Umwelt

Halbjahresbilanz 2026: PET to PET recycelte 17.101 Tonnen

Müllendorf-Anlage meldet 17.101 t im 1. Halbjahr; Investitionen in E‑Stapler und Ballendraht-Automatisierung geplant

28. Juli 2026

PET to PET verarbeitete im 1. Halbjahr 2026 17.101 t PET-Flaschen; Rückgang gegenüber 2025, Mehrjahresanstieg und geplante Standortinvestitionen.

Die PET to PET Recycling Österreich GmbH mit Sitz in Müllendorf hat für das erste Halbjahr 2026 eine Recyclingmenge von 17.101 Tonnen PET-Getränkeflaschen gemeldet. Laut Unternehmensangaben wurden diese Mengen im Bottle-to-Bottle-Kreislauf aufbereitet und für die Wiederverwendung in der Getränkeproduktion bereitgestellt.

Die Zahl liegt leicht unter dem sehr starken ersten Halbjahr 2025 (18.403 t), stellt allerdings im Mehrjahresvergleich einen Anstieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 (16.071 t) dar. PET to PET verweist zudem auf ein Allzeithoch von 33.675 t PET-Material für das Gesamtjahr 2025.

Halbjahresbilanz 2026 der PET to PET-Anlage in Müllendorf

Die Bilanz des ersten Halbjahres 2026 weist 17.101 t auf; das entspricht einem Rückgang von 7 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (1. HJ 2025: 18.403 t), so die Mitteilung des Unternehmens. PET to PET hebt zugleich hervor, dass die Halbjahresmenge über dem Wert des ersten Halbjahres 2024 (16.071 t) liegt und damit einen Mehrjahresaufwärtstrend anzeigt.

Für 2025 nennt das Unternehmen eine Gesamtmenge von 33.675 t PET-Material als Allzeithoch. Die genannten Zahlen beziehen sich auf die in Müllendorf betriebenen Aufbereitungsverfahren, die PET-Getränkeflaschen in Recyclingprodukte umwandeln, die wiederum in der Produktion neuer PET-Getränkeflaschen eingesetzt werden können.

Anhaltender Druck auf dem Markt für Recycling-PET

In der Aussendung werden Ursachen für die Marktentwicklung genannt. Christian Strasser, Geschäftsführer von PET to PET, wird mit der Feststellung zitiert, dass Sekundärrohstoffe stabil teurer als Primärrohstoffe seien und dass es an verpflichtenden Einsatzquoten fehle, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern. Außerdem nennt Strasser die Umstellung auf das Einwegpfandsystem in Österreich als einen Faktor, der bereits im zweiten Halbjahr 2025 zu einem signifikanten Rückgang geführt habe, der sich teilweise ins erste Halbjahr 2026 fortsetzte.

Thomas Billes, ebenfalls Geschäftsführer, verweist in der Mitteilung auf weitere Einflussfaktoren: Er nennt den Nahost-Konflikt, der die beginnende Konjunkturerholung abgeflacht habe, sowie einen Preisschub bei Energie und Primärrohstoffen. Billes erwartet laut Aussendung ein besseres Jahresergebnis für PET to PET als 2025.

Investitionen und geplante Automatisierung in Müllendorf

Die Mitteilung nennt konkrete Investitionsschritte für das laufende Jahr: Alle fünf Stapler, die im Außenbereich eingesetzt werden, sollen auf elektrischen Antrieb umgestellt werden; fünf Fahrzeuge im Innenbereich werden demnach bereits elektrisch betrieben. Zudem ist die Automatisierung der Ballendrahtentfernung geplant, ein Arbeitsschritt, der bisher manuell erfolgte.

Die Automatisierung der Ballendrahtentfernung ist laut Aussendung in Planung und soll im Herbst 2026 fertiggestellt sein. PET to PET erklärt, dass Anpassungen an der Anlage vorgenommen wurden, um sie an neue Materialqualitäten auszurichten, die sich aus dem Einwegpfandsystem und einer neuen Sortieranlage ergeben.

Beteiligte Unternehmen, Nachhaltigkeitsagenda und Mengenentwicklung

Die Anlage in Müllendorf wird betrieblich von der PET to PET Recycling Österreich GmbH geführt. Nach Angaben der Aussendung sind an der Gesellschaft mehrere Getränkehersteller beteiligt: Coca-Cola HBC Austria GmbH, Egger Getränke GmbH & Co OG, Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG, S. Spitz GmbH und Vöslauer Mineralwasser GmbH.

Die Mitteilung verweist außerdem auf eine gemeinsam unterzeichnete Nachhaltigkeitsagenda von Lebensministerium, Wirtschaftskammer, Handel sowie Abfallwirtschaft, die ein zielgerichtetes ökologisches Recycling von PET-Getränkeflaschen in Österreich vorsieht. PET to PET positioniert die Anlage als Beitrag der österreichischen Getränkeindustrie zu dieser Agenda und nennt die Anlage als Ort, an dem die genannten Aufbereitungsprozesse stattfinden.

Begriffe: Bottle-to-Bottle, Flakes, Granulat, Einwegpfand, Ballendrahtentfernung

Bottle-to-Bottle-Kreislauf: In der Mitteilung bezeichnet PET to PET die aufbereiteten Mengen ausdrücklich als im Bottle-to-Bottle-Kreislauf gehalten. Der Begriff beschreibt das Prinzip, gebrauchte PET-Getränkeflaschen aufzubereiten und als Material für neue PET-Getränkeflaschen bereitzustellen.

Flakes: Angelieferte PET-Getränkeflaschen werden nach händischer Begutachtung und Sortierung in einer Mühle zu Flakes zerkleinert. Flakes sind zerkleinerte PET-Stücke, die gewaschen und weiterverarbeitet werden können.

