Wien Energie und Wiener Netze führen Arbeiten im Westen Wiens durch – temporäre Unterbrechung für rund 140 Anschlüsse, breite Serviceangebote vor Ort
Von 25. bis 29. Juni kommt es im 14. und 16. Bezirk zu einer Unterbrechung der Fernwärmeversorgung; Wien Energie stellt mobile Duschen, Bäder-Wertkarten und Barriereangebote bereit.
Wiener Netze und Wien Energie führen im Juni umfangreiche Arbeiten am Fernwärmenetz im Westen Wiens durch. In einzelnen Straßenzügen des 14. und 16. Bezirks kommt es daher von 25. Juni, 06:00 Uhr, bis 29. Juni, 09:00 Uhr, zu einer Unterbrechung der Versorgung mit Heizung und Warmwasser; betroffen sind etwa 140 Hausanschlüsse. Die Versorgung von Einrichtungen der kritischen Infrastruktur ist sichergestellt.
Sascha Zabransky, Geschäftsführer von Wien Energie, wird in der Aussendung mit den Worten zitiert: „Mit den umfassenden Modernisierungsarbeiten am Fernwärmenetz stärken Wiener Netze und Wien Energie die Versorgungssicherheit im Westen Wiens. Uns ist bewusst, dass die Versorgungsunterbrechung für die betroffenen Bewohner*innen eine Belastung darstellt. Leider sind die Arbeiten zwingend notwendig, um auch in Zukunft eine sichere Fernwärmeversorgung in den betroffenen Grätzeln gewährleisten zu können. Auch wenn unsere Ersatzangebote während der Wartungsarbeiten keinen vollwertigen Ersatz für die Warmwasserversorgung sein können, versuchen wir, bestmöglich für die Menschen vor Ort da zu sein“.
Die geplante Unterbrechung betrifft einzelne Straßenzüge im 14. und 16. Bezirk. Konkret beginnt die Versorgungspause am 25. Juni um 06:00 Uhr und soll am 29. Juni um 09:00 Uhr beendet sein. Wien Energie und Wiener Netze haben im Vorfeld betroffene Kund*innen, Hausverwaltungen und Haushalte mittels Aushang in den Häusern informiert und Servicenummern, Kontaktstellen und Notfallhotlines genannt, an die sich Bewohner*innen bei Fragen wenden können.
Insgesamt sind etwa 140 Hausanschlüsse betroffen; der Großteil davon liegt im 14. Bezirk. Im 16. Bezirk betrifft die Wartung Objekte zwischen Flötzersteig und Steinbruchstraße beziehungsweise dem Josef-Weinheber-Platz. Wien Energie nennt in der Mitteilung zudem ein breites Serviceangebot für Betroffene, darunter mobile Duschmöglichkeiten, Kooperationen mit Sportvereinen sowie die Verteilung von Wertkarten für den Eintritt in die Wiener Bäder.
Die so genannte „Flötzersteig-Leitung“ ist seit 1963 in Betrieb und bringt Wärme von Österreichs ältester Müllverbrennungsanlage zu den Haushalten. Aufgrund des Alters und der Beschaffenheit des Netzes sind Wartungsarbeiten auf einer Länge von mehr als drei Kilometern notwendig. Im Zuge der Arbeiten werden Armaturen ausgetauscht, zusätzliche Ventile eingebaut und der Zugang zur Leitung verbessert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Gelände der Klinik Ottakring, die laut Aussendung bis zum Jahr 2040 schrittweise modernisiert wird. Dort werden unter anderem eine neue Gebietsumformer- und Pumpstation errichtet, neue Leitungen an das Fernwärmenetz angebunden sowie bestehende Schachtbauwerke erweitert. Die Klinik Ottakring wird, ebenso wie das Hanusch-Krankenhaus, auch während der Arbeiten durchgehend mit Wärme versorgt.
Wien Energie stellt für die betroffenen Anrainer*innen Ersatz-Duschmöglichkeiten bereit. Diese mobilen Duschcontainer können kostenlos und ohne Anmeldung benutzt werden. Die Container stehen bei der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig (1160), im Matznerpark (1140), im Gustav-Klimt-Park (1140) und im Bereich Zwinzgasse (1160).
Darüber hinaus können die Duschen bei mehreren Sportvereinen genutzt werden: SK Slovan HAC (1140), SK Rapid Wien (1140), FV Austria XIII (1140) und SC Red Star Penzing (1160). Die genauen Adressen und Öffnungszeiten sind laut Mitteilung auf der Info-Webseite von Wien Energie abrufbar.
Laut Aussendung finden die Arbeiten im Juni statt, weil die Maßnahmen nur während des Generalstillstands der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig durchgeführt werden können. Zeitgleich werden dort im Zuge der jährlichen Revision Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Durch die Bündelung der Maßnahmen an einem Termin soll die Versorgungsunterbrechung für Kund*innen nur einmalig eintreten.
Die Mitteilung stellt zudem dar, dass die Wiener Müllverbrennungsanlagen grundsätzlich durchgehend laufen und einmal pro Jahr in Revision gehen, wobei die gesamte Anlage außer Betrieb genommen wird, um notwendige Arbeiten durchzuführen. Diese Revisionen werden im Sommer durchgeführt, „wenn der Fernwärme-Bedarf niedriger ist“, und die Anlagen kommen nacheinander an die Reihe.
