Energie Steiermark investiert 18 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Netzausbau
Energie Steiermark startet in Deutschlandsberg ein 18-Millionen-Projekt: neues Biomasseheizwerk, Modernisierung der Bestandsanlage, rund 4,7 km Netzausbau und gestaffelter Inbetriebnahme 2027/2028.
Mit einem offiziellen Spatenstich hat die Energie Steiermark den Ausbau der Fernwärmeversorgung in Deutschlandsberg begonnen. Insgesamt werden 18 Millionen Euro in die Errichtung eines neuen Biomasseheizwerks, in den Umbau und die Modernisierung der seit 1993 bestehenden Anlage sowie in den Netzausbau investiert. Die Inbetriebnahme des Neubaus ist für Herbst 2027 geplant.
Die Aussendung der Energie Steiermark nennt eine mehr als doppelte Kapazität gegenüber der bisherigen Anlage und eine massive Erweiterung des Versorgungsnetzes für Kund:innen. Nach Abschluss des Gesamtprojekts, einschließlich Umbau der Bestandsanlage und Fertigstellung des Netzausbaus, ist das Projekt im Herbst 2028 vollständig abgeschlossen.
Die Energie Steiermark bezeichnet den aktuellen Schritt als Start des Ausbaus einer "klimafreundlichen Fernwärmeversorgung in Deutschlandsberg". Für das Gesamtprojekt werden nach Angaben des Unternehmens 18 Millionen Euro veranschlagt, verteilt auf Neubau, Modernisierung und Netzausbau.
Die bisherige Kapazität wird laut Pressemitteilung mehr als verdoppelt. Parallel zum Neubau soll die seit 1993 bestehende Anlage modernisiert werden; beide Maßnahmen zusammen bilden den Kern des Investitionsvorhabens.
Das neue Biomasseheizwerk wird in der Liechtensteinstraße 22 errichtet. Geplant sind zwei Biomassekessel mit einer Gesamtleistung von 4 MW sowie eine Rauchgaskondensation und ein 200.000 Liter großer Pufferspeicher.
Die bestehende Biomasseanlage in der Liechtensteinstraße 16 wird parallel modernisiert und um eine zusätzliche Rauchgaskondensation erweitert. Zusammen erreichen beide Anlagen künftig eine Leistung von rund 7 MW, so die Angaben der Energie Steiermark.
Für den Betrieb der kombinierten Anlagen werden jährlich rund 35.000 Schüttraummeter regionales Hackgut benötigt. Das Unternehmen beziffert diese Menge als rund 400 LKW-Ladungen pro Jahr.
Nach den Angaben stammen rund 60 Prozent des benötigten Hackguts von der Holzindustrie Liechtenstein; die übrigen rund 40 Prozent sollen von regionalen Lieferanten im Umkreis von weniger als 50 Kilometern kommen.
Die Erweiterung des Fernwärmenetzes umfasst laut Mitteilung rund 4,7 Kilometer zusätzliche Leitungslänge. Schwerpunkt des Ausbaus ist der Nordosten von Deutschlandsberg.
Dort werden bisher mit Erdgas versorgte Industrie- und Gewerbebetriebe an die Fernwärme angebunden, namentlich nennt die Aussendung die Firma SVI sowie die Straßenmeisterei. Auch Wohngebiete wie die Eschensiedlung werden künftig an das Fernwärmenetz angeschlossen.
In der Presseaussendung wird das Vorstands-Team der Energie Steiermark, Martin Graf und Werner Ressi, mit der Einordnung zitiert, das Projekt als Teil einer "Dekarbonisierungsoffensive" zu sehen. Die beiden Vorstände nennen als Ziel, den Anteil erneuerbarer, grüner Wärme in Deutschlandsberg auf über 90 Prozent zu steigern und damit eine langfristig sichere Wärmeversorgung für die Region zu schaffen.
Bürgermeister Ing. Mag. Josef Wallner wird ebenfalls zitiert und begrüßt die Investition. In seiner Wortmeldung hebt er hervor, dass die Maßnahme nach Auffassung der Gemeinde sowohl dem Klimaschutz als auch der regionalen Wertschöpfung zugutekomme.
Die Energie Steiermark tritt in der Aussendung als Investor und Betreiber auf; die Gemeinde Deutschlandsberg wird anhand des Bürgermeisterzitats als kommunaler Partner und lokaler Adressat der Ausbaupläne genannt. Die genannten Zahlen zu Leistung, Brennstoffbedarf und Netzlänge bilden die Basis für die kommunizierte Zielsetzung und die benannten Meilensteine.
