk aus Brettschichtholzstützen und -trägern und ein Dach aus Brettsperrholz. Sie dient als Prototyp für die ökologische Erweiterung bestehender Wiener Bäder.
  • Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer: Ein bestehendes Gebäude wurde durch einen Holz-Zubau erweitert, der durch ein neues Dach vereint wird. Der Einsatz von Holz und Lehm schafft eine positive Raumwirkung.
  • Villa Minimale: Ein Kleingartenhaus im 17. Bezirk, das auf nur 35 m² Grundfläche großzügigen Wohnraum bietet.

Der Sonderpreis und die Anerkennungen

Der Sonderpreis ging an das kollektive Betriebs- und Wohngemeinschaftsprojekt SchloR – Schöner Leben. Anerkennungen erhielten die Allgemeinpsychiatrische Abteilung der Klinik Ottakring, die Sport & Fun Halle Leopoldstadt und das Gartensiedlung-Wohnhaus Haus P. Diese Projekte zeigen, wie Holz für unterschiedlichste Bauaufgaben eingesetzt werden kann.

Holz als Baustoff der Zukunft

Holz ist ein klimafreundlicher Baustoff, der in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger wird. Die prämierten Projekte des wienwood 25 stehen für eine neue Bau- und Denkweise, die den Holzbau in der Stadt weiterentwickelt. Richard Stralz, Obmann von proHolz Austria, betont: „Die prämierten Projekte demonstrieren eindrucksvoll, wie vielseitig und hochwertig Holz heute bei unterschiedlichsten Bauaufgaben in der Stadt eingesetzt wird.“

Der Einsatz von Holz in der Stadt bietet enormes Potenzial, insbesondere im großvolumigen Bauen und bei Nachverdichtungen. Diese Bauweise ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern schafft auch Wohnraum in dicht besiedelten Gebieten.

Ein Blick in die Zukunft

Der Holzbau wird in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen. Experten sind sich einig, dass Holz als Baustoff der Zukunft gilt. Es ist nachhaltig, vielseitig und bietet viele gestalterische Möglichkeiten. Die Unterstützung von Projekten wie dem wienwood 25 durch die Wiener Städtische Versicherung zeigt, dass auch große Unternehmen die Bedeutung von nachhaltigem Bauen erkannt haben.

„Der zunehmende Klimawandel fordert uns als Gesellschaft zum Handeln auf. Nachhaltigkeit ist für uns bei der Wiener Städtischen gelebte Praxis und zentrale Verantwortung“, erklärt Gerald Weber, Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen Versicherung. Die ausgezeichneten Projekte beweisen, wie innovativ und vielfältig Holzbau heute sein kann – und wie wichtig er für den Klimaschutz ist.

Historische Hintergründe und Vergleiche

Holz als Baustoff hat eine lange Tradition. Schon in der Antike wurde Holz für den Bau von Häusern und Schiffen verwendet. In Österreich hat der Holzbau eine besondere Bedeutung, da das Land über große Waldflächen verfügt. Im Vergleich zu anderen Materialien wie Beton oder Stahl ist Holz leichter und umweltfreundlicher.

In anderen Bundesländern Österreichs, wie beispielsweise in der Steiermark oder in Tirol, hat der Holzbau ebenfalls an Bedeutung gewonnen. Diese Regionen nutzen ihre natürlichen Ressourcen und fördern den Einsatz von Holz im Bauwesen. Im Vergleich zu Wien, das eine dichte Bebauung aufweist, bieten ländlichere Gebiete mehr Raum für großflächige Holzbauten.

Auswirkungen auf die Bürger

Für die Bürger bedeutet der verstärkte Einsatz von Holz im Bauwesen mehr Wohnraum und eine bessere Lebensqualität. Holz schafft ein angenehmes Raumklima und ist gleichzeitig ein nachwachsender Rohstoff. Die Projekte des wienwood 25 zeigen, dass Holzbau nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ästhetisch ansprechend ist.

Der Holzbau trägt auch zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei, da Holz während seines Wachstums CO2 speichert. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung der Klimaziele.

Fazit

Die Auszeichnung der herausragenden Holzbauten in Wien zeigt, dass Holz als Baustoff der Zukunft gilt. Die prämierten Projekte des wienwood 25 stehen für Innovation, Nachhaltigkeit und eine neue Bauweise, die den Herausforderungen des Klimawandels gerecht wird. Mit der Unterstützung von Unternehmen wie der Wiener Städtischen Versicherung wird der Holzbau weiter gefördert und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

Der wienwood 25 ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Bauweise, die nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die Lebensqualität der Menschen verbessert. Die Zukunft des Bauens liegt in der Nutzung natürlicher Ressourcen und der Förderung innovativer Bauweisen.

Weitere Informationen und Bildmaterial zu den prämierten Projekten finden Sie auf der Webseite von proHolz Austria unter https://www.proholz.at/service/presse.

Schlagworte

#Architektur#Bauprojekte#Holzbau#Klimaschutz#Nachhaltigkeit#Wien#wienwood 25

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