FFG, aws und LBG bündeln Kräfte für digitale Gesundheitsinnovationen mit 13 Mio. Euro
Die gemeinsame Initiative von FFG, aws und LBG fördert digitale Lösungen für das Gesundheitssystem; erste Leitprojekte werden mit 7,5 Mio. Euro unterstützt.
Im Rahmen des Austrian Life Sciences Day im Palais Niederösterreich wurde die neue Initiative „Digital Health Austria – Innovationen für das Gesundheitssystem von morgen“ vorgestellt. Die Initiative ist Teil der Industriestrategie der Bundesregierung mit Schwerpunkt auf Schlüsseltechnologien und Life Sciences; Träger sind die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die Austria Wirtschaftsservice (aws) und die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG).
Nach Angaben der Träger sollen mit Digital Health Austria digitale Gesundheitsinnovationen schneller in die Anwendung gebracht werden. Die Initiative verbindet Forschungsförderung mit interorganisationalem Lernen und setzt Begleitmaßnahmen ein, die Antragsteller:innen und Fördernehmer:innen unterstützen sollen.
Digital Health Austria ist eine gemeinsame Initiative von FFG, aws und LBG zur Förderung digitaler Innovationen für das Gesundheitssystem von morgen im Auftrag der österreichischen Bundesregierung. Ziel sei es, digitale Lösungen mit konkretem Nutzen für Patient:innen, Gesundheitsversorgung und Gesellschaft zu fördern und reale Herausforderungen im Gesundheitssystem anzugehen, heißt es in der Mitteilung.
Als Herausforderungen werden exemplarisch in der Aussendung genannt: demografischer Wandel, steigende Anforderungen an die Versorgung, regionale Versorgungslücken sowie die bessere Nutzung von Gesundheitsdaten. Die Initiative soll technologische Innovation mit Verwertungsperspektiven und gesellschaftlicher Wirkung verbinden.
Mit dem Kick-off der Initiative startete zugleich die erste Ausschreibung für großvolumige Leitprojekte („Flagship Projects“) im Bereich Digital Health. Gefördert werden inter- und transdisziplinäre Vorhaben, die digitale Innovationen mit konkreten Herausforderungen im Gesundheitssystem verbinden und Lösungen für die praktische Anwendung entwickeln.
Als Schwerpunkte für die Leitprojekte nennt die Aussendung unter anderem:
Für die Digital Health Austria Leitprojekte stehen laut Mitteilung 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Geplant ist die Förderung von bis zu drei Leitprojekten mit einem Fördervolumen von jeweils zwei bis drei Millionen Euro und einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten. Begleitmaßnahmen sollen die Projekte beispielsweise in Innovations- und IPR-Fragen, Regulierung, Umsetzung, Verwertung sowie bei Open Innovation, Stakeholdereinbindung und Wirkungsbegleitung unterstützen.
Finanziert wird die Initiative aus Mitteln des Fonds Zukunft Österreich (FZÖ). Insgesamt stehen 13 Millionen Euro für Förderformate der FFG sowie für Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen durch aws und LBG zur Verfügung, so die Aussendung.
Davon sind 7,5 Millionen Euro explizit für die Leitprojekte vorgesehen. Die restlichen Mittel dienen der Finanzierung von Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen durch aws und LBG, die Teil des neuen Förderansatzes sind. Die Begleitmaßnahmen sollen dazu beitragen, Forschungs- und Innovationsprojekte frühzeitig mit Verwertungsfragen, gesellschaftlichen Bedarfen, relevanten Partner:innen und konkreten Anwendungsperspektiven zu verbinden.
Die Aussendung beschreibt klare Zuständigkeiten: Die FFG verantwortet die Forschungs- und Innovationsförderung. Die aws bringt ihre Expertise zu Verwertung, Skalierung und Innovationsschutz ein. Die LBG unterstützt insbesondere Co-Creation zwischen neuen Akteurskonstellationen, Open Innovation und gesellschaftlicher Wirkung.
Zu den konkreten Erwartungen äußern sich die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der beteiligten Organisationen in der Mitteilung: Henrietta Egerth und Karin Tausz (FFG) betonen die Bedeutung, digitale Innovationen in die reale Versorgung zu bringen. Gerfried Brunner und Bernhard Sagmeister (aws) heben neben finanzieller Unterstützung die immaterielle Begleitung wie IP-Beratung hervor. Elvira Welzig und Marisa Radatz (LBG) sprechen sich für die Einbindung von Expert:innen und Betroffenen als gleichberechtigte Partner:innen in der Ideenfindung aus.
Ab 2027 ist laut Aussendung eine zweite Förderschiene für kooperative F&E-Projekte geplant: die Digital Health Austria Ideas Labs. Diese Projekte sollen durch sogenannte Ideas-Labs initiiert werden, in deren Rahmen potenzielle Konsortien Projektideen gemeinschaftlich in einem begleiteten Ideation-Prozess weiterentwickeln und neue Partnerschaften aufbauen.
