Die österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen haben in diesem Winter eine wahre Bewährungsprobe bestanden. Nach der außergewöhnlich milden Saison 2024/25 zeigte sich der Winter 2025/26 von sei...
Die österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen haben in diesem Winter eine wahre Bewährungsprobe bestanden. Nach der außergewöhnlich milden Saison 2024/25 zeigte sich der Winter 2025/26 von seiner herausfordernden Seite und erforderte deutlich mehr Ressourcen. Die Bilanz für den Vergleichszeitraum 01.11.25 bis 31.03.26 zeigt: 72 Prozent mehr Streusalz, 52 Prozent mehr Sole und elf Prozent mehr Einsatzstunden waren im Einsatz, um das hochrangige Straßennetz befahrbar zu halten.
Der Salzverbrauch stieg von 40.859 Tonnen in der Vorsaison auf 70.282 Tonnen. Der Soleverbrauch erhöhte sich von 16,61 Millionen Liter auf 25,33 Millionen Liter. Zum Vergleich: 70.000 Tonnen Streusalz entsprechen rund 11.446 Lkw-Ladungen.
Wichtige Ereignisse in der Saison waren Schneefälle rund um Weihnachten 2025, gefrierende Niederschläge Mitte Jänner 2026 (zwischen 12. und 13. Jänner) und intensive Schneefälle durch ein Italientief am 19./20. Februar 2026. Während der Jänner-Ereignisse gelang es dem ASFINAG-Winterdienst nach eigenen Angaben, das hochrangige Netz durch intensive Streufahrten salznass und sicher zu halten. Wegen des Februarereignisses verzeichneten einige Autobahnmeistereien Rekordverbräuche an Streumitteln; die Autobahnmeisterei Ansfelden meldete in dieser Saison mit rund 3.900 Tonnen den höchsten Gesamtverbrauch ihrer Geschichte.
Die Winterdienstaufwendungen der ASFINAG von November bis März stiegen von rund 47 Millionen Euro (2024/25) auf etwas mehr als 56 Millionen Euro in der aktuellen Saison.
Eine Neuerung im Winter 2025/2026 ist die Umstellung auf digitale Lieferscheine bei der Salzlogistik. Nach Angaben der ASFINAG wurden bereits mehr als 2.000 digitale Dokumente verarbeitet. Diese Maßnahme soll Effizienz und Erleichterungen im betrieblichen Ablauf bringen.
Auch nach Ende der situativen Winterreifenpflicht am 15. April bleibt die ASFINAG für mögliche Spätwinterereignisse gerüstet. ASFINAG Service GmbH-Geschäftsführerin Tamara Christ betont die Flexibilität der Lkw-Flotte und dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz.