Ein Jahr nach der umstrittenen Monopolisierung von CBD-Produkten in österreichischen Trafiken liefert Deutschland neue Erkenntnisse zur Cannabis-Politik: Der dortige Zwischenbericht zur Teillegalisierung bestätigt zentrale Forderungen des Österreichischen Cannabis Bundesverbands (ÖCB) zur Erleichterung des Zugangs.
Ein Jahr nach der Monopolisierung von CBD-Produkten in österreichischen Trafiken liefert der deutsche Zwischenbericht zur Teillegalisierung Erkenntnisse, die der ÖCB als Bestätigung seiner Forderung zu weniger Hürden im legalen Erwerb von Cannabis wertet. Der Bericht kommt zu dem Schluss: Der Konsum hat sich kaum verändert, gleichzeitig ist der Schwarzmarkt rückläufig – und Expert:innen empfehlen ausdrücklich, die Hürden für den legalen Erwerb von Cannabis weiter abzubauen.
Der aktuelle deutsche Zwischenbericht zur Cannabis-Teillegalisierung stellt fest, dass sich der Konsum kaum verändert hat, während der illegale Handel rückläufig ist. Die wissenschaftliche Begleitung betont, dass insbesondere die derzeit noch sehr restriktiven Zugangsbedingungen – etwa bei Anbauvereinigungen/Cannabis Social Clubs – gelockert werden sollten. Wenn legale Strukturen zu kompliziert oder zu eingeschränkt sind, weichen Menschen laut Bericht auf den Schwarzmarkt aus.
Der ÖCB verweist in diesem Zusammenhang auf seine Pressekonferenz rund um Ostern 2025 unter dem Titel „Zugedreht – zurückgedreht“. Damals wurde auf Basis eines Gutachtens von Prof. Heinz Mayer klargestellt, dass legal handelbare Cannabisblüten nicht dem Tabakmonopol unterliegen und der Verkauf im Fachhandel zulässig ist. Vor einem Jahr hatte der Verband auf mögliche Folgen überzogener Einschränkungen hingewiesen: Umsatzeinbrüche, Rechtsunsicherheit und eine Stärkung des Schwarzmarktes.
Der deutsche Bericht und die dortigen Expert:innen kommen zu dem Ergebnis, dass der Zugang zum legalen Markt entscheidend ist, um den Schwarzmarkt nachhaltig zurückzudrängen. Für den ÖCB bestätigt dies eine zentrale Branchenforderung: Hürden abbauen, nicht neue errichten.