KEBA, Sandvik Mining and Construction und Zauner Anlagentechnik wurden beim Exportpreis 2026 in der Kategorie Industrie ausgezeichnet. Die drei Unternehmen zeigen, wie stark österreichische Industrie über Automatisierung, Bergbautechnik und Anlagenbau international wirkt.
29. Mai 2026: Die Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) gratuliert den Preisträgern des Exportpreises 2026 in der Kategorie „Industrie“. In Gold: KEBA Group AG (Oberösterreich). Silber: Sandvik Mining and Construction G.m.b.H. (Steiermark). Bronze: Zauner Anlagentechnik GmbH (Oberösterreich). „Die Auszeichnung holt die Besten der Besten vor den Vorhang. Unsere Industrieunternehmen zeigen eindrucksvoll, wie erfolgreich Industrieprodukte ‚Made in Austria‘ auf internationalen Märkten sind“, so Obmann Sigi Menz.
Die drei ausgezeichneten österreichischen Unternehmen stehen für Innovationskraft, technologische Spitzenleistungen und hohe Wettbewerbsfähigkeit.
Das international tätige Technologieunternehmen KEBA mit Hauptsitz in Linz entwickelt und produziert seit 1968 Automatisierungslösungen aus Hard- und Software für Maschinen und Roboter, Übergabesysteme sowie Energieanwendungen. Mit 28 Standorten in 16 Ländern in Europa, Asien und Nordamerika sowie neuerdings auch in Indien ist das Unternehmen geografisch breit aufgestellt.
Der Sandvik-Standort in Zeltweg in der Steiermark entwickelt und produziert Vortriebs- und Gewinnungsmaschinen und blickt auf eine 175-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Zeltweg ist zudem das weltweite Kompetenzzentrum des internationalen Sandvik-Konzerns für die Entwicklung, das Engineering und die Produktion von Maschinen zur Gesteinsbearbeitung sowie von mobilen Förderbandsystemen.
Die Zauner Anlagentechnik GmbH mit Sitz in Wallern an der Trattnach (Oberösterreich) ist Teil der familiengeführten Zauner Group. Das Unternehmen ist auf international anspruchsvolle Industrie- und Anlagenbauprojekte spezialisiert und hat sich als europäischer Partner mit komplexen Industrieprojekten in Zukunftsbranchen wie Life Science, Halbleiterfertigung und Green Technology etabliert.
Alle drei Unternehmen investieren konsequent in nachhaltige Prozesse, Ressourceneffizienz und internationale Vernetzung und sichern ihre globale Wettbewerbsfähigkeit durch hohe Engineering-Kompetenz und Innovationskraft. „Die ausgezeichneten Industriebetriebe verbinden technologische Exzellenz mit nachhaltigem Wirtschaften und einer langfristigen internationalen Ausrichtung. Das stärkt den Industriestandort Österreich“, so WKÖ-Bundesspartenobmann Menz. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind erfolgreiche Exporte ein wichtiger Wachstumsmotor für Österreich. Die Preisträger zeigen, wie Qualität, Innovation und internationale Partnerschaften langfristigen Erfolg ermöglichen“, unterstreicht er.
Quelle: Wirtschaftskammer Österreich, OTS (29. Mai 2026)
Die drei Preisträger stehen für unterschiedliche Industriepfade. KEBA ist stark in Automatisierung und verbindet Hardware, Software und Energieanwendungen. Sandvik in Zeltweg steht für Bergbau-, Gesteinsbearbeitungs- und Fördertechnik mit langer Standortgeschichte. Zauner Anlagentechnik arbeitet in komplexen Anlagenbauprojekten, unter anderem in Life Science, Halbleiterfertigung und Green Technology.
Gerade diese Vielfalt macht die Kategorie Industrie interessant. Österreichische Industrie ist nicht nur ein großer Block aus Fertigung und Maschinen. Sie besteht aus spezialisierten Unternehmen, Standorten und Projektteams, die in bestimmten Feldern weltweit wettbewerbsfähig sind. Exporterfolg entsteht dabei oft über technische Tiefe, stabile Qualität und die Fähigkeit, international verlässliche Projekte zu liefern.
KEBA wurde 1968 gegründet und hat sich laut WKÖ zu einem international tätigen Technologieunternehmen mit 28 Standorten in 16 Ländern entwickelt. Automatisierungslösungen sind für viele Industrien ein Schlüsselthema, weil Unternehmen produktiver, präziser und energieeffizienter arbeiten müssen. Dabei reicht es nicht, einzelne Geräte zu liefern. Entscheidend ist die Verbindung aus Steuerung, Software, Integration und Service.