Granulat: PET to PET betreibt zwei Verarbeitungslinien, in denen entweder Flakes oder PET-Granulat hergestellt werden. Sowohl Flakes als auch Granulat werden laut Mitteilung in lebensmitteltauglicher Qualität produziert und je nach spezifischen Produktionsanforderungen eingesetzt.

Einwegpfandsystem: Die Aussendung nennt die Umstellung auf das Einwegpfandsystem in Österreich als einen Faktor, der Einfluss auf Materialqualitäten und Mengenentwicklungen gehabt habe. PET to PET gibt an, dass die Anlage an die neuen Materialqualitäten angepasst wurde.

Ballendrahtentfernung: Die Entfernung des Ballendrahts aus angelieferten Ballen sei bislang eine manuelle, aufwendige Tätigkeit. PET to PET plant die Automatisierung dieses Arbeitsschritts mit geplanter Fertigstellung im Herbst 2026.

Was die Investitionen konkret vorsehen

Laut Mitteilung plant PET to PET für das restliche Jahr 2026 Maßnahmen mit konkreten Zeitangaben: Die Umstellung der fünf im Außenbereich eingesetzten Stapler auf elektrischen Antrieb ist als Ziel genannt, ebenso die bereits vorhandene Elektrifizierung der fünf Fahrzeuge im Innenbereich. Die Automatisierung der Ballendrahtentfernung ist als weiteres Projekt verzeichnet und soll im Herbst 2026 abgeschlossen sein.

Die Aussendung macht darüber hinaus Angaben zur Anpassung der Anlage an veränderte Materialqualitäten, die durch das Einwegpfandsystem und eine neue Sortieranlage entstehen. Ferner hebt das Unternehmen die Nachfrage nach Unternehmensführungen hervor und nennt die Wissensvermittlung an die junge Generation als einen Aspekt seines öffentlichen Interesses.

FAQ zur Halbjahresbilanz von PET to PET

  • Wie viel PET-Material wurde im 1. Halbjahr 2026 aufbereitet?
    Die Mitteilung nennt 17.101 Tonnen PET-Getränkeflaschen, die im Bottle-to-Bottle-Kreislauf gehalten wurden. Diese Zahl bezieht sich auf das erste Halbjahr 2026 und stammt aus der Öffentlichkeitsaussendung des Unternehmens. Es handelt sich um die Summe der in Müllendorf aufbereiteten Mengen.
  • Wie steht diese Zahl im Vergleich zu den Vorjahren?
    Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 (18.403 t) ergibt sich laut Mitteilung ein Rückgang von 7 %. Im Mehrjahresvergleich liegt der Wert jedoch über dem ersten Halbjahr 2024 (16.071 t). Für das Gesamtjahr 2025 nennt PET to PET ein Allzeithoch von 33.675 t, auf das die Halbjahreszahlen bezogen werden.
  • Welche Investitionen plant PET to PET für das zweite Halbjahr 2026?
    Die Aussendung nennt die Umstellung aller fünf im Außenbereich eingesetzten Stapler auf elektrischen Antrieb sowie die Automatisierung der Ballendrahtentfernung mit geplanter Fertigstellung im Herbst 2026. Fünf Fahrzeuge im Innenbereich würden bereits elektrisch betrieben, heißt es in der Mitteilung. Zusätzlich werden Anpassungen an der Anlage zur Ausrichtung auf neue Materialqualitäten benannt.
  • Wie verarbeitet die Anlage das Material?
    Laut Mitteilung erfolgt eine händische Begutachtung und Sortierung der angelieferten Flaschen; anschließend werden sie in einer Mühle zu Flakes zerkleinert und gewaschen. Danach kommen moderne Aufbereitungsverfahren zum Einsatz, und in zwei Verarbeitungslinien werden entweder Flakes oder Granulat produziert. Beide Recyclatformen werden nach Unternehmensangaben in lebensmitteltauglicher Qualität hergestellt.
  • Wer ist Betreiber und welche Unternehmen sind beteiligt?
    Betreiber ist die PET to PET Recycling Österreich GmbH mit Sitz in Müllendorf. An dem Unternehmen sind nach Angaben der Aussendung Coca-Cola HBC Austria GmbH, Egger Getränke GmbH & Co OG, Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG, S. Spitz GmbH und Vöslauer Mineralwasser GmbH beteiligt. Die Mitteilung stellt die Anlage als Beitrag der Getränkeindustrie zur genannten Nachhaltigkeitsagenda dar.
  • Welche Ursachen nennt PET to PET für den Marktdruck?
    Die Geschäftsführung verweist in der Mitteilung auf mehrere Einflussfaktoren: Sekundärrohstoffe seien stabil teurer als Primärrohstoffe, es fehle an verpflichtenden Einsatzquoten, die Umstellung auf das Einwegpfandsystem habe Auswirkungen auf Materialmengen, und der Nahost-Konflikt sowie ein Preisschub bei Energie und Primärrohstoffen hätten die Marktbedingungen verändert. Diese Punkte werden in den wörtlichen Zitaten von Christian Strasser und Thomas Billes genannt.

Quellen und Kontakt

Weitere Informationen zur Anlage und zum Unternehmen sind auf der Website von PET to PET verfügbar: www.pet2pet.at. Bildmaterial verweist die Mitteilung auf die Mediathek der Website: www.pet2pet.at/de/mediathek

Kontakt in der Aussendung: Ecker & Partner, Victoria Achtig, Telefon: +43 676/ 6727959, E-Mail: v.achtig [at] eup.at

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