Wien wird im Mai 2026 wieder zum Schauplatz eines der größten Musikspektakel der Welt: Der 70. Eurovision Song Contest kehrt nach elf Jahren nach Österreich zurück. Doch hinter den Kulissen der Wie...
Wien wird im Mai 2026 wieder zum Schauplatz des 70. Eurovision Song Contest. Hinter den Kulissen der Wiener Stadthalle laufen bereits Vorbereitungen für ein umfassendes Sicherheitskonzept. Innenminister Gerhard Karner machte sich gemeinsam mit Vertretern von ORF, Finanzministerium und der Wiener Stadthalle ein Bild von den Schutzmaßnahmen und tauschte sich mit den Verantwortlichen aus.
Österreich setzt bei der ESC-Sicherheit auf internationale Zusammenarbeit. Bereits im Vorfeld traf sich Innenminister Karner mit seinem Schweizer Amtskollegen Beat Jans, um Erfahrungen aus dem ESC 2025 auszutauschen. Neben der Schweiz gibt es auch mit anderen Nachbarländern einen Erfahrungsaustausch, wenn es um die Sicherheit bei internationalen Großveranstaltungen geht.
Das Sicherheitskonzept für den Eurovision 2026 sieht verschiedene Maßnahmen vor. Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl erklärte: „Einerseits kontrolliert unser Zoll mit Röntgenfahrzeugen die Warenlieferungen, andererseits überprüft die Finanzpolizei die Daten der Mitarbeitenden der Security-Unternehmen.“
Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan verwies auf die Erfahrung der Wiener Polizei in der Planung und Durchführung von Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, werden spezielle operative Einsatzstrukturen sowie strategische Koordinierungsmechanismen eingerichtet, so Csefan.
Ingrid Thurnher, interimistische ORF-Generaldirektorin, betonte die Bedeutung der Sicherheit für den ORF als Host Broadcaster: „Als Host Broadcaster trägt der ORF die Verantwortung für dieses größte Musikfest der Welt, bei dem die Sicherheit oberste Priorität hat.“ Der ORF arbeitet dabei eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen und berücksichtigt deren Expertise.
Thomas Waldner, Geschäftsführer der Wiener Stadthalle, erklärte, dass die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller Beteiligten oberste Priorität habe. Die Stadthalle und die beteiligten Behörden setzen gemeinsame Maßnahmen um, um einen sicheren Ablauf des Events zu gewährleisten.
Im Rahmen der Vorbereitung auf den ESC 2026 werden internationale Erfahrungen verknüpft. Anlassbezogen können auch Einsatzkräfte aus dem Ausland zur Unterstützung bei Sicherheitsmaßnahmen angefordert werden — so unterstützte die österreichische Polizei beispielsweise zuletzt Sicherheitsmaßnahmen rund um die Münchner Sicherheitskonferenz.