Nach sechs erfolglosen KV-Runden rufen PRO-GE und GPA zu zweistündigen Warnstreiks in der chemischen Industrie auf. Die Arbeitgeberseite hat bislang nur eine Einmalzahlung von 250 Euro angeboten; d...
Nach sechs erfolglosen KV-Runden rufen PRO-GE und GPA zu zweistündigen Warnstreiks in der chemischen Industrie auf. Die Arbeitgeberseite hat bislang nur eine Einmalzahlung von 250 Euro angeboten; die Gewerkschaften sprechen von einer unzureichenden Offerte. Die Maßnahmen laufen bis 1. Juni, der nächste Verhandlungstermin ist der 2. Juni.
Die Verhandler der Arbeitnehmer:innenseite Hubert Bunderla (PRO-GE) und Mario Mayrwöger (GPA) kritisieren das Arbeitgeberangebot scharf. Wörtlich heißt es: „Dieses Angebot ist eine Frechheit, die Beschäftigten sind zurecht wütend. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehen in den Betrieben, dass sich Auftragslage wieder verbessert hat, dass sich die Arbeit verdichtet und sollen trotzdem auf eine faire Erhöhung der Löhne und Gehälter verzichten. Die Warnstreiks sind daher mehr als berechtigt“.
Die Gewerkschafter werfen den Arbeitgebern vor, „lieber ihre eigene Branche schlechtzureden, anstatt ein Angebot vorzulegen, über das sich auf Augenhöhe verhandeln lässt.“ Zudem heißt es: „Den Arbeitgebern sei ins Stammbuch geschrieben: Einer Nulllohnrunde werden wir nie zustimmen. Die Beschäftigten haben es sich verdient, respektvoll behandelt zu werden“, so Bunderla und Mayrwöger.
Diese Meldung basiert auf einer Aussendung des ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund (Herausgeber: ÖGB). Weitere Kontaktdaten wurden in der Originalmeldung bereitgestellt.