Laut Mitteilung ergeben sich durch das Projekt konkrete Veränderungen in der lokalen Wärmeversorgung. Die Aussendung nennt hierzu mehrere Kenndaten, die sowohl die Anschlüsse als auch die Zusammensetzung der Wärmebereitstellung betreffen:
Die genannten Punkte entstammen der Presseaussendung und geben die quantitativen Kernaussagen zu Abdeckung, Netz und Energieanteilen wieder.
Biomasse: Biomasse bezeichnet organische Materialien wie Holzreste oder Hackgut, die energetisch genutzt werden können. In diesem Projekt ist Biomasse der eingesetzte Brennstoff für die Kessel der neuen und der bestehenden Anlage; die Aussendung nennt dafür einen jährlichen Bedarf von rund 35.000 Schüttraummetern.
Fernwärme: Fernwärme bezeichnet ein System zur zentralen Erzeugung und Verteilung von Wärme über ein Rohrnetz an mehrere Verbraucher. In Deutschlandsberg wird das Fernwärmenetz durch den Ausbau verlängert und um neue Anschlussgebiete erweitert.
Rauchgaskondensation: Rauchgaskondensation ist ein technisches Verfahren, das in der Mitteilung als Ausstattung der Anlage genannt wird. Es handelt sich um eine Ergänzungstechnik an den Kesseln, die zur Nutzung von im Abluftstrom enthaltenem Wärmeinhalt eingesetzt wird, so die Beschreibung in der Aussendung.
Pufferspeicher: Ein Pufferspeicher dient dazu, Wärme zeitlich zu speichern, um die Versorgung zu glätten. Im neuen Heizwerk ist nach Angaben ein 200.000 Liter großer Pufferspeicher vorgesehen, der die Betriebszyklen der Kessel unterstützen soll.
Schüttraummeter: Der Schüttraummeter ist eine Maßeinheit für lose geschüttete Holzstücke oder Hackgut. Die Aussendung nennt den jährlichen Bedarf mit rund 35.000 Schüttraummetern, was nach den Angaben etwa 400 LKW-Ladungen entspricht.
Die Inbetriebnahme des Neubaus ist laut Mitteilung für Herbst 2027 geplant. Nach dem anschließenden Umbau der Bestandsanlage und der Fertigstellung des Netzausbaus soll das Gesamtprojekt im Herbst 2028 vollständig abgeschlossen sein.
Damit unterscheiden die Projektverantwortlichen zwei markante Meilensteine: die Inbetriebnahme des neuen Heizwerks (Herbst 2027) und den Abschluss aller Bau- und Modernisierungsarbeiten inklusive Netzausbau (Herbst 2028).
Laut der Pressemitteilung investiert die Energie Steiermark insgesamt 18 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung der bestehenden Anlage und den Netzausbau in Deutschlandsberg.
Das neue Heizwerk wird in der Liechtensteinstraße 22 errichtet. Die bestehende Anlage befindet sich in der Liechtensteinstraße 16 und wird parallel modernisiert.
Die zwei neuen Biomassekessel im Neubau haben eine Gesamtleistung von 4 MW. Zusammen mit der modernisierten Bestandsanlage erreichen beide Anlagen künftig eine kombinierte Leistung von rund 7 MW.
Für den Betrieb werden jährlich rund 35.000 Schüttraummeter regionales Hackgut angegeben, das etwa 400 LKW-Ladungen entspricht. Rund 60 Prozent sollen von der Holzindustrie Liechtenstein stammen, die restlichen 40 Prozent von regionalen Lieferanten im Umkreis von weniger als 50 Kilometern.
Schwerpunkt des Netzausbaus ist der Nordosten von Deutschlandsberg. Dort werden unter anderem die Firma SVI, die Straßenmeisterei sowie Wohngebiete wie die Eschensiedlung an das Fernwärmenetz angebunden. Insgesamt wächst das Netz um rund 4,7 Kilometer.
Die Aussendung nennt, dass nach Abschluss des Projekts rund 610 Haushalte in etwa 400 Gebäuden sowie zahlreiche größere Kund:innen versorgt werden können. Außerdem wird der Anteil erneuerbarer Energie in der Wärmeaufbringung von derzeit rund 60 Prozent auf über 90 Prozent angeführt; daraus resultierend werden jährlich rund 2.500 Tonnen CO2 Einsparung angegeben.
Quelle: Energie Steiermark AG (Pressemitteilung vom 9. Juni 2026).
Kontakt Energie Steiermark AG: Mag. (FH) Urs Harnik-Lauris, Leiter Konzern-Kommunikation. Adresse: Leonhardgürtel 10, A-8010 Graz. Telefon: +43-316-9000-5926. Mobil: +43-664-1801780. E-Mail: urs.harnik-lauris [at] e-steiermark.com. Webseite: http://www.e-steiermark.com