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FH Kärnten: Von der kleinen Bildungsinstitution zur internationalen Hochschule

3. Oktober 2025 um 15:40
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Die Fachhochschule Kärnten feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Was 1995 mit nur 70 Studierenden in den Studiengängen Bauingenieurwesen und Elektronik begann, hat sich zu einer international vernetzten Hochschule mit mehr als 3.600 Studierenden, über 60 Studienprogrammen und einem breiten

Die Fachhochschule Kärnten feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Was 1995 mit nur 70 Studierenden in den Studiengängen Bauingenieurwesen und Elektronik begann, hat sich zu einer international vernetzten Hochschule mit mehr als 3.600 Studierenden, über 60 Studienprogrammen und einem breiten Forschungsprofil entwickelt. Diese bemerkenswerte Entwicklung ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte für die Region Kärnten, sondern auch ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung von Bildungskonzepten, die sowohl regional verankert als auch international ausgerichtet sind.

Die Anfänge: Von Spittal an der Drau zur internationalen Vernetzung

Die Gründung der FH Kärnten fand in einer Zeit des Umbruchs statt. Österreich trat 1995 der Europäischen Union bei, und die Bildungspolitik begann, sich stärker auf die internationale Zusammenarbeit zu konzentrieren. In diesem Kontext startete die FH Kärnten in einem Bürogebäude in Spittal an der Drau mit einem klaren Bildungsansatz: praxisnah, regional verankert, aber mit internationalem Anspruch. Diese Philosophie hat sich als tragfähig erwiesen, denn heute profitieren Studierende von innovativen Lehrmethoden und einem großen Netzwerk an internationalen Forschungs- und Wirtschaftspartnern.

Die Entwicklung der Studienprogramme

Seit ihrer Gründung hat die FH Kärnten ihr Studienangebot kontinuierlich erweitert. Heute bietet sie über 60 Studienprogramme in vier Fakultäten an fünf Standorten an. Diese Programme sind darauf ausgelegt, den Studierenden nicht nur eine fundierte akademische Ausbildung zu bieten, sondern sie auch auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt vorzubereiten. Der Fokus liegt dabei auf der Internationalisierung, angewandter Forschung und praxisnaher Ausbildung.

Internationalität und Vernetzung als Schlüssel zum Erfolg

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der FH Kärnten ist ihre starke internationale Ausrichtung. Bereits 2006 wurden die ersten englischsprachigen Studiengänge eingeführt, und heute gibt es drei Bachelor- und acht Masterstudiengänge in englischer Sprache. Über 400 internationale Studierende aus 57 Ländern sind derzeit an der FH Kärnten eingeschrieben. Diese Internationalisierung wird durch die Teilnahme an der European-University-Allianz ACE²-EU weiter vorangetrieben, die Studierenden Zugang zu gemeinsamen Studienprogrammen und Forschern zu einem Netzwerk an Forschungszentren bietet.

Die ACE²-EU Allianz

Die ACE²-EU Allianz ist ein Zusammenschluss von neun Hochschulen in Europa, die gemeinsam an den Herausforderungen der Zukunft arbeiten, darunter der digitale und grüne Wandel sowie sozioökonomische Fragestellungen. Diese Allianz ermöglicht eine nachhaltige gesellschaftliche Transformation, von der nicht nur die Regionen und die EU, sondern die Gesellschaft insgesamt profitieren.

Forschung und Innovation als Treiber

Die FH Kärnten hat sich auch als bedeutender Akteur in der Forschung etabliert. Mit einem geplanten Forschungsvolumen von 10 Millionen Euro für 2025 setzt die Hochschule neue Maßstäbe. Die Forschung konzentriert sich auf Themen wie Bauinnovation, Medizintechnik, Energieeffizienz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Diese Forschung ist kein Selbstzweck, sondern ein Treiber für Wirtschaft, Gesellschaft und öffentliche Hand.

Forschungszentren und Projekte

Die FH Kärnten arbeitet mit fünf Forschungszentren, darunter IARA (Ageing), CISMAT (Smart Materials) und ADMiRE (Additive Manufacturing, Robotics, Sensors & Engineering). Diese Zentren sind Teil eines Netzwerks, das internationale Spitzenforschung betreibt. Projekte wie das Horizon-Europe-Vorhaben zu nachhaltigen Halbleitern oder die INTERREG-Programme unterstreichen die Exzellenz der FH Kärnten in der Forschung.

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Prinzip an der FH Kärnten. Die Hochschule ist EMAS-zertifiziert und arbeitet in nationalen Bündnissen, um die SDGs (Sustainable Development Goals) in Programmen und Betrieb zu verankern. Seit 2017 wurden Projekte zu erneuerbaren Energien und ressourcenschonenden Technologien forciert. Ein Beispiel für das Engagement der FH Kärnten ist der UNESCO-Lehrstuhl für Nachhaltiges Management von Schutzgebieten, der 2020 verliehen und 2024 verlängert wurde.

Projekte zur Nachhaltigkeit

Ein weiteres Beispiel für das Engagement in der Nachhaltigkeit ist die Stiftungsprofessur Holzbau am Standort Spittal, die innovative, CO₂-sparende Bauweisen erforscht und vermittelt. Diese Projekte zeigen, wie die FH Kärnten ihre gesellschaftliche Rolle versteht: als Impulsgeberin, Vermittlerin und Partnerin für zukunftsfähige Lösungen.

Verzahnung von Lehre und Forschung

Ein markantes Merkmal der FH Kärnten ist die enge Verflechtung von Lehre und Forschung. Studierende werden von Beginn an in aktuelle Forschungsprojekte eingebunden, was einen ständigen Wissenstransfer zwischen Forschung, Lehre und Praxis ermöglicht. Dieser Ansatz fördert nicht nur den praktischen Kompetenzerwerb der Studierenden, sondern auch die Innovationskraft der Hochschule.

Zukunftsausblick

Mit einer klaren strategischen Agenda bis 2030 steht die FH Kärnten vor weiteren spannenden Entwicklungen. Der neue Geschäftsführer, Martin Waiguny, blickt hoffnungsvoll in die Zukunft und setzt Schwerpunkte auf die Internationalisierung und die Stärkung der Forschung als Innovationsmotor. Die FH Kärnten soll zur Hochschule der Wahl für Studierende, Lehrende und Forschende werden und damit einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung neuer Lösungen leisten, die weit über den Campus hinauswirken.

Schlagworte

#Bildung#FH Kärnten#Forschung#Innovation#Internationalisierung#Nachhaltigkeit#Studienprogramme

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