Die Miteigentümer von Raiffeisenbank Wels und Raiffeisenbank Gunskirchen haben der Fusion zugestimmt. Die neue Raiffeisenbank Wels wird nicht nur größer, sondern verbindet regionale Bankkraft mit dem Umweltcenter als nachhaltigem Geschäftsbereich.
Die Miteigentümer der Raiffeisenbank Wels und der Raiffeisenbank Gunskirchen haben in den jeweiligen Generalversammlungen am 26. und 28. Mai dem Verschmelzungsvertrag zur Fusion zugestimmt. Damit tritt der geplante Zusammenschluss nun in die nächste Phase der Umsetzung ein.
Mit der neuen Raiffeisenbank Wels entsteht die größte Raiffeisen-Primärbank Österreichs mit rund 2,6 Milliarden Euro Bilanzsumme, 16 Bankstellen, mehr als 190 Mitarbeiter und über 53.000 Kund:innen. Die neue Größe stärkt insbesondere die Rolle der Bank als verlässliche Partnerin der regionalen Wirtschaft im dynamischen Wirtschaftsraum Wels und Wels-Land.
„Die Zustimmung unserer Miteigentümer ist ein starkes Signal des Vertrauens und ein klarer Auftrag für die Zukunft. Wir verbinden wirtschaftliche Stärke mit regionaler Verantwortung und schaffen damit die Voraussetzungen, um Menschen, Unternehmen und Gemeinden langfristig erfolgreich zu begleiten“, erklären MMag. Roland Hechenberger, MBA, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Wels, und Mag. Michael Kammerer, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Gunskirchen.
In den kommenden Monaten folgen die aufsichtsrechtlichen Genehmigungen und die rechtliche Umsetzung der Fusion. Die technische Zusammenführung der Systeme ist für Mitte September 2026 geplant. Kund:innen werden rechtzeitig und schrittweise über alle konkreten Änderungen informiert.
Ein wichtiger Bestandteil der neuen Bank bleibt das österreichweit bekannte Umweltcenter, das als eigenständiger Geschäftsbereich weitergeführt und gezielt ausgebaut wird. Mit der Mitgliedschaft in der Green Finance Alliance bekennt sich die neue Bank weiterhin klar zu nachhaltiger Transformation und verantwortungsvoller Finanzierung.
Weitere Informationen unter www.raiffeisenbank-wels.at
Quelle: Raiffeisenbank Gunskirchen eGen und Raiffeisenbank Wels eGen
Bankfusionen wirken nach außen oft trocken: Generalversammlungen, Verschmelzungsvertrag, Genehmigungen, technische Zusammenführung. Für eine Region können sie aber viel verändern. Eine größere Bank kann mehr Kreditvolumen stemmen, breitere Beratung anbieten, Kosten bündeln und regulatorische Anforderungen leichter bewältigen. Gleichzeitig stellt sich immer die Frage, ob Nähe zu Kundinnen, Kunden und Gemeinden erhalten bleibt. Genau dieser Balanceakt macht den Zusammenschluss von Raiffeisenbank Wels und Raiffeisenbank Gunskirchen interessant.
Laut Mitteilung entsteht mit rund 2,6 Milliarden Euro Bilanzsumme, 16 Bankstellen, mehr als 190 Mitarbeitenden und über 53.000 Kundinnen und Kunden eine besonders große Raiffeisen-Primärbank. Primärbanken sind die regionalen Einheiten im genossenschaftlichen Bankensystem. Ihre Stärke liegt nicht nur in Zahlen, sondern in der lokalen Verankerung: Gewerbebetriebe, Gemeinden, private Haushalte, Landwirtschaft und regionale Projekte hängen oft an langfristigen Bankbeziehungen.
Raiffeisenbanken sind genossenschaftlich organisiert. Deshalb ist die Zustimmung der Miteigentümerinnen und Miteigentümer mehr als eine Formalität. Sie legitimiert den nächsten Schritt und signalisiert, dass der Zusammenschluss nicht nur von Vorständen und Aufsichtsräten getragen wird. Für die neue Bank ist das wichtig, weil Vertrauen bei Regionalbanken ein zentraler Vermögenswert ist. Kundinnen und Kunden wollen wissen, ob ihre Ansprechpartner bleiben, ob Bankstellen erhalten werden und wie sich Konditionen, Systeme und Services ändern.
Die technische Zusammenführung der Systeme ist laut Mitteilung für Mitte September 2026 geplant. Solche Migrationen sind im Bankwesen anspruchsvoll, weil Zahlungsverkehr, Konten, Kundenstammdaten, Onlinebanking, Karten, Kreditverträge und regulatorische Dokumentation sauber ineinandergreifen müssen. Für Kundinnen und Kunden zählt am Ende, dass der Übergang verständlich kommuniziert wird und der Alltag möglichst reibungslos bleibt.