Die Teilnahme an den Idea Labs ist der Mitteilung zufolge Voraussetzung für eine spätere Antragstellung im jeweiligen Förderformat. Weitere Details zu Ablauf, Fristen oder Auswahlkriterien nannte die Aussendung nicht.
Der Fonds Zukunft Österreich (FZÖ) wird in der Mitteilung als Finanzquelle genannt: Aus seinen Mitteln wird die Initiative Digital Health Austria finanziert. Insgesamt stehen für Förderformate und Begleitmaßnahmen 13 Millionen Euro zur Verfügung.
Als „Flagship Projects“ werden großvolumige Leitprojekte bezeichnet, die inter- und transdisziplinär angelegt sind und digitale Innovationen mit konkreten Herausforderungen im Gesundheitssystem verbinden sollen. Für diese Leitprojekte sind laut Mitteilung 7,5 Millionen Euro vorgesehen.
Interoperabilität bezeichnet allgemein die Fähigkeit unterschiedlicher Systeme, Daten auszutauschen und gemeinsam zu nutzen. In der Mitteilung wird Interoperabilität in Verbindung mit Gesundheitsdaten als einer der Schwerpunkte für Förderprojekte genannt.
IPR-Beratung (Intellectual Property Rights) wird in der Mitteilung als eines der Unterstützungsangebote aufgeführt, mit denen geförderte Projekte begleitet werden können. Solche Angebote sollen laut Aussendung zur Verwertung, Skalierung und zum Schutz von Innovationen beitragen.
Co-Creation bezeichnet die gemeinsame Entwicklung von Lösungen durch verschiedene Akteur:innen. Die LBG wird in der Mitteilung als Unterstützerin von Co-Creation, Open Innovation und gesellschaftlicher Wirkung genannt.
Die Mitteilung benennt mehrere Begleitmaßnahmen, die Teil des neuen Förderansatzes sind: Unterstützungsangebote werden unter anderem in den Bereichen Innovations- und IPR-Beratung, Regulierung, Umsetzung, Verwertung sowie Open Innovation, Stakeholdereinbindung und Wirkungsbegleitung angeboten. Diese Begleitmaßnahmen sind laut Aussendung zentral, damit Projekte nicht isoliert entwickelt werden, sondern frühzeitig mit Verwertungsfragen und Partner:innen vernetzt werden.
Für die Leitprojekte bedeutet das konkret: Neben der finanziellen Förderung (2–3 Millionen Euro je Projekt) sollen Projekte Dienstleistungen und Beratung erhalten, die über reine Fördermittel hinausgehen. Die Aussendung nennt dies als Kernbestandteil des kollaborativen Förderökosystems, das Digital Health Austria schaffen will.
Digital Health Austria ist eine gemeinsame Initiative der FFG, aws und LBG zur Förderung digitaler Innovationen für das Gesundheitssystem von morgen im Auftrag der österreichischen Bundesregierung. Ziel ist es, digitale Lösungen mit konkretem Nutzen für Patient:innen, Gesundheitsversorgung und Gesellschaft zu fördern.
Träger sind die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die Austria Wirtschaftsservice (aws) und die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG). Die FFG verantwortet die Forschungs- und Innovationsförderung, die aws bringt Expertise zu Verwertung, Skalierung und Innovationsschutz ein, und die LBG unterstützt Co-Creation, Open Innovation und gesellschaftliche Wirkung.
Laut Mitteilung stehen insgesamt 13 Millionen Euro aus Mitteln des Fonds Zukunft Österreich für Förderformate der FFG sowie für Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen durch aws und LBG zur Verfügung. Für die Leitprojekte stehen davon 7,5 Millionen Euro bereit.
Für die Leitprojekte sind bis zu drei Projekte geplant, jeweils mit einem Fördervolumen von zwei bis drei Millionen Euro und einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten. Begleitmaßnahmen zu Innovationsberatung, IPR, Regulierung, Umsetzung und Verwertung sind Teil des Förderansatzes.
Als Schwerpunkte für die Leitprojekte nennt die Aussendung KI- und datenbasierte Anwendungen, Interoperabilität und Gesundheitsdaten, Lösungen für strukturschwache Regionen, Gender Health und Diversität sowie praxisnahe Umsetzung und Skalierung.
Ab 2027 ist eine zweite Förderschiene geplant: die Digital Health Austria Ideas Labs. In diesen begleiteten Ideation-Prozessen sollen potenzielle Konsortien Projektideen gemeinschaftlich weiterentwickeln und neue Partnerschaften aufbauen. Die Teilnahme an den Idea Labs ist Voraussetzung für eine spätere Antragstellung in dem jeweiligen Förderformat.
Quellen: Pressemitteilung der FFG zur Initiative Digital Health Austria (Austrian Life Sciences Day).
Kontakt: FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, Mag. Matthis Prabitz, Pressesprecher, Telefon: +43 5 7755-6017, E-Mail: matthis.prabitz [at] ffg.at, Website: