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Fairness-Büro entschärft Konflikte im Lebensmittelhandel erfolgreich

16. März 2026 um 15:02
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Ein funktionierendes System zur Konfliktlösung in der österreichischen Lebensmittelbranche zeigt Wirkung: Der aktuelle Fairness-Bericht 2025 dokumentiert die erfolgreiche Mediation zwischen Handel,

Ein funktionierendes System zur Konfliktlösung in der österreichischen Lebensmittelbranche zeigt Wirkung: Der aktuelle Fairness-Bericht 2025 dokumentiert die Mediation zwischen Handel, Produzenten und Lieferanten. Bei über 140.000 Beschäftigten im Lebensmittelhandel wurden lediglich 255 unmittelbare Beschwerden registriert – ein angesichts der enormen Zahl an Transaktionen äußerst geringer Wert. Der Bericht stellt zudem fest, dass kein konkreter Beschwerdefall an die Bundeswettbewerbsbehörde übergeben wurde.

Fairness-Büro als Mediator zwischen den Branchen

Das Fairness-Büro dient als Instrument, um Konflikte entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette frühzeitig aufzugreifen und durch Mediation zu entschärfen. Im Berichtsjahr wurden 255 unmittelbare Beschwerden, 220 allgemeine Anfragen und 65 strukturierte Mediationsprozesse verzeichnet.

Geringe Beschwerdezahl bei enormem Transaktionsvolumen

Die Relation zwischen Beschwerdefällen und der Gesamtzahl der Geschäftstransaktionen im österreichischen Lebensmittelhandel wird im Bericht als äußerst geringer Wert bezeichnet.

Österreichs Bio-Vorreiterrolle in Europa

Der heimische Lebensmittelhandel positioniert sich als Partner der österreichischen Landwirtschaft. Österreich zählt bei Bio sowohl in der Landwirtschaft als auch im Handel zur europäischen Spitzengruppe. Der Handel gibt ein Bekenntnis zu österreichischer Qualität ab, und nach Auffassung des Fachverbands haben Bio-Eigenmarken des Handels dazu beigetragen, Bio aus der Nische in die Breite zu tragen.

Preisrealität vs. Qualitätsanspruch

Nach Daten der Statistik Austria entfallen auf Ernährung und alkoholfreie Getränke in Österreich rund 11,6 Prozent der Haushaltsausgaben. Der Fachverband betont, dass heimische Qualität ihren Preis hat und eine ehrliche Debatte über den Wert von Lebensmitteln nötig sei.

Inflationsdruck und Marktdynamik

Die Lebenshaltungskosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wodurch die Preissensibilität der Kundinnen und Kunden zugenommen hat. Viele selbständige Kaufleute hätten während der Inflationskrise erheblich unter Druck gestanden. Das Fairness-Büro wird als wichtige Institution genannt, um Konflikte ernst zu nehmen und zu lösen.

Versorgungsleistung und Arbeitsplätze

Der österreichische Lebensmittelhandel beschäftigt rund 140.000 Menschen und gewährleistet flächendeckende Versorgung. Umsätze allein sagen wenig aus, wenn man sie nicht zur Versorgungsleistung, zur Zahl der Standorte und zur Beschäftigung in Beziehung setzt.

Bewusstseinsbildung für Lebensmittelwert

Der Fachverband fordert mehr Wertschätzung für alle, die Lebensmittel erzeugen, verarbeiten und bringen, und betont die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette weiter zu stärken und die Versorgung mit heimischen Qualitätsprodukten langfristig abzusichern.

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