Fernwärme: Fernwärme bezeichnet zentral erzeugte Wärme, die über ein Rohrnetz zu Wohn- und Gewerbegebäuden verteilt wird. In der Aussendung steht Fernwärme im Zusammenhang mit dem städtischen Netz und der Flötzersteig-Leitung, die Wärme aus einer Müllverbrennungsanlage transportiert.
Müllverbrennungsanlage: Eine Müllverbrennungsanlage ist eine Einrichtung zur thermischen Verwertung von Restmüll. In der aktuellen Mitteilung ist die Anlage Flötzersteig als Ausgangspunkt der Flötzersteig-Leitung genannt; die Anlage wird einmal jährlich für Revisionen außer Betrieb genommen.
Flötzersteig-Leitung: Die in der Aussendung genannte Leitung ist seit 1963 in Betrieb; sie transportiert Wärme vom Standort der Müllverbrennungsanlage zu Haushalten im Westen Wiens. Für diese Leitung sind Wartungsarbeiten auf mehr als drei Kilometern Länge vorgesehen.
Gebietsumformer: Ein Gebietsumformer ist ein elektrisches oder hydraulisches Bauteil in Fernwärmenetzen, das Temperaturen, Druck oder hydraulische Bedingungen für ein bestimmtes Versorgungsgebiet bereitstellt. In Ottakring wird laut Mitteilung eine neue Gebietsumformer- und Pumpstation errichtet.
Generalstillstand / Revision: In der Mitteilung wird der Begriff Generalstillstand für die planmäßige, vollständige Außerbetriebnahme einer Anlage im Rahmen der jährlichen Revision verwendet. Wien Energie und Wiener Netze führen deshalb die Arbeiten im Juni durch, während die Müllverbrennungsanlage Flötzersteig zeitgleich revisioniert wird.
Wien Energie weist darauf hin, dass die genauen Adressen und Öffnungszeiten der Angebote auf der Informationsseite genannt sind.
Wann genau findet die Versorgungspause statt?
Die geplante Unterbrechung beginnt am 25. Juni um 06:00 Uhr und endet am 29. Juni um 09:00 Uhr, wie in der Aussendung genannt. Die Maßnahmen wurden gebündelt, damit die Versorgungsunterbrechung für Kund*innen nur an einem Termin eingreift.
Welche Gebiete und wie viele Anschlüsse sind betroffen?
Betroffen sind in erster Linie Straßenzüge im 14. Bezirk sowie Objekte im 16. Bezirk zwischen Flötzersteig und Steinbruchstraße beziehungsweise Josef-Weinheber-Platz. Insgesamt nennt die Mitteilung etwa 140 Hausanschlüsse als betroffen.
Wer führt die Arbeiten durch und warum sind sie notwendig?
Wiener Netze und Wien Energie führen die Arbeiten durch. In der Aussendung werden die Maßnahmen mit der langfristigen Aufrechterhaltung und Verbesserung der Versorgungssicherheit sowie dem weiteren Ausbau der Fernwärme, unter anderem auf dem Gelände der Klinik Ottakring, begründet. Aufgrund Alter und Beschaffenheit des Netzes seien die Arbeiten notwendig.
Bleiben Krankenhäuser und kritische Infrastruktur versorgt?
Die Mitteilung stellt ausdrücklich fest, dass die Versorgung von Einrichtungen der kritischen Infrastruktur sichergestellt ist. Klinik Ottakring und Hanusch-Krankenhaus werden laut Aussendung auch während der Arbeiten durchgehend mit Wärme versorgt.
Welche Ersatzangebote gibt es für Warmwasser-Nutzung?
Wien Energie stellt kostenlose, nicht anmeldepflichtige Duschcontainer an mehreren Standorten bereit und kooperiert mit Sportvereinen, deren Duschen genutzt werden können. Zusätzlich werden Wertkarten für die Wiener Bäder verteilt; barrierefreie Duschen und ein Fahrtendienst werden für Menschen mit Behinderungen bzw. erhöhtem Pflegebedarf organisiert. Genauere Adressen und Öffnungszeiten nennt die Info-Webseite.
Warum finden die Arbeiten im Juni statt?
Die Arbeiten sind an den Generalstillstand der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig gebunden, während derer die Anlage für die jährliche Revision außer Betrieb genommen wird. Laut Aussendung werden Revisionen im Sommer durchgeführt, wenn der Fernwärme-Bedarf niedriger ist, und die Maßnahmen werden gebündelt, um die Unterbrechung auf einen Termin zu begrenzen.
Quelle: Wien Energie GmbH (Aussendung, Juni). Weitere Informationen sind auf der Info-Webseite von Wien Energie verfügbar: www.wienenergie.at/fernwaermewartung.
Bildmaterial: https://wienenergie.at/media-41
Kontakt (Presse): Franziska Bauer-Hartig, Pressesprecherin Wien Energie, Telefon: 0664 884 81 304, E-Mail: franziska.bauer-hartig [at] wienenergie.at