Umwelt

JDS5: Rekordzahl an Donau-Arten und 99.000 Parameter

Zwischenergebnis der Joint Danube Survey 5: Mehr als 500 Makrozoobenthos-Arten und umfassende chemische Analysen

26. Juli 2026

Zwischenergebnis der Joint Danube Survey 5: Über 500 Bodenbewohner nachgewiesen; rund 2.900 Schadstoffe gezielt analysiert, über 93.000 Substanzen per Screening erfasst.

Die Joint Danube Survey 5 (JDS5) liefert erste Zwischenergebnisse: Mehr als 500 unterschiedliche Arten von Makrozoobenthos wurden in der Donau nachgewiesen, und moderne chemische Analyseverfahren erfassen über 99.000 chemische Parameter. Die Untersuchung wird im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR) durchgeführt und gilt laut Aussendung als bislang umfassendste Studie des Donaueinzugsgebiets.

Joint Danube Survey 5 im Überblick

Die Joint Danube Survey 5 ist eine groß angelegte, grenzüberschreitende Untersuchung des Donaueinzugsgebiets. Die Donau verbindet zehn Staaten auf ihrem Weg zum Schwarzen Meer. Ziel der JDS5 ist es, den ökologischen Zustand und die Wasserqualität entlang dieses Flusssystems regelmäßig zu erfassen. Laut Aussendung setzt JDS5 neue Maßstäbe sowohl bei biologischen als auch bei chemischen Untersuchungen.

Mehr als 500 Arten des Makrozoobenthos in der Donau

Ein Schwerpunkt der aktuellen Untersuchungen liegt auf dem Makrozoobenthos. Dabei konnten bei JDS5 mehr als 500 verschiedene Arten dieser Bodenbewohner nachgewiesen werden – so viele wie noch nie zuvor bei einer Joint Danube Survey, heißt es in der Aussendung. Zu den erfassten Gruppen zählen nach Angaben der Meldung Insektenlarven, Krebse, Schnecken, Muscheln und Würmer.

Die Untersuchungen weisen laut Aussendung zudem darauf hin, dass kleinräumige Lebensräume wie Totholz oder Wasserpflanzen einen besonders wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Zugleich nennt die Meldung Eingriffe in die Gewässerstruktur und invasive Arten als weiterhin beeinflussende Faktoren für den ökologischen Zustand des Flusses.

Modernste Screening-Methoden: mehr als 99.000 chemische Parameter

Die chemischen Analysen der JDS5 umfassen nach Angaben der Aussendung insgesamt mehr als 99.000 chemische Parameter. Darunter werden rund 2.900 gezielt analysierte Schadstoffe genannt sowie über 93.000 weitere Substanzen, die mithilfe moderner Screening-Verfahren erfasst werden. Die Meldung bezeichnet JDS5 damit als die weltweit umfassendste Untersuchung eines Flusseinzugsgebiets.

Laut Aussendung ermöglichen die modernen Analyseverfahren, auch bislang unbekannte oder noch nicht regulierte Chemikalien frühzeitig zu erkennen. Die gewonnenen Daten werden demnach gemeinsam mit dem europäischen NORMAN-Netzwerk ausgewertet und fließen in europäische Datenbanken ein. Die Auswertung der chemischen Untersuchungen soll im Laufe des Sommers abgeschlossen werden, heißt es in der Mitteilung.

Internationale Zusammenarbeit und Finanzierung

Die Joint Danube Survey wird im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR) gemeinsam mit den Donaustaaten durchgeführt. Ziel sei, die Wasserqualität und den ökologischen Zustand der Donau regelmäßig zu erfassen und damit eine Grundlage für den internationalen Gewässerschutz zu schaffen, schreibt das Bundesministerium.

In der Aussendung wird weiters angegeben, dass das österreichische Umweltministerium neben Deutschland der wichtigste Finanzierungspartner in diesem Projekt ist. Die Meldung betont die Rolle grenzüberschreitender Zusammenarbeit und moderner Forschung im Kontext des Projekts.

Einordnung der Zwischenergebnisse

Die ersten Zwischenergebnisse werden in der Mitteilung als Hinweis darauf dargestellt, dass sich die Wasserqualität entlang der Donau weiter verbessert hat. Gleichzeitig macht die Meldung deutlich, dass der Schutz naturnaher Lebensräume konsequent fortgesetzt werden muss. In seinem Zitat hebt Umweltminister Norbert Totschnig die Bedeutung der Donau und die Rolle der JDS5 hervor:

„Die Donau ist eine unserer wichtigsten Lebensadern und verbindet Menschen, Regionen und Staaten in Europa. Mit der Joint Danube Survey 5 schaffen wir eine einzigartige wissenschaftliche Grundlage, um die Wasserqualität kontinuierlich zu verbessern und neue Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. Die ersten Zwischenergebnisse zeigen bereits, dass sich die Wasserqualität entlang der Donau weiter verbessert hat. Gleichzeitig wurden mehr als 500 verschiedene Bodenbewohner nachgewiesen. Das ist ein eindrucksvoller Beleg für die biologische Vielfalt dieses einzigartigen Flusssystems. Zugleich machen die Daten deutlich, dass der Schutz naturnaher Lebensräume konsequent fortgesetzt werden muss. Als Umweltministerium investieren wir deshalb gezielt in den Schutz unserer Gewässer, um die einzigartige Biodiversität auch für die kommenden Generationen zu erhalten.“

Begriffe erklärt: Makrozoobenthos, Screening-Verfahren, NORMAN-Netzwerk, ICPDR

Makrozoobenthos: Unter Makrozoobenthos versteht die Aussendung wirbellose Tiere am Gewässergrund, etwa Insektenlarven, Krebse, Schnecken, Muscheln oder Würmer. Diese Organismen werden in der Mitteilung als besonders sensible Bioindikatoren für den ökologischen Zustand eines Flusses beschrieben.

