Nähe entsteht im Alltag, Unordnung und Smartphone sind Hauptkonflikte; 65 % der 21–30‑Jährigen wünschen sich Kinder
Die Generali Familienstudie 2026 zeigt: 80 % der Eltern bewerten das Verhältnis zu ihren Kindern positiv. Gemeinsame Quality Time ohne Ablenkung bleibt jedoch selten.
Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni hat die Generali Versicherung die Ergebnisse ihrer Familienstudie 2026 vorgestellt. Laut der Studie entsteht Nähe zwischen Eltern und Kindern vor allem im alltäglichen Miteinander: Gemeinsame Mahlzeiten, Gespräche und beiläufige gemeinsame Aktivitäten prägen demnach das Familienleben in Österreich.
Zugleich zeigt die Erhebung, dass bewusst geplante gemeinsame Zeit seltener vorkommt und bestimmte Konfliktfelder den Alltag beeinflussen. Die Generali erläutert die Studie als Teil ihres Schwerpunkts 2026 zum Thema Familie.
Die Kernaussage der Generali Familienstudie lautet: Nähe entsteht vor allem nebenbei im Alltag. Konkret zeigt die Erhebung, dass Familien in Österreich häufig beim Essen und Kochen zusammenkommen; bewusste, ungestörte gemeinsame Zeit ohne Ablenkung mit dem Handy ist demgegenüber deutlich seltener. Trotz wiederkehrender Konflikte bewerten Eltern das Verhältnis zu ihren Kindern überwiegend positiv.
Die Studie nennt außerdem Zahlen zum Kinderwunsch: 59 % der 16- bis 40‑Jährigen wünschen sich eigene Kinder; in der Altersgruppe der 21- bis 30‑Jährigen liegt der Anteil mit 65 % besonders hoch. Weitere Aussagen der Befragung betreffen die Wahrnehmung von Österreich als kinderfreundliche Gesellschaft und Einstellungen dazu, ob Kinder das Leben bereichern.
Laut Studie entsteht gemeinsame Zeit in Familien vor allem im Alltag. Als konkrete Häufigkeiten werden genannt: 34 % der Befragten geben an, täglich gemeinsam zu essen, weitere 32 % tun dies mehrmals pro Woche. Gespräche werden ebenfalls regelmäßig genannt: 20 % berichten von täglichen guten Gesprächen, 45 % von solchen Diskussionen mehrmals pro Woche. Diese Zahlen bilden die Basis für die Aussage, dass Nähe oft „nebenbei" entsteht.
Bewusst gestaltete, ungestörte Zeit ist weniger verbreitet: Nur 17 % verbringen laut Studie täglich sogenannte Quality Time ohne Handy; rund ein Viertel tut dies selten oder kaum. Gemeinsame Freizeitgestaltung wie Spielen, Ausflüge oder Fernsehen tritt demnach noch seltener auf – 12 % nennen dies als tägliche Aktivität. Insgesamt bewertet die Studie 80 % der Eltern die Beziehung zu ihren Kindern als ausgezeichnet oder sehr gut.
Zu Konflikten im Familienalltag nennt die Generali-Studie konkrete Schwerpunkte: Knapp die Hälfte der Befragten identifiziert Unordnung beziehungsweise Zimmerchaos als häufigsten Konfliktpunkt, gefolgt von Smartphone- und Internetnutzung mit 28 %. Weitere häufig genannte Auslöser sind Kaufwünsche, schulische Anforderungen und Regeln im Zusammenleben. Diese Bewertungen gelten laut Studie auch bei Jugendlichen: Bei den 16- bis 20‑Jährigen werden Aufräumen und digitale Medien ebenfalls als häufige Auslöser von Konflikten genannt.
Die Studie liefert darüber hinaus Aussagen zur Einstellung gegenüber Kindern: 78 % der Befragten geben an, dass Kinder das Leben bereichern und erst vollständig machen, und 64 % nehmen Österreich als kinderfreundliche Gesellschaft wahr. Diese Werte stehen neben den Angaben zum konkreten Wunsch nach eigenen Kindern in verschiedenen Altersgruppen.
Die in der Studie genannten Prozentwerte geben ein Bild davon, welche Formen von Zusammenkommen im Familienalltag am häufigsten stattfinden und welche Aktivitäten seltener bewusst organisiert werden. Die Nennung konkreter Konfliktfelder wie Unordnung und digitale Medien benennt laut Generali die häufigsten Streitpunkte, die in Haushalten diskutiert werden.