Für einen Exportpreis ist das relevant, weil Automatisierung global nachgefragt wird. Maschinenbauer, Energieunternehmen und Produktionsbetriebe suchen Lösungen, die verlässlich funktionieren und an lokale Anforderungen angepasst werden können. KEBA steht damit für eine Form von Export, bei der Engineering und Softwarekompetenz eng mit industrieller Anwendung verbunden sind.
Sandvik Mining and Construction in Zeltweg erhielt Silber. Der Standort ist innerhalb des internationalen Sandvik-Konzerns ein Kompetenzzentrum für Maschinen zur Gesteinsbearbeitung und mobile Förderbandsysteme. Die lange Geschichte des Standorts macht deutlich, wie stark industrielle Kompetenz über Jahrzehnte wachsen kann. Solches Wissen lässt sich nicht kurzfristig kopieren.
Für Österreich ist ein solcher Standort besonders wertvoll, weil er globale Konzernstrukturen mit regionalem Know-how verbindet. Entwicklung, Engineering und Produktion in Zeltweg schaffen qualifizierte Beschäftigung und halten technisches Wissen im Land. Exportstärke bedeutet hier nicht nur Umsatz im Ausland, sondern auch die Fähigkeit, einen österreichischen Standort in internationalen Wertschöpfungsketten relevant zu halten.
Zauner Anlagentechnik erhielt Bronze. Das oberösterreichische Unternehmen ist laut WKÖ auf anspruchsvolle Industrie- und Anlagenbauprojekte spezialisiert. Besonders interessant sind die genannten Zukunftsbranchen: Life Science, Halbleiterfertigung und Green Technology. In diesen Feldern zählen Präzision, Dokumentation, Projektsteuerung und hohe technische Standards.
Anlagenbau ist ein anderes Exportgeschäft als Serienproduktion. Häufig geht es um individuelle Projekte, lange Vorläufe, internationale Teams und hohe Verantwortung für Termine und Qualität. Unternehmen wie Zauner verkaufen daher nicht nur Technik, sondern auch Planungssicherheit. Genau diese Fähigkeit kann im internationalen Wettbewerb den Ausschlag geben.
Die WKÖ verweist beim Exportpreis 2026 auf ein schwieriges Umfeld mit geopolitischen Spannungen, Wettbewerbsdruck und Handelsbarrieren. In solchen Phasen sind exportstarke Industriebetriebe besonders wichtig. Sie sichern Arbeitsplätze, treiben Innovationen und halten Wertschöpfung in Regionen. Gleichzeitig sind sie oft eng mit Zulieferern, Forschungseinrichtungen und Ausbildungssystemen verbunden.
Laut WKÖ exportierten rund 64.300 österreichische Unternehmen im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 281 Milliarden Euro. Diese Zahl zeigt, wie stark der Standort vom internationalen Geschäft abhängt. Industrieunternehmen tragen dazu nicht nur durch Produkte bei, sondern auch durch technische Lösungen, Service, Ersatzteile, Projektgeschäft und langfristige Kundenbeziehungen.
Die WKÖ betont bei den ausgezeichneten Industriebetrieben auch nachhaltige Prozesse, Ressourceneffizienz und internationale Vernetzung. Das ist kein bloßes Zusatzthema. Viele internationale Kunden achten stärker auf Energieeffizienz, Materialeinsatz, Lieferketten und Dokumentation. Wer hier glaubwürdig liefert, verbessert seine Marktchancen.
Innovation bleibt gleichzeitig entscheidend. Automatisierung, Bergbautechnik und Anlagenbau verändern sich durch Digitalisierung, neue Materialien, strengere Umweltanforderungen und globale Konkurrenz. Die ausgezeichneten Unternehmen zeigen, dass österreichische Industrie erfolgreich sein kann, wenn sie nicht beim Bewährten stehen bleibt, sondern technische Entwicklung aktiv vorantreibt.
Gold ging an die KEBA Group AG aus Oberösterreich, ein international tätiges Technologieunternehmen für Automatisierungslösungen.
Silber ging an Sandvik Mining and Construction in der Steiermark. Bronze erhielt Zauner Anlagentechnik aus Oberösterreich.
Industrieexporte sichern Wertschöpfung, qualifizierte Arbeitsplätze und technisches Know-how. Sie zeigen, in welchen Spezialbereichen Österreich international konkurrenzfähig ist.
Laut WKÖ wurden 2026 insgesamt 22 Unternehmen in sechs Haupt- und zwei Sonderkategorien ausgezeichnet.