Screening-Verfahren: Die Meldung nennt moderne Screening-Verfahren als Methode, mehr als 93.000 Substanzen zu erfassen, die nicht gezielt als Schadstoffe analysiert wurden. Solche Verfahren dienen laut Aussendung dazu, ein breiteres Stoffspektrum zu detektieren, einschließlich bislang unbekannter oder noch nicht regulierter Chemikalien.

NORMAN-Netzwerk: Die Aussendung verweist darauf, dass die gewonnenen chemischen Daten gemeinsam mit dem europäischen NORMAN-Netzwerk ausgewertet werden. Dieses Netzwerk wird im Text als Partner genannt, in dessen Rahmen Daten in europäische Datenbanken einfließen.

ICPDR (Internationale Kommission zum Schutz der Donau): Im Text wird die ICPDR als Rahmen genannt, in dem die Joint Danube Survey gemeinsam mit den Donaustaaten durchgeführt wird. Die ICPDR dient laut Meldung dem grenzüberschreitenden Erfassen der Wasserqualität und des ökologischen Zustands der Donau.

Was die Zwischenergebnisse aussagen

Aus der Aussendung geht hervor, dass die Kombination aus biologischen Befunden und chemischen Daten eine umfassendere Grundlage für die Bewertung des ökologischen Zustands der Donau liefern soll. Die Meldung betont einerseits die dokumentierte Artenvielfalt im Makrozoobenthos und die bestätigte Verbesserung der Wasserqualität. Andererseits nennt sie weiterhin bestehende Herausforderungen wie Eingriffe in die Gewässerstruktur und invasive Arten.

Die Daten aus JDS5 werden laut Mitteilung in europäische Datenbanken eingespeist und fließen in die Auswertung mit dem NORMAN-Netzwerk ein. In der Aussendung wird diese Datennutzung als Beitrag zur Weiterentwicklung der europäischen Chemikalien- und Wasserpolitik sowie künftiger Überwachungsprogramme beschrieben.

FAQ zur Joint Danube Survey 5

Was ist die Joint Danube Survey 5?

Die Joint Danube Survey 5 ist laut Aussendung die bislang umfassendste Untersuchung des Donaueinzugsgebiets. Sie wird im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR) durchgeführt und kombiniert biologische und chemische Analysen, um den ökologischen Zustand der Donau zu erfassen.

Welche biologischen Befunde nennt die Meldung?

Die Aussendung berichtet, dass bei JDS5 mehr als 500 verschiedene Arten des Makrozoobenthos nachgewiesen wurden. Die Meldung verweist außerdem auf die Bedeutung kleinräumiger Lebensräume wie Totholz oder Wasserpflanzen für die Artenvielfalt.

Welche chemischen Untersuchungen wurden durchgeführt?

Nach Angaben der Meldung werden insgesamt mehr als 99.000 chemische Parameter untersucht. Dazu zählen rund 2.900 gezielt analysierte Schadstoffe sowie über 93.000 weitere Substanzen, die mittels moderner Screening-Verfahren erfasst werden.

Wie werden die chemischen Daten ausgewertet und genutzt?

Die Aussendung nennt die gemeinsame Auswertung mit dem europäischen NORMAN-Netzwerk und die Einspeisung der Daten in europäische Datenbanken. Laut Meldung fließen die Ergebnisse in die Weiterentwicklung der europäischen Chemikalien- und Wasserpolitik sowie in künftige Überwachungsprogramme ein.

Wer finanziert JDS5?

In der Mitteilung wird angegeben, dass das österreichische Umweltministerium neben Deutschland der wichtigste Finanzierungspartner des Projekts ist. Die Joint Danube Survey wird insgesamt im Rahmen der ICPDR gemeinsam mit den Donaustaaten durchgeführt.

Welche offenen Punkte nennt die Aussendung?

Die Meldung hebt weiterhin bestehende Herausforderungen hervor, darunter Eingriffe in die Gewässerstruktur und invasive Arten. Außerdem wird in der Aussendung erwähnt, dass die Auswertung der chemischen Untersuchungen im Laufe des Sommers abgeschlossen werden soll, was als noch ausstehender Auswertungsschritt dargestellt wird.

Quellen und Kontakt

Quelle: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Weiterführende Projektinformationen zur Joint Danube Survey 5 sind auf der Projektseite verfügbar: Joint Danube Survey 5 | Danube Survey - ICPDR

Kontakt laut Aussendung: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft. Telefon: +43 1 71100. E-Mail: presse[at]bmluk.gv.at. Website: https://www.bmluk.gv.at/

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