Für die Interpretation ist relevant, dass es sich um selbstberichtete Angaben aus einer repräsentativen Befragung von 1.041 Personen handelt. Die Ergebnisse spiegeln die Einschätzungen und Selbstauskünfte der Befragten wider und liefern damit ein Stimmungsbild zum Thema Familie in Österreich 2026, wie die Generali angibt.
Die Generali macht die Studie zu einem Bestandteil ihres Schwerpunkts 2026 zum Thema Familie und versteht die Ergebnisse als Beitrag zur öffentlichen Diskussion über verlässliche Beziehungen und stabile Rahmenbedingungen für Kinder. Die Studie wurde vom Marktforschungsinstitut wissma durchgeführt; die Generali weist in ihrer Mitteilung darauf hin, dass weitere Details und ergänzende Auswertungen über ihre Pressekommunikation verfügbar sind.
Die Studie erschien im Auftrag der Generali Versicherung und beruht auf einer österreichweit repräsentativen Befragung des Marktforschungsinstituts wissma. Befragt wurden 1.041 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren, wie die Generali in ihrer Mitteilung angibt.
Die Studie unterscheidet Alltagssituationen wie gemeinsames Essen und Kochen, Gespräche sowie bewusst gestaltete Quality Time ohne Handy. Konkrete Häufigkeiten: 34 % essen täglich gemeinsam, 32 % mehrmals pro Woche; 20 % führen täglich gute Gespräche und 45 % mehrere Male pro Woche; nur 17 % geben an, täglich Quality Time ohne Handy zu verbringen.
Laut Studie wird Unordnung beziehungsweise Zimmerchaos von knapp der Hälfte der Befragten als häufigster Konfliktpunkt genannt. An zweiter Stelle steht Smartphone- und Internetnutzung mit 28 %. Weitere häufig genannte Auslöser sind Kaufwünsche, schulische Anforderungen und Regeln im Zusammenleben. Ähnliche Einschätzungen nennen auch Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren.
Die Generali-Studie nennt für die Altersgruppe 16–40 Jahre einen Anteil von 59 %, die sich eigene Kinder wünschen. Besonders hervorgehoben wird die Gruppe der 21‑ bis 30‑Jährigen: Hier liegt der Anteil bei 65 %. Zudem geben 78 % an, dass Kinder das Leben bereichern und erst vollständig machen, und 64 % nehmen Österreich als kinderfreundliche Gesellschaft wahr.
Obwohl Konflikte regelmäßig vorkommen, bewertet ein Großteil der Eltern das Verhältnis zu ihren Kindern positiv: 80 % der Eltern stufen ihre Beziehung als ausgezeichnet oder sehr gut ein. Diese Einschätzung ist Teil der zentralen Ergebnisse, die Nähe und zufälliges Zusammenkommen im Alltag betonen.
Die Generali verweist in ihrer Mitteilung auf weiterführende Informationen zur Familienstudie auf ihrer Pressewebseite. Die Studie und ergänzende Materialien sind dort laut Generali verfügbar.
In der Pressemitteilung beschreibt die Generali auch kurz ihr Unternehmen: Für Österreich werden Prämieneinnahmen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro, rund 4.500 Mitarbeiter_innen und knapp 2 Millionen Kund_innen genannt. Die Generali ist Teil der Generali Group; weltweit werden Zahlen zum Konzern in der Mitteilung mitveröffentlicht (Prämienaufkommen von 98,1 Milliarden Euro sowie verwaltetes Vermögen von 900 Milliarden Euro im Jahr 2025; rund 88.000 Mitarbeiter_innen und 75 Millionen Kund_innen). In der Mitteilung wird zudem erwähnt, dass die Generali 2026 den Schwerpunkt auf das Thema Familie legt.
Quelle: Generali Versicherung AG, Pressemitteilung zur Familienstudie 2026 (Präsentation zum Internationalen Kindertag, 1. Juni 2026). Weitere Informationen zur Studie sind laut Generali online verfügbar: https://www.generali.at/ueber-uns/presse/pressemitteilungen/generali-studie-zeigt-familie-ist-das-wichtigste-doch-zeitmangel-belastet/
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