Am 14. Januar 2026 startete die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) ihre traditionelle Neujahrstour in Oberösterreich und Kärnten. Diese Tour steht ganz im Zeichen von „ROT-WEISS-ROT BAUEN“, einer Initiative, die sich für regionale Auftragsvergaben und Investitionen in Österreich starkmacht. Das Ziel ist kl
Am 14. Januar 2026 startete die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) ihre traditionelle Neujahrstour in Oberösterreich und Kärnten. Diese Tour steht ganz im Zeichen von „ROT-WEISS-ROT BAUEN“, einer Initiative, die sich für regionale Auftragsvergaben und Investitionen in Österreich starkmacht. Das Ziel ist klar: öffentliche Gelder sollen in Österreich bleiben, um heimische Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft zu stärken.
In einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheiten betont Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der GBH, die Bedeutung öffentlicher Investitionen. Diese sollen nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Die regionale Wertschöpfung steht hierbei im Vordergrund. Die GBH argumentiert, dass Billigstangebote langfristig teurer sind, da sie die heimische Wirtschaft schwächen, wenn Aufträge an ausländische Dumpinganbieter gehen. Dies führt zu einem Verlust von Aufträgen für österreichische Betriebe und gefährdet Arbeitsplätze.
Die Bauwirtschaft in Österreich hat eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert begann der Ausbau der Infrastruktur, der durch die Industrialisierung vorangetrieben wurde. Nach den Weltkriegen erlebte die Bauwirtschaft einen erneuten Boom, als der Wiederaufbau des Landes im Vordergrund stand. Heute ist die Bauwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig, der maßgeblich zur Beschäftigung und zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Die GBH hat sich stets für die Interessen der Arbeitnehmer in diesem Sektor eingesetzt und betont die Wichtigkeit fairer Arbeitsbedingungen.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz legt Österreich einen stärkeren Fokus auf regionale Vergaben. Während in Deutschland oft europaweite Ausschreibungen im Vordergrund stehen, setzen österreichische Gewerkschaften auf den Erhalt heimischer Arbeitsplätze durch lokale Vergaben. In der Schweiz wird ebenfalls Wert auf regionale Anbieter gelegt, allerdings ist der Markt durch die föderale Struktur stark zersplittert.
Die Auswirkungen der Initiative „ROT-WEISS-ROT BAUEN“ sind vielfältig. Beispielsweise könnten durch regionale Vergaben mehr Ausbildungsplätze in der Bauwirtschaft entstehen, was langfristig zu einer höheren Qualifikation der Fachkräfte führt. Zudem bleibt die Wertschöpfung in den Gemeinden, was deren finanzielle Stabilität stärkt. Ein Beispiel aus Oberösterreich zeigt, dass durch den Bau eines neuen Schulgebäudes mit lokalen Firmen nicht nur Arbeitsplätze gesichert wurden, sondern auch die Qualität des Baus durch die Verwendung regionaler Materialien gesteigert werden konnte.
Laut einer Studie der Wirtschaftskammer Österreich aus dem Jahr 2025 wurden in Österreich im Baugewerbe über 200.000 Menschen beschäftigt, was etwa 5% der gesamten Erwerbsbevölkerung entspricht. Die Bauwirtschaft trug im Jahr 2024 rund 10% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Sektors für die österreichische Wirtschaft. Die GBH argumentiert, dass durch die Initiative „ROT-WEISS-ROT BAUEN“ diese Zahlen stabil gehalten oder sogar verbessert werden könnten.
Die Zukunft der Bauwirtschaft in Österreich sieht vielversprechend aus, wenn die Initiative „ROT-WEISS-ROT BAUEN“ erfolgreich umgesetzt wird. Durch die Fokussierung auf regionale Vergaben könnten nicht nur Arbeitsplätze gesichert, sondern auch neue geschaffen werden. Die Bauwirtschaft könnte weiterhin als Vorreiter bei Qualifikation und Ausbildung fungieren, was langfristig die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs stärkt. Experten sind sich einig, dass eine starke Bauwirtschaft auch andere Sektoren positiv beeinflusst, da sie als wichtiger Auftraggeber für zahlreiche Branchen fungiert.
Die GBH-Neujahrstour 2026 ist ein wichtiger Schritt, um diese Ziele zu erreichen und die Öffentlichkeit für die Bedeutung regionaler Vergaben zu sensibilisieren. Die Gewerkschaft setzt auf Dialog und Vernetzung, um gemeinsam mit Wirtschaft, Politik und Interessenvertretungen Lösungen zu erarbeiten.
Die GBH-Neujahrstour 2026 unterstreicht die Bedeutung regionaler Auftragsvergaben für die österreichische Wirtschaft. Durch die Initiative „ROT-WEISS-ROT BAUEN“ sollen heimische Arbeitsplätze gesichert und die Qualität der Bauwirtschaft gestärkt werden. Die Gewerkschaft setzt auf Zusammenarbeit und Dialog, um eine sichere Zukunft für Österreich zu gestalten. Weitere Informationen zur Tour und den geplanten Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite der GBH.