Ein besonderer Punkt der Fusion ist das Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen. Es wird laut Mitteilung als eigenständiger Geschäftsbereich weitergeführt und ausgebaut. Das Umweltcenter positioniert sich als nachhaltige Bank mit ökologischen und sozial sinnvollen Finanzierungen. Auf der eigenen Website verweist es auf Umweltprojekte, nachhaltige Finanzprodukte und die Umweltgarantie. Damit bringt die kleinere Fusionspartnerin ein Profil ein, das über klassische Regionalbankleistungen hinausgeht.
Die Mitgliedschaft in der Green Finance Alliance ist dafür ein wichtiger Kontext. Das Umweltcenter beschreibt sich als Gründungsmitglied und verweist auf das Ziel, Kreditportfolio und Bankbetrieb an Klimazielen auszurichten. Für die neue Raiffeisenbank Wels kann das ein Differenzierungsmerkmal sein. Nachhaltige Finanzierung ist kein Nischenthema mehr; Unternehmen, Gemeinden und Private fragen zunehmend nach Energieprojekten, Sanierungen, Photovoltaik, nachhaltigem Bauen und transparenten Geldanlagen.
Größe kann einer Regionalbank helfen, weil regulatorische Anforderungen, IT-Sicherheit, Risikomanagement und digitale Services immer aufwendiger werden. Eine größere Einheit kann Fachwissen bündeln und Investitionen leichter stemmen. Für Firmenkunden kann das bedeuten, dass größere Projekte aus der Region heraus finanziert werden können, ohne sofort auf überregionale Bankstrukturen auszuweichen.
Die Kehrseite ist die Sorge vor Distanz. Wenn Banken fusionieren, fragen Kundinnen und Kunden oft, ob Entscheidungen noch lokal getroffen werden, ob persönliche Ansprechpartner bleiben und ob kleinere Gemeinden an Bedeutung verlieren. Die Mitteilung der beiden Banken betont deshalb regionale Verantwortung und die Rolle im Wirtschaftsraum Wels und Wels-Land. Ob diese Nähe tatsächlich erhalten bleibt, zeigt sich weniger in der Fusionsankündigung als in der Umsetzung: Bankstellen, Beratung, Entscheidungswege und Kommunikation werden entscheidend sein.
Das Umweltcenter bringt eine Identität ein, die für eine klassische Regionalbank ungewöhnlich stark sichtbar ist. Nachhaltige Spar-, Giro- und Finanzierungsprodukte können Kundinnen und Kunden ansprechen, die wissen wollen, welche Projekte mit ihrem Geld unterstützt werden. Gleichzeitig steht nachhaltige Finanzierung stärker unter Beobachtung: Versprechen müssen nachvollziehbar sein, Kriterien müssen transparent bleiben und Greenwashing-Vorwürfe sollten vermieden werden.
Genau deshalb ist die Weiterführung als eigener Geschäftsbereich relevant. Würde das Umweltcenter nur als Marke weiterleben, ohne operative Eigenständigkeit und klare Kriterien, könnte Vertrauen verloren gehen. Wird es dagegen in der größeren Bank gestärkt, kann die Fusion dem nachhaltigen Geschäftsmodell mehr Reichweite geben. Für die neue Raiffeisenbank Wels wird dieser Punkt ein Prüfstein dafür sein, ob Größe und Profil tatsächlich zusammenpassen.
In den kommenden Monaten werden vor allem konkrete Informationen wichtig: Welche Kontodaten ändern sich? Welche Ansprechpartner bleiben? Welche Systeme werden umgestellt? Wie laufen Onlinebanking, Karten und Daueraufträge weiter? Und welche Rolle spielt das Umweltcenter im neuen Angebot? Eine gute Fusion erkennt man aus Kundensicht daran, dass möglichst wenig Unsicherheit entsteht und Änderungen früh, verständlich und vollständig erklärt werden.
Die Miteigentümer der Raiffeisenbank Wels und der Raiffeisenbank Gunskirchen haben dem Verschmelzungsvertrag zugestimmt. Danach folgen aufsichtsrechtliche Genehmigungen und rechtliche Umsetzung.
Laut Mitteilung soll die neue Raiffeisenbank Wels rund 2,6 Milliarden Euro Bilanzsumme, 16 Bankstellen, mehr als 190 Mitarbeitende und über 53.000 Kundinnen und Kunden haben.
Das Umweltcenter soll als eigenständiger Geschäftsbereich weitergeführt und gezielt ausgebaut werden. Es bleibt damit ein wesentlicher Profilbaustein der neuen Bank.
Die technische Zusammenführung der Systeme ist laut Mitteilung für Mitte September 2026 geplant. Kundinnen und Kunden sollen schrittweise über konkrete Änderungen informiert werden.