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E-Mobilität Österreich: 24 neue Schnellladestationen in STOP SHOP

9. April 2026 um 08:26
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Während Österreich seine Klimaziele verfolgt und E-Autos immer beliebter werden, entsteht ein neues Problem: Wo können Elektrofahrer ihre Batterien schnell und bequem aufladen? Eine Antwort darauf

Während Österreich seine Klimaziele verfolgt und E-Autos immer beliebter werden, entsteht ein neues Problem: Wo können Elektrofahrer ihre Batterien schnell und bequem aufladen? Eine Antwort darauf liefern nun drei Unternehmen mit einer wegweisenden Kooperation. SMATRICS, AMIC Energy und CPI Europe bringen 24 zusätzliche Schnellladepunkte an fünf STOP SHOP Standorte in ganz Österreich – ein wichtiger Baustein für die flächendeckende Ladeinfrastruktur im Land.

Burgenland, Steiermark und Oberösterreich profitieren vom Ausbau

Die neuen High-Power-Charging-Stationen entstehen strategisch verteilt in Eisenstadt, Stoob und Oberwart im Burgenland, in Voitsberg in der Steiermark sowie in Eferding in Oberösterreich. Diese Standorte wurden bewusst gewählt, da Fachmarktzentren ideale Voraussetzungen für öffentliche Ladeinfrastruktur bieten: verfügbare Fläche, passende Aufenthaltsdauer der Kunden und hohe Besucherfrequenz.

Ronald Lausch, CSO bei SMATRICS, erklärt die Strategie: „Nebenbeiladen funktioniert nirgendwo so gut wie bei Handelspartnern. Wir freuen uns, unsere langjährige Partnerschaft mit AMIC Energy weiter ausbauen zu können und öffentlicher Schnellladeinfrastruktur damit die notwendige Kontinuität, Verlässlichkeit und Verfügbarkeit zu verleihen."

Was bedeutet High-Power-Charging für Autofahrer?

High-Power-Charging (HPC) bezeichnet ultraschnelle Ladetechnologie, die Elektrofahrzeuge mit bis zu 350 Kilowatt Leistung aufladen kann. Im Vergleich zu herkömmlichen Wechselstrom-Ladestationen, die meist nur 11 oder 22 Kilowatt liefern, reduziert sich die Ladezeit drastisch. Ein durchschnittlicher E-PKW mit 60 Kilowattstunden Batteriekapazität kann an einer HPC-Station in etwa 15-20 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden – perfekt für einen Einkaufsbummel im Fachmarktzentrum.

Diese Technologie wird immer wichtiger, da die Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge in Österreich kontinuierlich steigen. Laut Statistik Austria wurden 2023 bereits über 60.000 neue E-PKW zugelassen, was einem Marktanteil von rund 17 Prozent entspricht. Experten prognostizieren, dass dieser Anteil bis 2030 auf über 50 Prozent anwachsen könnte.

Partnerschaft mit bewährtem Erfolgsmodell

Die Zusammenarbeit zwischen SMATRICS und AMIC Energy besteht bereits seit 2020 und hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen. In den vergangenen vier Jahren entstanden bereits über 100 Ultraschnellladepunkte durch diese Kooperation. Das Geschäftsmodell basiert auf einem Fullservice-Ansatz: SMATRICS übernimmt als Partner von AMIC Energy alle Tätigkeiten von der Standortsuche über Planung und Errichtung bis hin zum laufenden Betrieb, Wartung und Abrechnung.

Günter Maier, Geschäftsführer bei AMIC Energy, betont die Vorteile dieser umfassenden Partnerschaft: „Mit verfügbarer Fläche, passender Aufenthaltsdauer und hoher Frequenz bieten uns die STOP SHOP Fachmarktzentren die besten Voraussetzungen. Wir setzen auf einen kontinuierlichen Ausbau, um bereits heute für die Anforderungen von morgen vorzubauen. Mit SMATRICS haben wir einen Partner, der uns in allen Phasen ganzheitlich unterstützt."

Österreich im europäischen Vergleich der Ladeinfrastruktur

Österreich nimmt bei der Elektromobilität eine Vorreiterrolle in Europa ein. Mit etwa 21.000 öffentlichen Ladepunkten liegt das Land pro Einwohner deutlich über dem EU-Durchschnitt. Zum Vergleich: Deutschland verfügt zwar über rund 100.000 Ladepunkte, hat aber auch zehnmal so viele Einwohner. Die Schweiz als Nachbarland hat ähnliche Ausbauziele wie Österreich und setzt ebenfalls verstärkt auf Schnellladeinfrastruktur an Handelszentren.

Diese Entwicklung ist kein Zufall: Die österreichische Bundesregierung hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Der Verkehr als einer der größten CO₂-Verursacher spielt dabei eine zentrale Rolle. Bis 2030 sollen laut Regierungsplan mindestens 84.000 öffentliche Ladepunkte verfügbar sein – ein Ausbau um das Vierfache gegenüber dem heutigen Stand.

