Eine scheinbar harmlose Marketingkampagne des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft sorgt für politischen Wirbel in Niederösterreich. Das neue Maskottchen "Biber Berti" steht in der Kritik.
Eine scheinbar harmlose Marketingkampagne des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft sorgt für politischen Wirbel in Niederösterreich. Das neue Maskottchen "Biber Berti" stößt bei Naturschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz auf Verwunderung. Sie sagt, es sei bemerkenswert, ausgerechnet den Biber als freundliche Comicfigur für Naturgefahren zu wählen, während vielerorts über reale Probleme durch Biberschäden diskutiert wird.
Rosenkranz verweist darauf, dass sich der streng geschützte Biber in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet habe. In Niederösterreich lebten demnach rund 9.000 Exemplare. Ihre Bautätigkeit an Gewässern führe immer wieder zu Konflikten mit Landwirtschaft und Grundeigentümern; überschwemmte Flächen, beschädigte Böschungen oder unterhöhlte Wege stellten vielerorts eine Herausforderung dar.
Das Bundesministerium hat nach Angaben der Landesrätin rund 17.000 Euro für das Maskottchen "Biber Berti" investiert. Rosenkranz kritisiert, dass eine solche Darstellung nicht zur Verharmlosung realer Probleme führen dürfe. Sie betont, es brauche sachliche Diskussionen und rasche Lösungen für Betroffene.
Rosenkranz weist zudem darauf hin, dass Entnahmen der Biber von Seiten der EU erschwert oder verunmöglicht würden. Vor diesem Hintergrund fordert sie, Natur und betroffene Menschen gleichermaßen ernst zu nehmen, um langfristig tragfähige Lösungen zu finden.