Einkaufszentren als Ladeparks der Zukunft

CPI Europe, der Betreiber der STOP SHOP Fachmarktzentren, sieht in der ultraschnellen Ladeinfrastruktur einen klaren Wettbewerbsvorteil. Katrin Gögele-Celeda, Country Manager Austria & Slovenia bei CPI Europe, erklärt: „Mit High Power Charging machen wir unsere Standorte zu Ladeparks und verschaffen unseren Kund:innen einen zusätzlichen Mehrwert. Partnerschaften wie diese zeigen, dass sich nachhaltige und klimafreundliche Mobilitätskonzepte rechnen."

Dieses Konzept revolutioniert das Einkaufserlebnis: Während früher Autofahrer beim Tanken nur wenige Minuten an der Tankstelle verbrachten, wird das Laden des E-Autos zu einer geplanten Aktivität. Ein 20-minütiger Ladevorgang passt perfekt zu einem Einkauf im Fachmarktzentrum, wo Kunden oft ähnlich viel Zeit verbringen.

Praktische Vorteile für Elektroauto-Besitzer

Die neuen AMIC Energy-gebrandeten Ladestationen sind im charakteristischen STOP SHOP Gelb gestaltet und bieten mehrere Zahlungsoptionen. Kunden können mit der SMATRICS-Ladekarte, per Smartphone-App oder mittels Direct Payment mit Bankomat- oder Kreditkarte bezahlen. Alle Stationen liefern zu 100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie, was die Klimabilanz der Elektromobilität weiter verbessert.

Besonders praktisch: Die Standorte sind strategisch so gewählt, dass sie wichtige Verkehrsverbindungen abdecken. Eisenstadt als Landeshauptstadt des Burgenlandes, Oberwart und Stoob decken das südliche Burgenland ab, während Voitsberg in der Steiermark und Eferding in Oberösterreich wichtige regionale Zentren bedienen.

Zeitplan und wirtschaftliche Auswirkungen

Die Umsetzung der Expansion erfolgt in zwei Phasen: Die Standorte in Eisenstadt, Oberwart und Stoob sind bereits in Betrieb gegangen und stehen Elektroauto-Fahrern zur Verfügung. Die verbleibenden Standorte in Eferding und Voitsberg werden Ende April 2024 ans Netz gehen und das Angebot komplettieren.

Für die regionalen Wirtschaftskreisläufe bedeutet diese Entwicklung einen wichtigen Impuls. Studien zeigen, dass E-Auto-Fahrer während des Ladevorgangs häufiger spontane Einkäufe tätigen als bei konventionellen Tankstopps. Dies stärkt nicht nur die Fachmarktzentren selbst, sondern auch die umliegenden Gewerbebetriebe und Gastronomie.

Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur schafft auch neue Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen: von der Planung und Installation über Wartung und Betrieb bis hin zu kundenorientierten Services. SMATRICS beschäftigt bereits mehr als 140 Mitarbeiter und plant weitere Einstellungen im Zuge des Netzausbaus.

Die regionale Wertschöpfung profitiert zusätzlich vom vermehrten Einsatz heimischer Fachbetriebe bei Bau und Wartung der Anlagen. Lokale Elektriker, Tiefbauunternehmen und Servicetechniker werden in den Ausbau eingebunden, was die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöht.

Zukunftsperspektiven der E-Mobilität in Österreich

Die aktuelle Expansion ist nur ein Baustein in einem größeren Plan: SMATRICS betreibt als Tochterunternehmen von VERBUND und EnBW bereits das größte flächendeckende Schnellladenetz in Österreich und plant bis 2026 die Erweiterung um rund 200 zusätzliche Schnellladepunkte. AMIC Energy evaluiert kontinuierlich weitere Standorte und plant die Expansion auch in andere europäische Märkte wie Polen.

Diese Entwicklung fügt sich in den europaweiten Trend ein: Die EU-Kommission hat mit der Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR) verbindliche Ausbauziele für Ladeinfrastruktur festgelegt. Bis 2030 müssen alle Mitgliedsstaaten ein dichtes Netz an Schnellladestationen entlang der Hauptverkehrswege aufbauen.

Für österreichische Konsumenten bedeutet dies in den kommenden Jahren eine dramatische Verbesserung der Ladeinfrastruktur. Reichweitenangst – die Befürchtung, mit leerem Akku liegenzubleiben – wird durch das dichtere Netz an zuverlässigen Schnellladestationen zunehmend der Vergangenheit angehören.

Innovation trifft Nachhaltigkeit

Die Partnerschaft zwischen SMATRICS, AMIC Energy und CPI Europe zeigt beispielhaft, wie durch intelligente Kooperationen nachhaltige Mobilitätslösungen wirtschaftlich erfolgreich umgesetzt werden können. Das Modell könnte Vorbild für weitere Handelsunternehmen werden, ihre Standorte zu modernen Mobilitätshubs zu entwickeln.

Mit der garantierten Nutzung von 100 Prozent erneuerbarer Energie unterstreichen die Partner zudem ihr Engagement für den Klimaschutz. Dies ist besonders relevant, da der ökologische Nutzen der Elektromobilität maßgeblich von der Herkunft des Ladestroms abhängt.

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